Der neu erbaute Stadtkurs in Shanghai ist auch für die drei Titelkandidaten eine große Unbekannte. Gary Paffett ist zwar schon einmal mit einem DTM-Boliden in Shanghai gefahren, 2004 wurde allerdings noch auf einem ganz anderen Kurs gefahren. Wenn er gegen Tabellenführer Bruno Spengler und Paul Di Resta um die Meisterschaft kämpft, hat jedenfalls keiner der drei Mercedes-Piloten einen Erfahrungsvorteil - alle beginnen bei Null.
"In Hockenheim wüssten wir, was uns erwartet. Aber die Strecke in Shanghai ist für uns alle neu, das ist immer spannend für alle Beteiligten", berichtet Paffett wenige Tage vor dem entscheidenden Rennen des Jahres.

Mit neun Punkten Rückstand hat Paffett natürlich die schlechtesten Chancen - aber deswegen kommt im Shanghai besonders gelegen: "Auf einer neuen Strecke, noch dazu ein Stadtkurs, weiß man nie was passieren wird. Das gibt mir die beste Chance, die man mir überhaupt geben kann."
Letztlich bleibt Paffett nichts als die Außenseiter-Rolle. Aber auch Spengler und Di Resta wissen, was sie erwartet. "Ein Finale auf einer Strecke, die niemand kennt - das macht die Sache besonders spannend", so Spengler. Sein schottischer Markenkollege fügt an: "Die Konzentration muss noch höher sein als sonst und im Training muss man besonders viele Kilometer fahren."
Die vielen deutschen Fans fragen sich derweil wieder, warum man eigentlich in Shanghai startet - schließlich wurde das Finale von 2000 bis 2009 traditionell in Hockenheim ausgetragen. Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug hat die passende Erklärung parat: "Der Veranstalter trägt sämtliche Kosten und China ist ein wichtiger Markt für uns. Wenn man die Wahl zwischen keinem Rennen in Shanghai und einem Rennen am Ende der Saison in Shanghai hat, ist die Entscheidung einfach."

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