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Lärm-Zoff: DTM-Autos verlieren weitere Zeit bei Hockenheim-Test

Der Lärm-Vorfall rund um die GT4-Autos bei den DTM-Testfahrten auf dem Hockenheimring hat weitere Konsequenzen für den heutigen Donnerstag.
von Robert Seiwert & Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Der 'Lärm-Zoff' war das große Thema unter den Motorsport-Fans beim Auftakt der DTM-Testfahrten auf dem Hockenheimring. Weil einige BMW M4 der Kategorie GT4 aus der Rahmenrennserie DTM Trophy die erlaubten Lärmbestimmungen überschritten, musste die Rennleitung am Mittwochmorgen rote Flaggen zeigen und später sogar die Mittagspause um eine Stunde verlängern, um den üblichen Bestimmungen einer Rennstrecke gerecht zu werden.

Und die Geräusch-Thematik hat weitere Folgen: Auch an diesem Donnerstag, dem zweiten Tag der offiziellen DTM-Testfahrten, wird die Mittagspause auf zwei Stunden gestreckt. Der Grund: Die DTM-Dachorganisation ITR hat sich entschieden, den heutigen Tag als einen sogenannten B-Test anzumelden.

In diesem Fall dürfen Autos mit einer Lautstärke von bis zu 109 Dezibel ihre Runden in Hockenheim drehen. Die GT4-Boliden sind offenbar lauter unterwegs als ihre GT3-Pendants und erreichten Werte von 105 bis 107 Dezibel.

Allein durch die kurzfristige Ummeldung können die BMW M4 GT4 von Walkenhorst Motorsport und Hofor Racing by Bonk Motorsport, die als einzige Vertreter der DTM Trophy in Hockenheim testen, ihr Programm durchziehen. Wäre der Test weiterhin mit der Lärmklasse C gelaufen, hätten die beiden BMW-Teams einpacken müssen.

Walkenhorst: Waren sehr verwundert

"Die Ereignisse gestern haben uns auch überrascht", sagt Walkenhorst-Teammanager Niclas Königbauer zu Motorsport-Magazin.com. "Als die ITR uns informiert hat, waren wir sehr verwundert. Im vergangenen Jahr gab es diesbezüglich kein einziges Problem, egal, wo wir gefahren sind. Wir konnten der ITR jetzt glaubhaft versichern, dass wir mit den Möglichkeiten hier vor Ort nicht in der Lage gewesen wären, etwas zu ändern."

Nach der Entscheidung der ITR können die BMW M4 GT4 am heutigen Donnerstag ihr Testprogramm parallel zur Arbeit der DTM-Teams fortsetzen. Wegen der Ummeldung des Tests von der Lärmbestimmung C (maximal 98 Dezibel) auf B (maximal 109 Dezibel) ändert sich der Ablauf auf dem Hockenheimring erneut: Weil nun lautere Autos erlaubt sind, wird die Mittagspause um eine Stunde verlängert und dauert von 12:00 bis 14:00 Uhr.

Nur die DTM verliert Streckenzeit

Bemerkenswert: Durch die Änderung verlieren die GT4-Teams keine Streckenzeit, während die Rennställe der DTM - darunter auch Walkenhorst mit einem BMW M6 GT3 und Marco Wittmann als Einsatzfahrer - mit einer Stunde weniger auskommen müssen. Die DTM-Trophy-Sessions sind für 09:00 bis 10:00 Uhr sowie 14:00 bis 15:55 Uhr angesetzt.

Die DTM-Autos dürfen von 09:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr auf die Strecke. Am Mittwoch hatten die DTM-Teams wegen schlechter Sicht und Wetterbedingungen, drei roten Flaggen und der verlängerten Mittagspause mehr als 2:20 Stunden Streckenzeit verloren.

Der 'Lärm-Vorfall' hatte nur wenige Minuten nach dem Test-Auftakt am frühen Mittwochmorgen seinen Lauf genommen. Messgeräte, die in Kurve 1 auf dem Hockenheimring aufgestellt sind, registrierten Werte, die die Grenze des Erlaubten überschritten. Rote Flaggen waren die Folge. Insgesamt kam es sogar zu sechs Lärm-Verstößen, bei denen Autos mit einer Lautstärke zwischen 105 und 107 Dezibel gemessen wurden.

DTM-Testfahrten Hockenheim: Video-Zusammenfassung zu Tag 1: (01:41 Min.)


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