Mit seiner eigenen Performance war David Coulthard in Oschersleben alles andere als zufrieden. Im Rennen konnte er zu keiner Zeit mit der Pace der Konkurrenz mitgehen. "Ich war hier soweit weg von der Pace, dafür gibt es keinen Grund. Selbst bei meinem ersten Rennen in Hockenheim war ich nicht soweit weg von der Spitze wie hier", klagte Coulthard. Insgesamt war er mehr als eine Sekunde langsamer als der Rest.
"Ich suche keine Ausreden, sondern Antworten. Ich kam nicht hierher, in der Meinung, dass ich allen zeigen kann, was in mir steckt, sondern ich wollte dazulernen. Aber es war schon etwas peinlich", verriet der Schotte. Ein Grund für seine schlechte Performance sei die unbekannte Strecke gewesen. "Ich kannte die Strecke nicht, das war ein Nachteil. Die Anderen haben bei den Kerbs nicht gebremst, wo ich gebremst habe. Ich musste mich auf meine Erfahrung verlassen", sagte Coulthard.
Pozential gezeigt
Zudem funktionierte sein Auto auch nicht mehr hundertprozentig. "Im Startgerangel wurde ich berührt, danach stimmte die Balance des Autos nicht mehr. Das war wieder ein schöner Sonntagsausflug", so Coulthard, der am Ende auf Rang 14 landete. Für Hockenheim hofft er auf eine Steigerung. "Hoffentlich kann ich eine Verbesserung zeigen, denn ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Rennen. Dort war ich sehr langsam. Hoffentlich läuft es beim zweiten Mal besser", sagte der Mercedes-Pilot. Generell habe er in den letzten acht Rennen Potenzial gezeigt.
"Ich habe nicht das Potenzial, um Rennen zu gewinnen, aber um konstant im Mittelfeld zu fahren und vielleicht noch weiter vorne", verriet Coulthard. An der Spitze fährt momentan Paul di Resta allen um die Ohren. "Paul ist im Moment unschlagbar", erklärte Coulthard nach dem Start-Ziel-Sieg von Paul di Resta in Oschersleben. In der Meisterschaft setzt der Schotte auf seinen Landsmann. "Sein Auto arbeitet gut und er hat enormes Selbstvertrauen. Aber Bruno muss die letzten Rennen jeweils nur Zweiter werden, um den Titel zu holen. Ich denke, dass Paul nicht mehr in der DTM, sondern in der F1 fahren will - das wäre traurig für die DTM", sagte Coulthard.



diese DTM Nachricht