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DTM Brands Hatch: So funktionieren die Reifen auf dem GP-Kurs

Die DTM betritt mit der Grand-Prix-Variante in Brands Hatch Neuland. Reifenlieferant Hankook erklärt, was auf Audi, BMW und Mercedes so alles zukommt.
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In Brands Hatch beginnt an diesem Wochenende die zweite Halbzeit für Premium-Reifenhersteller Hankook in der DTM. Zehn Läufe wurden bisher in der wohl populärsten internationalen Tourenwagenserie absolviert, drei davon gewann Gary Paffett, der die Gesamtwertung vor seinem Markenkollegen Paul Di Resta und Timo Glock anführt.

Der Hankook Rennreifen hat in seiner achten DTM-Saison erneut mit außergewöhnlicher Performance und hoher Konstanz überzeugt und alle Fahrer bei unterschiedlichsten Streckenbedingungen optimal unterstützt.

Auf dem englischen Traditionskurs Brands Hatch, 30 Kilometer südöstlich von London, war die DTM zwischen 2006 und 2013 regelmäßig zu Gast. Damals wurden die Rennen auf der nur 1,973 Kilometer kurzen Indy-Variante ausgetragen, in diesem Jahr nimmt das Fahrerfeld den 3,908 Kilometer langen Grand Prix Circuit unter die Räder.

Die Naturstrecke ist eingebettet in ein Waldgebiet, hat neun Kurven und weist große Höhenunterschiede auf. So geht es vom höchsten Punkt auf der Start-Ziel-Geraden durch die ultraschnelle Paddock-Hill-Bend-Kurve mit rund 170 km/h in eine Senke. Danach folgt in der Bergauf-Passage mit der Druids-Kehre der langsamste Streckenabschnitt, der im zweiten Gang gefahren wird.

"Durch die hohe Kompression wird die Karkasse des Hankook Rennreifens in manchen Passagen etwas stärker belastet. Das hat die Performance des Ventus Race auf dem Indy-Kurs in keiner Weise beeinträchtigt und wird auch auf der langen Variante keine Auswirkungen haben", erklärt Hankook Chefingenieur Thomas Baltes. Mit drei Links- und sechs Rechtskurven wird der Reifen auf der linken Fahrzeugseite stärker gefordert, "deshalb müssen die Teams auf dieses asymmetrische Streckenlayout mit dem entsprechenden Fahrzeug-Setup reagieren, um den Verschleiß des linken Vorderreifens möglichst gering zu halten", so der Hankook Chefingenieur.

Hankook Chefingenieur Thomas Baltes - Foto: Gruppe C / Hoch Zwei

Der Fahrbahnbelag in Brands Hatch ist nicht einheitlich. Grobporiger und rauer Asphalt wechselt sich mit glatten Untergründen ab, die wenig mechanischen Grip bieten. Deshalb ist das Reifenmanagement auf dem englischen Naturkurs extrem wichtig. Der Ventus Race von Hankook muss einerseits auf den unterschiedlichen Belägen optimal zum Arbeiten gebracht werden. Andererseits dürfen Abstimmung und Fahrstil nicht zu aggressiv sein, damit das Grip-Level des Rennreifens lange konstant bleibt und voll ausgeschöpft werden kann.

Thomas Baltes: "Die Belastung des Hankook Rennreifens in Brands Hatch war auf der kurzen Indy-Variante relativ hoch, das wird auch auf der längeren Grand Prix Strecke nicht anders sein. Dazu tragen im Übrigen auch die scharfkantigen Kerbs bei. Durch den unterschiedlichen Asphalt und die großen Höhenunterschiede mit vielen Kompressionen wird die Temperatur des Venus Race in einigen Streckenabschnitten etwas ansteigen. Dafür hat der Reifen auf den Geraden die Möglichkeit, sich wieder etwas abzukühlen."


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