DTM

Nicht unterkriegen lassen - Scheider: Ich kenne Demut bereits

Timo Scheider hat Motorsport-Magazin.com geschildert, warum es in Brands Hatch nicht wie geplant lief.
von Fabian Schneider & Frederik Hackbarth

Motorsport-Magazin.com - Eigentlich sollte es nach den ersten Punkten am Lausitzring für Timo Scheider wieder aufwärts gehen. Doch schon nach dem Qualifying und Startplatz 15 war klar, dass der zweifache Champion auch in Brands Hatch keine Chance auf ein Top-Resultat hatte. Am Ende fiel Scheider sogar ganz aus, es war schon die zweite Nullrunde in diesem Jahr.

Das Wochenende fing mit S... an und hat mit S... aufgehört
Timo Scheider

"Das Wochenende fing mit S... an und hat mit S... aufgehört", erläuterte Scheider im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Immerhin hat man bereits feststellen können, welches Problem im Qualifying vorlag. "Es wurde ein defekter Dämpfer gefunden. Das ist ein Einheitsteil, umso frustrierender, dass es bei mir kaputt geht."

Auch im Rennen kam Scheider nicht weit, nach 55 von 97 Runden musste er aufgeben. "Nach dem zweiten Boxenstopp haben wir Aussetzer gespürt, die dann für eine Runde weg fahren, aber kurz danach wieder stärker wurden. Auf Platz 14 oder 15 macht es keinen Sinn, einen Motorschaden zu riskieren, also haben wir aufgehört", so Scheider, der als Ursache einen verschmutzten Sensor vermutet.

Scheider verpasste in der Startphase den Anschluss - Foto: Audi

Auch ohne die Probleme hätte es in Brands Hatch aber wohl kaum für Punkte gereicht, denn zeitweise war er auf Platz 20 unterwegs. "Eigentlich hatte ich einen guten Start, habe schon einige Plätze gutgemacht. In Kurve zwei war ich außen, dort ging mir leider der Platz aus und ich musste in die Wiese", so Scheider über die Anfangsphase. "Wir haben dann einen frühen Stopp eingelegt und die Pace war mit dem schweren Auto eigentlich ganz gut, ich konnte sogar zwei Positionen gutmachen, obwohl ich beim Boxenstopp zwei Sekunden durch eine fehlende Radmutter verloren hatte."

Unterkriegen will sich Scheider allerdings nicht lassen, auch wenn schon fast ein Drittel der Saison vorüber ist. "In den harten Jahren bei Opel habe ich Demut kennenlernen dürfen, ich habe schon schwerere Sachen hinter mir", gibt sich der Audi-Pilot kämpferisch. "Letztes Jahr ist Paffett im Niemandsland gefahren und jetzt dominiert er. Vielleicht trifft es nun mich, ich will aber nicht auf das nächste Jahr warten."


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