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DTM Nürburgring: Müller-Frust nach Dreher

Pech für Nico Müller am bei der DTM am Nürburgring. Nach einem Dreher in der Anfangsphase ist der Kampf um die Meisterschaft wieder weit offen.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Nico Müller ist mit einer deutlichen Punkteführung in das zweite Nürburgring-Wochenende gegangen. Doch im ersten Rennen war er schon nach kurzer Zeit am Ende des Klassements. Nach einem frühen Undercut und einer Aufholjagd, schnappte sich der Tabellenführer immerhin noch P5. Dennoch ist das Punktepolster, mit dem er angereist ist, beträchtlich geschmolzen.

Das Rennen war erst zwei Runden im Gange, ehe eine Safety-Car-Phase für Debris in der letzten Kurve ausgerufen wurde. Müller, der nach dem Start auf Platz 4 zurückgefallen war, wurde beim folgenden Restart dann von Jonathan Aberdein und Marco Wittmann in die Zange genommen. Erst kam es zu einer Berührung mit Wittmann, in der Folge touchierte Jamie Green das Heck des Abt-Piloten und beförderte ihn somit in einen Dreher.

"Ich denke der Hauptgrund für den Unfall ist, dass 13 Wagen im Feld sind, für die es nichts mehr zu verlieren gibt", nahm Müller nach dem Rennen frustriert zur Kenntnis. Trotzdem wollte Müller keine Schulvorwürfe an einen seiner Konkurrenten aussprechen. "Es war eine chaotische Situation, in der jeder irgendwie versucht hat Plätze gutzumachen und dann hatte ich einen unglücklichen Kontakt mit Jamie, der mich gedreht hat. Dennoch sollte so etwas nicht passieren"

Platz 5 nach Aufholjagd

Im restlichen Rennen zeigte Müller dann, warum er zurecht auf der Spitze der Punktetabelle steht. Im hinteren Feld hatte er schnell den Anschluss zum Feld wiederhergestellt und machte eine Position nach der anderen gut. Auch sein früher Boxenstopp in Runde 9 erwies sich als Glücksgriff. Denn in den folgenden Runden kam Müller dadurch bis auf die sechste Position nach vorne. Beim zweiten Safety-Car-Restart schnappte er sich sogar den fünften Platz. Die Safety-Car-Phasen sorgten anschließend auch dafür, dass er seine Reifen bis ins Ziel am Leben halten konnte und so diese Position ins Ziel rettete.

Dass es am Ende noch für Platz 5 reichte war für den Schweizer nur ein leichter Trost, während sein Titel-Kontrahent und Teamkollege Robin Frijns en Sieg einfuhr. Bereits am letzten Sonntag war Müller in Führung liegend nach einem Leistungsverlust nur auf Platz 5 ins Ziel gekommen. Auch damals ging der Sieg an Frijns. Nach dem heutigen Rennen ist die Führung des Abt-Piloten in der Gesamtwertung auf 16 Zähler geschmolzen.


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