Zweimal bot sich dem Betrachter das Bild dar, nur einmal wurde es in der Meisterschaftstabelle dokumentiert: Gary Paffett erklimmt die oberste Stufe des Siegerpodests auf dem EuroSpeedway Lausitz. Hinderte den Briten 2004 noch eine zu geringe Restbenzinmenge sowie ein fehlerhaftes Verhalten beim Parc-Fermé-Prozedere noch daran, die in fahrerischer Hinsicht hoch verdienten zehn Punkte in Empfang nehmen zu können, so bestand im vergangenen Jahr kein Zweifel am Sieg Paffetts - der sich überdies noch weitaus dominanter präsentierte als im Jahr zuvor.

Von der Pole Position aus fuhr der spätere DTM-Champion einem ungefährdeten Sieg entgegen, während sich seine Mercedes-Kollegen ebenfalls achtbar schlugen. Wurden Bernd Schneider und Jean Alesi im Rennen noch von technischen Problemen heimgesucht, so wussten die verbleibenden Stuttgarter Neuwagenpiloten Jamie Green und Mika Häkkinen zu glänzen - den zehn Kilogramm Zusatzgewicht, die sich infolge des Hockenheim-Siegs Jean Alesis an den Unterboden der 2005er-C-Klassen einnisteten, zum Trotz.

Bei Opel hielt sich der Lausitz-Erfolg eher in Grenzen..., Foto: DTM
Bei Opel hielt sich der Lausitz-Erfolg eher in Grenzen..., Foto: DTM

Während Mika Häkkinen nach einem verhaltenen DTM-Debüt in Hockenheim mit Platz drei sein ohnehin unbestrittenes Potenzial unter Beweis stellte, war es Jamie Green, der in Form eines zweiten Startplatzes beim zweiten DTM-Qualifying seiner Karriere ebenso zu überzeugen vermochte. Ein Startplatz, der allerdings nicht in eine erfolgreiche Zielankunft verwandelt werden konnte - zu groß waren die Schäden, die der greensche Dienstwagen infolge einer unverschuldeten Kollision mit Titelverteidiger Mattias Ekström davongetragen hatte. Der zweite Saisonlauf auf dem EuroSpeedway Lausitz stellte den Beginn einer wunderbaren britisch-schwedischen Freundschaft dar...

Während Ekström sein ebenfalls beträchlich demoliertes Fahrzeug nur mit Mühe über die Ziellinie und somit auf Platz vier schleppen konnte, war es Tom Kristensen, der von Platz sieben aus gestartet mit Platz zwei brillierte. Gary Paffett vermochte er dabei zu keiner Zeit zu attackieren - auch der Däne scheiterte somit daran, die damalige Unterlegenheit des Audi A4 DTM trotz des Gewichtsvorteils fahrerisch gänzlich zu kaschieren.

Allzu offensichtlich präsentierte sich derweil die schlicht und ergreifend frappierende Unterlegenheit des Opel Vectra GTS: Zu den bereits aus Hockenheim bekannten Handlingproblemen gesellten sich im Qualifying zudem massive Probleme beim Abstimmen der Rüsselsheimer Mittelklasselimousine auf die einheitlichen Dunlop-Pneus. Im Rennen scloss sich in Form einer nicht existenten Punkteausbeute mit Blick auf das vorangegangene Rennen in Hockenheim ebenfalls ein Déjà-vu an - anders als bei Gary Paffett jedoch ohne Happy End...