Einiges Aggressionspotenzial bot der heutige Samstag für Jean Alesi, seit jeher nicht dafür bekannt, stets einen kühlen Kopf zu behalten: Nachdem er im bereits im Freien Training eher schlecht abgeschnitten hatte, flog er im Qualifying infolge eines Fahrfehlers in der Marlboro-Kurve von der Strecke ab, beschädigte sich im Kiesbett die Frontpartie seiner Mercedes C-Klasse und vermochte aus eigener Kraft nicht mehr auf die Strecke zu gelangen. Das Aus in Qualifying und Super Pole, ein 19. Startplatz als bescheidene Ausgangsposition im morgigen Rennen.
Anschließend war es Alesi gegenüber den ARD allerdings überraschenderweise "egal, vorne oder hinten" zu stehen, schließlich erhalte er "keine technische Unterstützung vom Team" - eine unerwartet harte Kritik an seinem H.W.A.-Team. Der Ausdruck eines seit langem im Hintergrund schwelenden Konflikts innerhalb des Teams oder ein punktueller und nicht weiter zu beachtender Wutausbruch?
Auf die Aussagen seines Piloten angesprochen reagierte Norbert Haug gelassen. Schließlich sei man die Stimmungsschwankungen des emotionalen Franzosen gewohnt, die sich zwischen "himmelhochjauchzend" und "zu Tode betrübt" bewegten. Alesi müsse noch lernen, seine "Emotionen unter Kontrolle zu halten".

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