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DTM

Audi: Stimmen zum Qualifying

Auch wenn es im Qualifying nicht so gut geklappt hat, im Rennen ist noch alles offen. Das neue Format hat auf jeden Fall alle begeistert.
von Stefanie Szlapka

Motorsport-Magazin.com - Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef)

Das war eine Stunde, die blitzartig vergangen ist und in der es darauf ankam, sehr schnell zu reagieren. Wir hatten uns etwas mehr erhofft. Es scheint jedoch, dass wir uns schwer tun, die wirklich guten Ergebnisse vom Vormittag umzusetzen, wenn die Außentemperaturen steigen und sich dadurch die Gripverhältnisse ändern, denn am Freitag war es ähnlich. Daran müssen wir arbeiten. Ich freue mich, dass Martin Tomczyk ein so gutes Ergebnis erzielt hat und wieder da ist, wo ich ihn immer gesehen habe. Das Missverständnis zwischen Tom (Kristensen) und Heinz-Harald (Frentzen) war nicht gut für das Ergebnis der Marke Audi, denn Tom war sicher in der Lage, unter die ‚Top 8´ zu fahren. Wir haben aber in Ruhe darüber gesprochen und die Situation aufgeklärt. Im Rennen werden wir morgen versuchen, das Beste aus diesem Trainingsergebnis zu machen.

Martin Tomczyk (Audi Sport Team Abt Sportsline #4)

Das Qualifying war super. Ich freue mich, der schnellste Audi Pilot zu sein. Ein großes Lob an mein Team: Das Auto war wirklich perfekt zu fahren – in allen drei Sessions fuhr es wie auf Schienen. Das i-Tüpfelchen wäre natürlich gewesen, auch in der dritten Session die Bestzeit zu fahren.

Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline #5)

Das neue Qualifying gefällt mir sehr gut, es war ziemlich aufregend. Am Ende waren wir nicht ganz vorne. Das Auto hatte offenbar mehr Grip, als ich dachte – ich war wohl nicht schnell genug. Platz sechs beim ersten Mal geht in Ordnung. Und die Punkte werden erst morgen vergeben. Wir sind gut vorbereitet. Ich freue mich auf das Rennen.

Heinz-Harald Frentzen (Audi Sport Team Abt Sportsline #6)

Das neue Qualifying-Format ist prima – ich glaube, für die Zuschauer ist die DTM jetzt noch interessanter geworden. Auch für uns Fahrer ist es natürlich eine spannende Situation. Das Missverständnis mit Tom (Kristensen) tut mir leid. Leider hat der Funk nicht funktioniert, so dass mich mein Team nicht warnen konnte.

Tom Kristensen (Audi Sport Team Abt Sportsline #7)

Im Qualifying muss zeitlich alles perfekt passen. Wir hatten im zweiten Abschnitt geplant, auf gebrauchten Reifen zu beginnen, damit das Auto warm wird, um dann einen schnellen Boxenstopp einzulegen. Das hat funktioniert, und ich war auf einer schnellen Runde, als ich auf Heinz-Harald auflief. Dadurch auszuscheiden, war natürlich frustrierend. Aber es war keine Absicht, sondern ein Missverständnis im Team.

Frank Stippler (Audi Sport Team Rosberg #15)

Ich hatte mit den vier Reifensätzen, die ich verwendet habe, unerklärliche Grip-Schwankungen. Nun müssen wir herausfinden, woran es lag. Grundsätzlich bin ich nicht unzufrieden im Vergleich zu den anderen Vorjahresautos von Audi, aber wir sind insgesamt nicht so weit vorne, wie wir es gerne sein würden – ich sehe es also mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Timo Scheider (Audi Sport Team Rosberg #16)

Ich bin grundsätzlich relativ zufrieden, wenn auch noch nicht mit der Platzierung. Im Verhältnis zu meinen Kollegen im 2005er Auto passt unsere Leistung nun wieder. Wir haben auf Risiko gesetzt und das komplette Auto fürs Qualifying ungebaut. Das war die richtige Entscheidung. Wir haben von dieser Startposition sicher Möglichkeiten, im Rennen in die Punkte zu fahren.

Pierre Kaffer (Audi Sport Team Phoenix #14)

Ich war voller Zuversicht für das Qualifying. Es lief auch ganz gut, und wir lagen zeitweilig auf dem zweiten Platz. Leider ist genau auf meiner schnellen Runde ein Mercedes-Fahrer aus der Box gekommen und hat mich aufgehalten, so dass ich meine Zeit nicht verbessern konnte. Das Phoenix-Team hat einen Super-Job gemacht. Es ist schade, dass wir nicht in die nächste Qualifying-Ausscheidung gekommen sind. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim nächsten Mal werden wir es auch in die Endrunde schaffen.

Christian Abt (Audi Sport Team Phoenix #12)

Ich bin sehr enttäuscht über mein Ergebnis im Qualifying. Mein Auto hat plötzlich extrem untersteuert. Wir wissen noch nicht, warum das so war. Das müssen wir nun in Ruhe analysieren.

Olivier Tielemans (Futurecom TME #19)

Ich bin eigentlich recht zufrieden mit meinem ersten DTM-Qualifying, denn ich sitze erst den zweiten Tag im Auto. Ich musste an diesem Wochenende so viel lernen. Ich habe mein Bestes versucht und bin nur eine Zehntelsekunde von den anderen 2004er Autos im Starterfeld entfernt. Für den Anfang ist das gar nicht schlecht, vor allem, da ich weniger Erfahrung als die anderen Fahrer habe.

Vanina Ickx (Futurecom TME #20)

Das war nicht gerade ein perfekter Tag für mich. Im Freien Training bin ich leider von der Strecke gerutscht, als wir für das Qualifying trainieren wollten. Ich konnte am Morgen nicht ausprobieren, wie sich das Auto auf neuen Reifen anfühlt. Wir mussten also einfach einen Anlauf im Qualifying wagen, der nicht so gut lief. Alles ist neu, ich muss noch viel lernen. Leider war es noch kein so guter Start. Ich werde mich hoffentlich steigern.

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline)

Das erste Qualifying der Saison war sehr aufregend. Es war wirklich brisant, die Autos waren sehr eng beieinander. Zudem haben sich die Streckenverhältnisse geändert. Wir hätten uns etwas mehr erwartet, aber mit dieser Situation müssen wir jetzt leben.

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix)

Ich bin ziemlich enttäuscht, denn nach unserer Leistung am Vormittag hätten wir besser sein müssen. Mal gab es ein Untersteuern am Fahrzeug, ein anderes Mal kamen unsere Fahrer in den Verkehr. Alles lief gegen uns. Wir hatten gedacht, dass wir mit mindestens einem Auto unter den ersten Acht sein werden. Unser Ergebnis ist ernüchternd, denn die eigentliche Performance hätte durchaus mehr ermöglicht.

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg)

Das war ein recht spannendes Qualifying. Im ersten Teil waren wir natürlich sehr nervös, aber es hat gut funktioniert. Im zweiten Teil waren wir auch nicht so schlecht dabei. Fürs erste Mal bin ich zufrieden. Wir haben viel gelernt und müssen noch einiges umsetzen.



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