DTM

DTM-Kommentar: Action auch ohne Safety-Car-Lotterie

Spektakel mit Sicherheit auch ohne Safety Car: Die Rennen in Assen haben gezeigt, dass die DTM gut auf künstliches Spektakel verzichten kann.
von Robert Seiwert
DTM Assen 2019, Sonntags-Rennen: Zusammenfassung und Highlights: (03:48 Min.)

Danke, danke, DTM: Endlich mal wieder ein richtiges Rennen. Ohne dieses Safety Car. Haben wir dieses Jahr eh viel zu oft gesehen, sechs Mal in zehn Rennen. Und nach Assen merken wir: Es braucht gar nicht diese Glücks-Lotterie, um für Action zu sorgen.

Das schaffen die Fahrer schon selbst. Endlich, ja endlich, können wir über das Bändigen der 600 PS starken Turbo-Biester diskutieren. Das kann der eine nun mal besser als der andere.

Gilt auch fürs Reifen-Management. Endlich spielen die Hankooks eine tragende Rolle, der richtige Umgang und das Autosetup entscheiden über Sieg und Niederlage. Bekam diesmal sogar Rene Rast, das Aushängeschild der DTM, zu spüren.

Wir wollen uns an Rad-an-Rad-Kämpfen erfreuen, an echten Typen (Rast, Wittmann, Müller, um nur ein paar zu nennen), an spannenden Strategien - und nicht über Sinn und Unsinn eines Safety Cars diskutieren. Bitte nur noch, wenn es wirklich angebracht und notwendig ist.

Ja, die Indy-Restarts sehen spektakulär aus. Lieber sind mir aber 55 packende Rennminuten mit allem, was im Rennsport dazu gehört. Und keine Safety-Car-Lotterie. Dass die DTM dafür alle Zutaten hat, haben die beiden Rennen in Assen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Wasserschlacht am Samstag, Wittmanns unglaubliche Aufholjagd am Sonntag (ohne Safety Car!) und selbst bei Überflieger Rast lief (ausnahmsweise) mal nicht alles rund. Echter Sport statt künstlichem Spektakel. Hoffentlich bleibt es jetzt dabei.


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