Die Kombination aus Kohlefaser-Monocoque und Überrollkäfig machen die heutigen DTM-Fahrzeuge sehr steif. Beim Saisonauftakt in Hockenheim vor drei Jahren rettete die Konstruktion dem Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen das Leben. Alexandre Prémat hatte heute zusätzlich Glück, dass sich bei seinem Überschlag viel Energie in der Luft abbauen konnte.
"Das war ein ziemlich heftiger Unfall. Ich bin froh, dass Audi in den vergangenen Jahren so viel in die Sicherheit der DTM-Autos investiert hat", berichtete ein erleichterter Prémat nach dem Rennen. "Zur Kollision mit Maro Engel kann ich noch nichts sagen. Ich möchte mir später die Fernsehbilder ansehen."
Zustande gekommen ist der Einschlag aufgrund einer Kollision mit Maro Engel. Der Münchner ist natürlich froh, dass Prémat nicht schwer verletzt wurde, gibt dem Franzosen aber die Schuld am Crash: "Was er gemacht hat ist extrem gefährlich! Ich kam schneller aus der letzten Kurve und habe gesehen, dass sich Alex rechts positioniert – also blieb ich links. Als ich auf Höhe seines Hinterrades war, ist er nach links gezogen und hat sich weggedreht. Ich habe seinen Einschlag nicht im Rückspiegel gesehen, aber mir war schnell klar, dass die rote Flagge etwas damit zu tun hat."
Sportchefs glücklich über den Unfall-Ausgang
Die Schuldfrage völlig außen vor ließ Prémats-Chef Dr. Wolfgang Ullrich: "Gott sei Dank ist bei diesem schweren Unfall nicht mehr passiert, jetzt müssen wir uns um unseren Fahrer kümmern", so der Audi-Verantwortliche nachdenklich. "Es müssen bei so einem Unfall immer mehrere Dinge zusammen kommen. Der Crash heute hat gezeigt, wie viel die Autos aushalten aber man will das eigentlich nicht ausprobieren."
Norbert Haug, Ullrichs Gegenüber bei Mercedes, sieht den Unfall ähnlich: "Die beste Nachricht des Wochenendes ist, dass Alexandre Prémat nicht mehr passiert ist. Wir haben zum Glück lange an der Sicherheit der Autos gearbeitet, heute hat man gesehen was bei hoher Geschwindigkeit passieren kann. Totale Sicherheit gibt es nie!"

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