Nicht wenige Fans und Experten hatten es als Lösung für die von hausgemachten, bösen Zungen zufolge Einschlafschwierigkeiten vor dem TV-Bildschirm vorbeugenden Qualifyingproblemen befallene Formel 1 angesehen; nun steht es selbst vor der Ablösung: Das bisherige Qualifying-Format der DTM.

Ohne Not nehmen die DTM-Verantwortlichen nach monatelangen Spekulationen Abschied vom bewährten System, das nach 30-minütigem Zeittraining in der Super Pole ein Einzelzeitfahren der schnellsten zehn Piloten vorsah. So beschloss der DMSB nach Angaben von motorsport aktuell ein vollkommen neues Format für die kommende Saison, das nach dem "Shoot-out-Prinzip" vonstatten gehen soll.

Was gefährlich klingt, verspricht auch nach genauerer Betrachtung einen spektakulären Samstag: Nachdem alle 20 Piloten für 15 Minuten auf die Jagd nach der schnellsten Runde gehen, scheiden die sechs langsamsten Fahrzeuge aus. Wenige Minuten später bleiben den übrigen 14 Piloten zehn Minuten Zeit, sich für den letzten Durchgang zu qualifizieren - übrig bleiben die Fahrer mit den acht besten Zeiten, die in der letzten, siebenminüten Runde um die Pole Position kämpfen.

Insbesondere für den ersten Durchgang mit zwanzig Fahrzeugen scheinen zwar die Diskussionen um absichtliche und unabsichtliche Blockaden programmiert, ist die Rundenzahl doch in keiner der drei Runden begrenzt. Dennoch darf sich der Zuschauer wohl der Spannung des neuen Formats sicher sein - schließlich ist es nicht für schwache Fahrernerven konzipiert...