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Attacke im Rennen - Rockenfeller: P2 war drin

Mike Rockenfeller hadert bei Motorsport-Magazin.com mit dem Fahrfehler in Q4. Im Rennen rechnet sich der Audi-Pilot aber weiterhin gute Chancen aus.
von Fabian Schneider & Olaf Mehlhose

Motorsport-Magazin.com - Die Leistung in Q3 war vielversprechend. Mike Rockenfeller galt nach seiner Top-Zeit in der dritten Session des Qualifyings am Nürburgring als einer der Favoriten auf die Pole Position. Doch nach einem Fahrfehler kurz nach Beginn seiner schnellen Runde hatte sich das Thema erster Startplatz für den Phoenix-Fahrer schnell erledigt. "In Kurve 3 habe ich mich vertan", berichtete er bei Motorsport-Magazin.com. "Ich habe nicht zu spät gebremst, aber dafür hatte ich ein stehendes Rad. Damit war die Runde nach der dritten Kurve kaputt, das war schade."

Für P1 hätte alles perfekt klappen müssen, die Runde von Bruno war schon sehr stark.
Mike Rockenfeller

Mit Platz vier in der Endabrechnung sei er unter seinen Möglichkeiten geblieben, urteilte Rockenfeller. "Platz zwei wäre mit einer normalen Runde drin gewesen. Für P1 hätte alles perfekt klappen müssen, die Runde von Bruno [Spengler] war schon sehr stark. Aber Zweiter wäre ich gerne geworden, Vierter ist ein bisschen enttäuschend." Die Attacke auf die vorderen Plätze soll nun im Rennen erfolgen. "Mindestens", antwortete er auf die Frage, ob es sein Ziel sei aufs Podium zu fahren. "Es sieht nicht schlecht aus. Mit einem guten Start ist viel drin."

Das Fazit von Filipe Albuquerque fiel weitaus positiver aus. Der Portugiese freute sich, endlich auch mal im Zeittraining sein Leistungsvermögen ausgeschöpft zu haben. "In der ersten Saisonhälfte hatte ich die Pace, aber das Auto hat nicht so reagiert, wie ich es mir gewünscht habe", berichtete er. "Deshalb waren die Sommertests wichtig, ich habe das Auto besser kennengelernt." Das habe sich auf dem Nürburgring am gesamten Wochenende bemerkbar gemacht, meinte der Audi-Fahrer. "Das Freie Training war schon sehr gut und heute ist es fantastisch gelaufen. Die Runde in Q3 war wirklich gut."

In meinem Fall war das Griplevel nicht so gut, der Druck auf den Vorderreifen war nicht optimal und ich hatte leichtes Untersteuern.
Filipe Albuquerque

Dass BMW-Fahrer Bruno Spengler den Audi-Piloten die Pole vor der Nase weggeschnappt habe, wurmte ihn dennoch ein wenig. "In meinem Fall war das Griplevel nicht so gut, der Druck auf den Vorderreifen war nicht optimal und ich hatte leichtes Untersteuern", erklärte der Meisterschafts-14. "Der Rückstand auf Bruno resultiert daraus." Doch Albuquerque traut sich durchaus zu, noch in den Kampf um den Rennsieg mit einzugreifen. "Bruno hat sich zwei neue Reifensätze aufgespart, das wird nicht einfach", meinte er. "Aber im Rennen kann viel passieren. Ich habe auf jeden Fall noch eine Chance."


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