Martin Tomczyk, der das letzte Rennen in Spielberg gewann, war mit gemäßigten Hoffnungen in die Lausitz gereist und war nach Platz vier in der Qualifikation positiv überrascht. "Dass es hier so gut läuft, hätte ich nicht erwartet", erklärte der Audi-Pilot gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Aber jetzt müssen wir das Rennen abwarten."

Grip-Probleme

Dennoch habe das gesamte Team Schwung aus dem Erfolg in Österreich mitgenommen. Doch zunächst schien die Qualifikation nicht so gut für Tomczyk zu laufen. "Ich musste in Q2 zweimal fahren, da wir einfach Probleme hatten, den Grip in den Reifen zu bekommen", zeigte er auf. Da sich die Situation in Q4 noch verschlimmerte, war nicht mehr möglich.

"Dann mit den gebrauchten Rädern und dem Setup das wir hatten, war es nicht möglich die Reifen zum Arbeiten zu bringen", so Tomczyk. Seine sehr gute Rundenzeit, die er noch im Training gefahren war, erklärte der Rosenheimer durch die wärmeren Außentemperaturen am Vormittag. "Da war es in jedem Fall einfacher und besser zu fahren", schilderte er die Bedingungen, die zu einer "guten, aber wiederholbaren Runde" geführt hatten.

Die alten Hasen der DTM

Da aber der Lausitzring immer für eine Überraschung gut ist, wollte Tomczyk mit Prognosen noch warten. Allerdings gefällt dem Audi-Piloten die Zusammenstellung der ersten Reihen: "Alle alten Hasen der DTM sind vorne, die immer für gute Zweikämpfe zu haben sind. Wir müssen einfach mal abwarten, starten und sehen, wo wir rauskommen."

In jedem Fall erkannte Tomczyk einen Aufwärtstrend seines Teams im Vergleich zu den vergangenen Jahren, in denen fünf Mal hintereinander Mercedes gewann. "Mit neuen Reifen sind wir hier auch konkurrenzfähig, was wir in der Vergangenheit nicht unbedingt waren", freute er sich.

Warum allerdings die Jahreswagen von Mercedes nicht mit den Audis mithalten konnten, wusste er nicht. Angesprochen auf fahrerisches Können, scherzte Tomczyk: "Das ist natürlich immer die Grundvoraussetzung." Nun will er sehen, wie das Rennen am Sonntag abläuft, aber Erfolg ist nicht ausgeschlossen. "Das Podium ist nicht außer Reichweite", zeigte er sich hoffnungsvoll.