Die DTM-Saison von Mika Häkkinen begann mit einer riesigen Enttäuschung. Der Finne war zu keiner Zeit des Qualifyings zufrieden mit seinem Auto. Statt um die Pole Position zu kämpfen, musste er zweimal zittern, ob er in dem neuen Shootout-Qualifying überhaupt die nächste Runde erreicht. Der Tag endete für den Finnen mit dem siebten Platz in der Startaufstellung.
"Es war ein schreckliches Gefühl, im ersten Teil des Qualifying um die Position 14 zu kämpfen", sagte er. "Vor allem weil ich eine fehlerlose Runde hatte. Hätte ich Fehler gemacht, hätte ich auch gewusst, dass ich meine Zeit auch noch verbessern kann. So gesehen war es sogar eine Überraschung, dass ich dann überhaupt noch unter die besten acht gekommen bin."
Häkkinen sah jedoch keinen Anlass zur Selbstkritik. "Selbst wenn man noch so gründlich die eigene Tagesform studieren würde, da würde man die Wahrheit nicht finden", sagte er. "Die Antwort für die Probleme liegt am Auto. Irgendwas hat mich daran gehindert, die Leistung zu bringen, die ich das ganze Wochenende lang gezeigt habe. Ich bin doch immer die gleichen Zeiten wie mein Teamkollege Bruno Spengler gefahren. Jetzt ist er zwei Zehntel von der Pole entfernt, ich 1,1 Sekunden. Das zeigt, dass das Problem am Auto liegt."
Häkkinen war jedoch ratlos, als es darum ging, wo das Problem genau liegt. "Es sieht im Moment danach aus, als würde ich beim Bremsen Zeit verlieren. Das wäre eigenartig. und könnte ein Hinweis sein, dass die Bremsen nicht richtig funktioniert haben. Die Jungs werden noch alles analysieren."
Falls sein Team den Grund für die Probleme findet und eliminiert, sieht Häkkinen immer noch Chancen im morgigen Rennen. "Ich habe das Gefühl, dass der siebte Startplatz gar nicht so schlecht ist", sagte er. "Im Rennen dürfte Mercedes sowieso sehr schnell sein. Bernd Schneider hat heute für uns einen Longrun gemacht, und der war richtig gut. Der Reifen hat gut gehalten und die Schnelligkeit war auch da."
Nur: Selbst wenn Mercedes voll dabei ist, muss Häkkinen noch an vier Mercedes-Kollegen vorbei ziehen um zu siegen. Deswegen muss Häkkinen seine Leistung in den kommenden Rennen noch deutlich steigern, wenn er um den Titel mitfahren will. "Es war schon sehr spannend heute, aber mir wäre es lieber, wenn die Spannung davon kommt, ob ich die Pole erreiche oder nicht", sagte der Finnen grinsend.

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