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DTM / Hintergrund

Staffel-Wirrwarr erklärt - München: So läuft der Rennmodus am Samstag

Der Rennmodus beim Münchner Show-Event ist nicht ganz einfach. Motorsport-Magazin.com erklärt, wie der Samstag im Olympiastadion abläuft.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Die DTM gastiert zum Show-Event im Münchner Olympiastadion. Meisterschaftspunkte gibt es zwar nicht, dafür aber einen neuen Renn-Modus im Vergleich zur Premiere im vergangenen Jahr. Motorsport-Magazin.com erklärt alle wichtigen Infos zum Samstag und zeigt die einzelnen Duelle auf.

Am Samstag kommt es zum Novum: Im so genannten Staffel-Modus kämpfen die 22 DTM-Piloten im K.o.-System um den Hersteller-Titel. So funktioniert's: Zunächst einmal treten die Fahrer in markeninternen Duellen gegeneinander an. Jeweils der Schnellste und Viertschnellste respektive der Zweit- und Drittschnellste bilden ein Marken-Duo. Diese Fahrergespanne fahren dann im K.o.-Modus gegeneinander, bis nach Viertelfinale und Halbfinale das Sieger-Marken-Team im Finale ermittelt wird.

Staffel-Modus im Stadion

Im Viertelfinale fahren also sechs Teams - je zweimal Audi, Mercedes und BMW - bei zweimal drei Rennrunden gegeneinander. Während die ersten beiden Fahrer auf der Strecke sind, warten deren Team-Kollegen in der Boxengasse auf ihren Einsatz. Nachdem die erste Hälfte der Renndistanz zurückgelegt ist, biegen die Piloten in die Boxengasse ein und die Wartenden starten in die zweite Rennhälfte.

Nach den ersten drei Duellen im Viertelfinale erreichen drei Marken-Teams das Halbfinale. Das vierte Duo wird durch den "Lucky Loser" ermittelt: das schnellste Verliererteam oder das schnellste Duo des Herstellers, der es nicht bis in das Halbfinale geschafft hat. Im Halbfinale erhöht sich die Renndistanz von drei auf vier Runden. Die Fahr-Distanz im Finale der besten beiden Marken-Duos: viermal drei Runden auf der 614 m langen Strecke. Im Kampf um Platz drei werden zweimal vier Runden gefahren.

Ein praktisches Beispiel

Nicht ganz einfach, der neue Modus. Deshalb ein praktisches Beispiel anhand von BMW: In der ersten Runde tritt Bruno Spengler als derzeit bestplatzierter BMW-Fahrer gegen Dirk Werner an, der in der DTM-Tabelle als 18. aktuell schlechtester BMW-Pilot ist. Martin Tomczyk (4. in der DTM) fährt gegen Joey Hand (16.), Augusto Farfus (9.) gegen Andy Priaulx (12.).

Die jeweils vier besten Piloten erreichen das Viertelfinale und bilden somit eines von zwei BMW-Teams. Sprich: Würde Spengler im Duell gegen Werner gewinnen und gleichzeitig die schnellste Rundenzeit erzielen, fährt er für das BMW-Team 1, weil er die schnellste Zeit aller BMW-Piloten gefahren ist. Sein Teamkollege im 1. BMW-Duo wäre der Pilot mit der viertschnellsten Zeit. Nach den drei marken-internen Duellen fliegen zwei BMW-Piloten komplett raus, weil nur die besten Vier ins Team-Viertelfinale einziehen.

Bei Audi kommt es am Samstag zu folgenden internen Marken-Duellen: Timo Scheider trifft auf Miguel Molina, Edoardo Mortara muss sich gegen Filipe Albuquerque bewehren. Mike Rockenfeller tritt gegen Adrien Tambay an und Mattias Ekström gegen Rahel Frey. Die Mercedes-Duelle im Überblick: David Coulthard gegen Ralf Schumacher, Christian Vietoris gegen Robert Wickens, Jamie Green gegen Roberto Merhi und Gary Paffett gegen Susie Wolff.