Mattias Ekström konnte es nur noch mit Galgenhumor nehmen: In der zweiten Phase des Qualifyings musste er auf die Waage - was sein Programm angesichts des äußerst knappen Zeitrahmens natürlich gewaltig durcheinander brachte: "Ich habe mich schon gefragt, was das soll - mitten im Qualifying. Schließlich dürfen wir da ja sowieso nichts am Auto machen. Die sollen doch in Gottes Namen an jeder Box jemanden stehen haben, der das kontrolliert, dass nichts am Auto geschraubt wird - und wenn man nichts macht, dann kann sich doch auch nichts verändern."

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, schafften es die kontrollierenden DMSB-Leute dann auch noch nicht einmal, "an meinem Auto die Tür wieder richtig zuzumachen, das muss man ja so ein bisschen von unten reindrehen..."

Immerhin schaffte es der Meister von 2004 trotz der Hindernisse noch unter die Top Acht. "Dass dort dann nicht mehr als ein sechster Platz herauskam, lag aber vor allem an einer eigenen Fehlentscheidung, die wir getroffen haben."

Technische Details natürlich wie üblich Geheimsache, nur so viel ließ sich Ekström gegenüber motorsport-magazin.com entlocken: "Ich bin halt bei etwas geblieben, was am Vormittag sehr gut funktioniert hat, am Nachmittag, als die Temperaturen dann deutlich stiegen, aber eher nicht mehr."

Angesichts all dieser Probleme noch Sechster, da geht der Schwede durchaus zuversichtlich ins Rennen - auch der starke Longrun des Mercedes-Rivalen Bernd Schneider am Vormittag von 17 Runden mit einem Schnitt von 1:35,1 schreckte ihn nicht: "Das war schließlich von den Temperaturen nicht unter Rennbedingungen, das war ein einziger - da muss man mal abwarten. Sicher, wenn er das im Rennen fährt, dann ist es wirklich gut. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das eine ganz enge Sache wird, dass da keiner vorneweg fahren kann."