DTM

Jüngster Fahrer der DTM-Geschichte - Mercedes: Wehrlein ersetzt Schumacher

Ralf Schumacher beendet seine DTM-Karriere und wechselt ins Management von Mücke Motorsport. Pascal Wehrlein steigt in sein Cockpit.

Motorsport-Magazin.com - Die aktive DTM-Karriere von Ralf Schumacher ist offiziell zu Ende. Schumacher einigte sich in einem Gespräch mit Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff und Technikleiter Gerhard Ungar auf eigenen Wunsch auf eine Beendigung seiner Fahrerlaufbahn. Stattdessen übernimmt er im DTM-Team von Peter Mücke Managementaufgaben mit dem Schwerpunkt der Unterstützung und Förderung der DTM-Nachwuchsfahrer Pascal Wehrlein und Daniel Juncadella, die beide 2013 für Mücke Motorsport starten werden.

Der Mercedes- und Mücke-Familie bleibt Ralf Schumacher jedoch erhalten, er wird sich dort in Zukunft als "Coach" um die beiden jungen Piloten kümmern. "Ich habe mir in den letzten Wochen viele Gedanken über meine Zukunft gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Umbruch von Mercedes-Benz in der DTM in einer Management-Position besser unterstützen kann, als im Cockpit eines DTM Mercedes AMG C-Coupés", sagte Schumacher.

Konzentration auf Management-Rolle

Unser Fahrerkader ist mutig, aber auch ein klares Investment in die Motorsport-Zukunft von Mercedes-Benz - diese Jungs können die Stars der nächsten Jahre werden.
Toto Wolff

"In einem Gespräch mit Toto Wolff und Gerhard Ungar habe ich daher darum gebeten, meine aktive Karriere als Rennfahrer zu beenden und mich voll auf diese neue Funktion zu konzentrieren", so der dritterfolgreichste deutsche F1-Pilot. "Für mich ist es eine aufregende Herausforderung, den besten Nachwuchsfahrern mit meinem Know-how zu helfen und sie auf ihrem Weg zu einer hoffentlich erfolgreichen Motorsportkarriere zu begleiten."

Schumacher ging in den vergangenen fünf Jahren bei 54 DTM-Rennen für Mercedes-Benz an den Start. Insgesamt holte er 46 Punkte, zwei Mal stand er auf dem Podium. "Gerne wären wir gemeinsam mit Ralf Schumacher in seine sechste DTM-Saison gegangen", sagte Motorsportchef Toto Wolff. "Doch Ralf hat uns nach reiflicher Überlegung mitgeteilt, dass er seine Zukunft im Management sieht, was wir voll und ganz unterstützen. Natürlich ist es schade, einen so renommierten Fahrer zu verlieren, daher freuen wir uns umso mehr, dass er uns in seiner neuen Funktion erhalten bleibt."

Fünftes Nachwuchstalent im Kader

Schumachers Nachfolger im Cockpit, Pascal Wehrlein, wird bei seinem DTM-Einstand am 5. Mai in Hockenheim im Alter von 18 Jahren und 188 Tagen der jüngste Fahrer der DTM-Geschichte. "Mit meinem Aufstieg in die DTM geht für mich ein Traum in Erfüllung", freut sich Wehrlein. Das Mücke Team kennt der 18-Jährige bereits aus den vergangenen Jahren, in denen er zunächst im ADAC Formel Masters und danach in der Formel 3 Euroserie für das Team von Peter Mücke und Ralf Schumacher gestartet ist.

Pascal Wehrlein ist fit für die DTM - Foto: FIA F3

"Die Zusammenarbeit verlief immer bestens und ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit dem Berliner Team mein neues DTM Mercedes AMG C-Coupé für den Saisonauftakt in Hockenheim abzustimmen", sagt Wehrlein. Für Wolff passt der junge Deutsche als hoffnungsvolles Talent hervorragend in die Fahrerphilosophie der Stuttgarter. "Wir schlagen mit der Verpflichtung von Pascal, als einem von fünf noch sehr jungen Talenten, bewusst einen neuen Weg ein und sind überzeugt, dass sich das für unsere Marke auszahlen wird", so Wolff.

Investition in die Zukunft

Mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren hat Mercedes-Benz in der Saison 2013 das jüngste Fahrerteam aller drei Hersteller in der DTM. "Unser Fahrerkader ist mutig, aber auch ein klares Investment in die Motorsport-Zukunft von Mercedes-Benz - diese Jungs können die Stars der nächsten Jahre werden", betont Wolff. "Auf diesem Weg übernimmt Ralf eine sehr wichtige und bedeutende Rolle, indem er mit seiner langjährigen Erfahrung unseren jungen Fahrern beratend zur Seite steht."

Generell ist das Mücke-Team in dieser Saison deutlich näher an die "echten" Werksteams angebunden. Mercedes verspricht sich davon eine effizientere Nutzung des vorhandenen DTM-Budgets, sprich, dann 2013 auch sechs wirklich gute Autos zu haben, nicht wie 2012 vier bessere und vier etwas schlechtere.


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