Oliver Jarvis war einer der Verlierer des Wetterchaos am Nürburgring. Denn während sein Teamkollege Mattias Ekström seinen Audi auf Pole stellen konnte, kam der Brite nicht über Q1 und damit Platz 15 hinaus. "Ich bin wirklich enttäuscht", machte Jarvis im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com keinen Hehl aus seinen Gefühlen. "Heute war komplett scheiße. Es war ein Desaster."

Bis zum Ende des ersten Qualifyings sah es so aus, als würde er den Sprung locker schaffen. Jarvis lag nach seiner Runde auf Rang acht und die anderen Piloten erzielten aufgrund der äußeren Bedingungen keine Verbesserungen mehr. Man dachte es sei genug, bis die Strecke abtrocknete. "Dann sah es so aus, als würde die Strecke abtrocknen und wir gingen hinaus. Ich war unmittelbar hinter Gary [Paffett] und Timo [Scheider] und ich erreichte die gleichen Zeiten. Doch dann bekam ich als Erster die karierte Flagge zu sehen. Gary war nur 200 Meter vor mir und hat es noch geschafft", schilderte der Brite.

Der schnelle Weg zurück

Die letzte gezeitete Runde - die Jarvis verwehrt blieb - sorgte bei den meisten Piloten nochmals für eine deutliche Verbesserung. Das erfuhr er dann auch, als er sich auf dem Rückweg zu seinem Team befand. "Auf der Hälfte des Weges zur Box war ich noch Zehnter. Doch dann hieß es über Funk: Elfter, Zwölfter, 13, 14, und dann ging Gary über die Linie und ich war 15."

Damit war der Tag für Jarvis früh beendet und er war untröstlich, da sein Auto wesentlich mehr hätte leisten können. "Wir dachten wirklich, wir wären sicher. Es lag nur am Timing. Heute hatten wir wirklich Pech", zeigte er auf.

Nun will der Brite versuchen, sich im Rennen noch zu verbessern. "Es wird ein wirklicher Kampf. Wenn es trocken bleibt, wird es ein langes Rennen", so Jarvis, der sich dringend Regen wünscht, da es sonst für ihn ein nahezu aussichtsloser Kampf werden wird. "Das Wetter sieht für morgen gut aus, was ein Desaster ist, denn wenn ich dann mal Regen brauche, sieht es sehr gut aus", bedachte er sarkastisch. Dennoch kommt Aufgeben nicht infrage: "Ich werde so hart ich kann kämpfen und man muss einfach abwarten und schauen."