DTM

Coronavirus in Italien: DTM-Testfahrten in Monza ungewiss

Der Ausbruch des Coronavirus in Norditalien könnte Auswirkungen auf die geplanten DTM-Testfahrten in Monza Mitte März haben.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Das grassierende Coronavirus hat sich längst auch auf den Motorsport ausgewirkt. Formel 1 und Formel E haben vorsorglich geplante Rennen in Shanghai respektive Sanya vorläufig abgesagt. Jetzt bedroht die neuartige Lungenkrankheit auch eine vorgesehene Veranstaltung der DTM. Die offiziellen ITR-Testfahrten in Monza vom 16. bis 18. März 2020 stehen seit dem Ausbruch des Virus in Norditalien zur Diskussion.

Ob der dreitägige Test erstmals auf dem italienischen Formel-1-Kurs vor den Toren Mailands stattfinden kann, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht voraussagen. Die Verantwortlichen von ITR, Audi und BMW beobachten die momentanen Entwicklungen sehr genau. 2020 gibt die DTM beim fünften Saisonlauf ihr Renndebüt in Monza (26.06.-28.06.)

Bis Montagabend sind laut italienischen Behörden sechs Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, mehr als 200 wurden infiziert. Am stärksten betroffen sind die Regionen Lombardei und Veneto im Norden des Landes.

"Wir beobachten den Ausbruch von Coronavirus-Infektionen in Norditalien sehr genau - insbesondere im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die geplanten ITR-Testfahrten in Monza (16. bis 18. März)", teilt ein DTM-Sprecher mit. "Wir sind mit den zuständigen Stellen im Austausch, um die Situation genau zu erfassen. Das Wohlergehen des gesamten DTM-Personals und aller Partner der ITR genießt natürlich unsere höchste Priorität, und wir werden über einen neuen Stand informieren, sobald wir mehr wissen."

Sollten die DTM-Testfahrten in gut drei Wochen nicht in Monza ausgetragen werden können, gelten Rennstrecken in Deutschland als Alternative. In der Vergangenheit drehte die Tourenwagenserie ihre Testrunden auf dem Lausitzring sowie auf dem Hockenheimring. Am geplanten Datum des ITR-Tests Mitte März soll sich nach Möglichkeit nichts ändern.

In Italien herrschen wegen des Coronavirus auch über sportliche Events große Diskussionen, vor allem im Fußball. Vier Spiele in der höchsten Liga, der Serie A, wurden am vergangenen Wochenende verschoben. Um den Spielbetrieb im EM-Jahr aufrechtzuerhalten, sind nun 'Geisterspiele' unter Ausschuss der Öffentlichkeit angesetzt. So auch die Europa-League-Partie zwischen Inter Mailand und dem bulgarischen Klub Ludogorez Rasgrad am kommenden Donnerstag.

Weitere Sportveranstaltungen in Italien stehen auf der Kippe. Am kommenden Wochenende sollen die Skirennläuferinnen eigentlich in La Thuille antreten. Kurz nach dem DTM-Test in der Nähe von Mailand sind zudem am 21. März der Radklassiker Mailand-Sanremo sowie das Saisonfinale der alpinen Skirennfahrer in Cortina d'Ampezzo angesetzt.

Im Zuge des Coronavirus-Ausbruches in China hatten Formel E und Formel 1 frühzeitig die Reißleine gezogen und geplante Rennen im chinesischen Badeort Sanya (21. März) sowie in der Metropole Shanghai (19. April) auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob die Rennen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, steht bislang nicht fest.


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