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DTM

DTM eingebremst: Boxengassen-Tempolimit dauerhaft verschärft

Für den Rest der DTM-Saison 2018 müssen die Fahrer vom Gas gehen. Wohl als Folge der schweren Budapest-Unfälle und damit verbundenem juristischen Nachspiel.
von Robert Seiwert & Arno Wester

Motorsport-Magazin.com - Die DTM-Fahrer werden eingebremst - zumindest in der Boxengasse. Wie Motorsport-Magazin.com erfahren hat, wird das Tempolimit in der Boxengasse für die komplette restliche Saison auf 50 km/h gedrosselt. Das gilt nicht nur für die Rennen in Misano an diesem Wochenende, sondern auch für die weiteren Rennen in Spielberg, am Nürburgring sowie beim Finale in Hockenheim.

Schon am Norisring sowie bei den beiden Auslandsgastspielen in Zandvoort und Brands Hatch durften die Fahrer vom Boxeneingang bis zum Boxenausgang maximal 50 km/h fahren statt der laut DTM-Reglement üblichen 60 km/h.

Die Reduzierung des Höchsttempos hängt wohl mit den schweren Boxengassen-Unfällen beim dritten Rennwochenende in Ungarn zusammen - und einem damit verbundenen juristischen Nachspiel. Im regnerischen Rennen am Sonntag auf dem Hungaroring kam es zu drei Unfällen, bei denen sieben Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.

Die Crash-Piloten Lucas Auer, Edo Mortara und Bruno Spengler wurden nachträglich disqualifiziert. Eine Entscheidung, die im Nachgang für große, kontroverse Diskussionen gesorgt hatte. Der DMSB beharrte auf den ausgesprochenen Strafen, obwohl die drei Fahrer das Tempolimit von 60 km/h in der Boxengasse nicht überschritten hatten.

Laut Sportlichem Reglement der DTM ist es dem Renndirektor erlaubt, das Tempolimit in der Boxengasse bei Bedarf abzuändern. In Artikel 30.9 heißt es: "Während der gesamten Veranstaltung beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse zwischen den beiden Markierungen (Boxeneingang/Boxenausgang) 60 km/h. Die Änderung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse aus Sicherheitsgründen obliegt allein dem Renndirektor."


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