Hatte der Saisonauftakt in Hockenheim den Pessimisten, die angesichts nur zweier engagierter Hersteller das Ende der DTM nahen sehen, mit einem packenden Qualifyings sowie einem zweikampfreichen Rennens zunächst scheinbar den Wind aus den Segeln genommen, so kamen sie mit freundlicher Unterstützung aus Ingolstadt rasch zu einer neuen Argumentation:
Die Angriffslust der Piloten und damit die Spannung der Rennen könnten auf Grund allzu fragiler Radaufhängungen und der damit einhergehenden Angst vor Feindberührungen beim nächsten Lauf in der Lausitz schnell ihr Ende finden, hatte doch bei Tom Kristensen und Mattias Ekström bereits das stürmische Überfahren der Curbs zu Schäden geführt. Während der Däne auf Platz zwei liegend einen Eiertanz erlebte, seine Ambitionen auf den Sieg aufgeben und seinen A4 DTM vorsichtig ins Ziel tragen musste, hatte der Schwede einen seiner wenigen Ausfälle zu verzeichnen.
Hatten sich die Audi-Ingenieure durch das die Entwicklung weit gehend einfrierende Reglement zu allzu abenteuerlichen Maßnahmen zum Gewichtssparen verleiten lassen und so eine für den Renneinsatz ungeeignete Radaufhängung konzipiert? Audi-Sport-Technikchef Wolfgang Appel verneint und betrachtet die Hockenheim-Pannen als Einzelfälle.
"Wir gehen von einem Fabrikations- oder Fertigungsfehler aus. Deshalb haben wir auch alle anderen Fahrzeuge mit Ultraschall untersucht, dabei aber nichts Negatives festgestellt", bekundete er gegenüber motorsport aktuell. Die Befürchtungen bezüglich allzu erfriger Gewichtseinsparungen weist er zurück: "Die Komponenten sind nicht so leicht gefertigt, dass in Zukunft etwas befürchten müsste. Es wird deshalb auch nicht nachgebessert."

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