Alles musste sehr schnell gehen. Am Donnerstag erhielt Tom Kristensen per Sms die Bestätigung seines Renneinsatzes für den verletzten Mike Rockenfeller. "Man hat mich kurzfristig angesprochen und gefragt. Ich habe ja gesagt, da das Ehrensache ist, wenn dein Team dich braucht", schilderte Kristensen die Entscheidung gegenüber Motorsport-Magazin.com.
Letzter Einsatz: Finale 2009
Am Freitag um 7:45 Uhr hieß es dann Gurte, Sitz, Helm und Funk anzupassen und einzubauen. "Denn ich war bei keinem DTM-Rennen mehr, seit dem Finale 2009 und bin damals das letzte Mal in einem DTM-Auto gesessen", zeigte der Däne auf. Er selbst war allerdings nicht überrascht, dass er sein Auto nach 20 Monaten Pause sofort wieder auf Platz sieben stellen konnte. "Nach gestern war diese Leistung nicht überraschend für mich. Wenn man mich gestern gefragt hätte, hätte ich bestimmt gesagt, es wird sehr schwierig", so Kristensen.
Doch bereits in Q2 erlebte der Audi-Pilot eine Schrecksekunde, als er von der Strecke abkam. "[Oliver] Jarvis hatte das gleiche Problem und angeblich war Susie [Stoddart] in der Kurve davor draußen und dann lag dort Kies. Dann haben meine Bremsen blockiert, aber ich war drei Zehntel schneller. Das war meine beste Runde, das wäre ansonsten noch schneller gewesen. Aber die Strecke war zu diesem Zeitpunkt schon schlechter, weil das mich und vielleicht auch andere behindert hat", sagte Kristensen.
Q3 war nicht gut gelungen

Dieses Problem hätte ihn in Q3 allerdings nicht mehr behindert. "Aber es war etwas kühler und ich hatte weniger Grip und das Auto ist auf der Geraden vor Kurve eins etwas mehr gehüpft", so der Däne. Aus diesem Grund hätte er sich mit dem Bremspunkt vertan und sei über die Kurbs gefahren. Ein weiter Versuch wurde dann durch Übersteuern an seinem Audi behindert. "Q3 war nicht gut gelungen", zog er sein eigenes Fazit.
Problematisch werde es im Rennen, mit den für ihn neuen Reifen, richtig umzugehen. "Es wird schwieriger, denn im Longrun haben die anderen schon einen großen Vorteil mit den Reifen. Da habe ich nicht die Erfahrung, wie das Feedback bezüglich des Limits ist", schilderte er. Nun will er im Warmup am Sonntag nochmals Longrun-Versuche unternehmen. "Wenn ich es schaffe den richtigen Punkt zu finden, habe ich gute Voraussetzungen für das Rennen, ansonsten wird es schwierig", verriet Kristensen.

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