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DTM-Rahmenprogramm: Timo Bernhard startet Steer-by-Wire-Projekt

Ein Porsche ohne mechanische Lenksäule: Le-Mans-Sieger Timo Bernhard engagiert sich beim innovativen Steer-by-Wire-Projekt im DTM-Rahmenprogramm.

Motorsport-Magazin.com - Das KÜS Team75 Bernhard ist in dieser Saison des GTC Race und Goodyear 60 Teil eines überaus innovativen Projekts, mit dem die Steer-by-Wire-Technologie Space Drive der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG weiterentwickelt werden soll. Zu diesem Zweck wird das Team aus Bruchmühlbach-Miesau den ersten Steer-by-Wire-Porsche 911 GT3 R, der ganz ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkgetriebe und Lenksäule auskommt, für die Schaeffler Paravan im Rahmen des GTC Race einsetzen.

Ziel der Einsätze ist, die technische Leistungsfähigkeit, Robustheit und volle Funktionalität der Technologie unter den extremen Belastungen des Rennsports unter Beweis zu stellen. Als Stammfahrer für das Space Drive Technologie Team wurde der erfahrene GT-Pilot David Jahn verpflichtet, der bereits in der Vergangenheit für das KÜS Team75 Bernhard im ADAC GT Masters erfolgreich startete.

Um eine objektive Beurteilung des Systems zu ermöglichen, werden weitere Fahrer aus dem KÜS Team75 Bernhard Fahrerkader zum Einsatz kommen. "Der erste Fahreindruck war besser als gedacht. Ich habe mir das weniger reell vorgestellt," berichtet Langstreckenweltmeister und Le Mans-Gesamtsieger Timo Bernhard nach dem ersten Test. "Jetzt geht es darum die Feinheiten zu optimieren, noch mehr Rückmeldung an den Fahrer zu bringen, vor allem beim Einlenken in die Kurve."

Neben dem Team75 Bernhard-Porsche werden mindestens drei weitere Fahrzeuge von anderen Herstellern, ausgerüstet mit Space Drive, zum Einsatz kommen.

Das KÜS Team75 Bernhard startet auch im Rahmenprogramm der DTM - Foto: GTC Race

"Wir möchten uns ein umfassendes Bild von der Leistungsfähigkeit sowie von der Robustheit des Systems machen", unterstreicht Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co.KG. "Dabei ist es unabdingbar Fahrzeuge verschiedener Fabrikate und Fahrzeugkonzepte zum Einsatz zu bringen, die von unabhängigen Rennställen eingesetzt werden. Die Erkenntnisse aus den Rennen sowie die gewonnen Daten fließen permanent in die Weiterentwicklung und Industrialisierung des Systems und kommen bereits heute den Nutzern von Space Drive 2 zugute, im Bereich Fahrzeugindustrie, wie in der Behindertenmobilität."

"Ich freue mich sehr über das gemeinsame Entwicklungs -und Technologieprojekt mit der Schaeffler Paravan Technologie. Die Aufgabe vom KÜS Team75 Bernhard Team wird sein, den Porsche 911 GT3 R optimal auf die Gegebenheiten der jeweiligen Rennstrecke, in Verbindung mit der Steer-by-Wire-Technologie abzustimmen, um einen reibungslosen Testeinsatz zu gewährleisten", sagt Teammanager Klaus Graf.

Die Serie GTC-Race wird für das Entwicklungs- und Technologieprojekt Steer-by-Wire als Testplattform genutzt. Bereits in der vergangenen Saison war die Schaeffler Paravan Technologie mit dem ersten Steer-by-Wire-Rennwagen, der in der Geschichte des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) zugelassen wurde - einem Audi R8 LMS GT3 - am Start und konnte in den vier Rennen zuverlässig in die vorderen Plätze fahren. Verschiedene GT-Fahrzeuge und Sportwagen gehen auch in dieser Saison wieder an den Start. Darunter auch im Rahmenprogramm der DTM.


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