Die Sportkommissare hatten Mike Rockenfeller schnell als den Schuldigen ausgemacht und ihn für die vermeidbare Kollision mit Paul Di Resta in der Anfangsphase des Adria-Rennens bestraft. Der Phoenix-Pilot erhielt eine "Stop & Go"-Strafe, was sich im Ergebnis mit einem Aufschlag von 30 Sekunden zu Buche schlug und Rockenfeller von Position elf auf 16 zurückwarf. Für di Resta hatte die Kollision ebenfalls schwerwiegende Folgen.
Der Titelkandidat wurde ans Ende des Feldes zurückgeworfen und musste sich wieder nach vorne kämpfen, während sein schärfster Konkurrent Bruno Spengler das Feld anführte. Am Ende wurde Spengler Zweiter und übernahm wieder die Führung in der Meisterschaft. Di Resta liegt vor dem Finalrennen in Shanghai drei Punkte zurück. "Es tut mir sehr leid für Paul. Es war keine Absicht, ich wollte ihn nicht attackieren, sondern lediglich mich nach hinten verteidigen", entschuldigte sich Rockenfeller beim Mercedes-Piloten.
Rockenfeller fuhr innen als Di Resta von außen reinzog. "Er war auf der Ideallinie, aber das Problem war, dass ich ebenfalls dort war. Paul hatte das nicht erwartet. Wäre er auf einer anderen Linie gewesen, dann wäre nichts passiert", schilderte Rockenfeller den Vorfall. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hofft, dass die Titelkandidaten im letzten Rennen in keinerlei Kollisionen verwickelt werden. "Man sollte Respekt vor den Jungs haben, die um den Titel kämpfen. Es ist wichtig, dass solche Sachen in Shanghai nicht wieder passieren, denn es wäre falsch, wenn durch Kollisionen oder Unfälle die Meisterschaft entschieden würde", sagte Haug.



diese DTM Nachricht