Wie schon in Oschersleben erreichte Tom Kristensen auch in Mugello eine solide Ausgangsposition für das Rennen. Zwar wurde Kristensen im Laufe der drei Qualifying-Segmente immer weiter zurückgereicht und kam nach der Bestzeit im ersten Teil am Ende nur auf den dritten Platz, trotzdem weiß der Däne: "Morgen ist noch alles offen."

Im heutigen Zeittraining habe man schlichtweg den falschen Weg eingeschlagen. "Zuerst haben wir den Reifendruck optimieren können und alles hat gut funktioniert, auf meinen letzten beiden Reifensätzen konnte ich mich jedoch nicht verbessern. Das hat mich die Pole gekostet", erklärte Kristensen, der trotzdem zufrieden mit dem dritten Platz war - vor allem weil die letzten zwei Runden nicht optimal liefen.

Auf seiner schnellsten Runde fehlten Kristensen gerade einmal 19 Tausendstel auf Jamie Green. Wäre ohne den zusätzlichen Erfolgs-Ballast noch mehr möglich gewesen? "Was mich das Gewicht genau gekostet hat, kann ich gar nicht sagen. Ich will mich auf das Fahren konzentrieren und versuche immer das zu unterbieten, was die Ingenieure zuvor als Differenz errechnet haben..."

Noch heute wird sich der Audi-Pilot mit seinem Ingenieuren zusammen setzen und das Setup für das 33 Runden lange Rennen am Sonntag besprechen. "Wir werden auf die Daten von Freitag schauen, da haben wir verschiedene Setup-Möglichkeiten ausprobiert", so Kristensen gegenüber der adrivo Sportpresse. Ein weiterer Vorteil sei das vorverlegte Warm-Up, welches zum ersten Mal in diesem Jahr nicht direkt vor dem Rennen stattfinden wird. "Jetzt kann man aggressiver rangehen und vor dem Rennen noch etwas am Setup korrigieren."