Der Titelkampf ist ein Duell Bruno Spengler gegen Paul di Resta. "Momentan muss man vor seiner Leistung den Hut ziehen. Paul befindet sich in einem Formhoch. Es läuft alles in seine Richtung, zudem ist er konstant schnell", zollte Timo Scheider dem Mercedes-Piloten Respekt. Di Resta gewann nach Brands Hatch auch in Oschersleben und liegt in der Meisterschaft nur sieben Punkte hinter Spengler zurück. Mattias Ekström hat mit 26 Punkten nur noch mathematische Chancen auf den Titel.

"In Hockenheim hatte ich drei Boxenstopps, das war nicht gut. In Valencia habe ich gewonnen, in der Lausitz war der Unfall in der ersten Runde. Am Norisring war ich Zweiter, das war okay. Am Nürburgring hatte ich einen schlechten Start, danach kam Zandvoort, wo wir allgemein nicht schnell genug waren - und schwups hat man 26 Punkte Rückstand", weiß Ekström genau, wo er die Meisterschaft verloren hat. Doch auch bei Mercedes läuft es im Rennen nicht immer ganz reibungslos. In Oschersleben patzte die Mercedes-Crew sowohl bei Di Resta als auch bei Spengler.

Einmal nicht perfekt

"Ich hatte einen guten Abstand im ersten Stint herausgefahren, aber leider hatten wir aus irgendwelchen Gründen keinen guten Stopp", erzählte Di Resta. Norbert Haug fügte hinzu: "Paul hätte 5,6 Sekunden Vorsprung haben können, wenn nicht mehr. Denn man fährt vorne nicht so schnell wie man muss. Dank seinem Speed hat Paul aber doch noch gewonnen." Deshalb sah auch Di Resta die Probleme in der Box nicht als schlimm an.

"Immerhin haben sie mir ein Auto gegeben, das schnell genug war, um wieder nach vorne zu fahren", so der Schotte. Auch Spengler nahm seinen verpatzten Stopp locker. "Bei meinem zweiten Stopp war man hinten links ein bisschen langsamer. Das kann passieren. Meine Jungs geben alles, wenn sie einmal nicht perfekt sind, ist das kein Problem. Wir sind ein Team und werden alles geben, damit wir gewinnen", meinte Spengler.