Dakar

Titelverteidiger Price gewinnt, Walkner verliert nach Strafe Platz 2

Titelverteidiger Toby Price schlägt bei der Dakar zu. Der Österreicher Matthias Walkner verliert nachträglich Rang 2.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Toby Price übernimmt mit dem Tagessieg auf der zweiten Etappe der Rallye Dakar 2017 die Führung in der Gesamtwertung. Der Titelverteidiger setzt sich auf der 275 Kilometer langen Sonderprüfung vor seinem KTM-Teamkollegen Matthias Walkner durch. Dieser verliert allerdings seine Zeitkarte und bekommt daher eine Zeitstrafe in Höhe von fünf Minuten aufgebrummt. Das wirft ihn in der Tages- und der Gesamtwertung aus den Top-10.

Die 2. Etappe der Dakar 2017 - Foto: ASO/DPPI

2. Etappe: Resistencia - San Miguel de Tucuman

(Prüfung: 275 km, Tagesdistanz: 803 km)

Wegen des gestrigen Tagesresultats erst als 17. In den Dienstag gestartet, mischte Price das Feld von hinten auf. Nach rund einer Stunde bei der zweiten Zeitnahme schon zwei Minuten vor alle Konkurrenten, baute Price seine Führung bis ins Ziel auf 3:22 Minuten aus. Walkner fuhr dahinter einen ebenso ungefährdeten zweiten Platz ein, den er erst Stunden später wegen der Strafe abgeben musste.

An P2 kratzen konnte die Honda-Fraktion nur zu Beginn, als Ricky Brabec bei der ersten Zeitnahme noch als Gesamtzweiter aufschien. Der US-Amerikaner, der als Zweiter auf die Strecke musste, fiel aber im Verlauf der Etappe ebenso zurück wie der vor ihm gestartete Juan Pedrero Garcia. Einen kleinen Rückschlag musste Hondas Joan Barreda hinnehmen. Bis zur letzten Zwischenzeit klar auf Podestkurs, büßte er in der finalen Dreiviertelstunde der Etappe drei Minuten ein und fiel dadurch auf Platz neun zurück.

Dakar 2017: Loeb und Price siegen auf der 2. Etappe: (04:36 Min.)

Die Abstände im Gesamtklassement liegen nach zwei Etappen aber noch eng beisammen und von den Favoriten kamen am Dienstag alle ohne große Probleme durch den Tag. Sieger Price liegt aktuell fast vier Minuten vor Goncalves. Die Top-10 sind aktuell nur durch sieben Minuten getrennt.

Die ersten beiden Tage waren für die Fahrer nicht viel mehr als eine Aufwärmphase. Die Anzahl der Sonderprüfungskilometer steigt bis zum Ruhetag am Sonntag nun kontinuierlich an: Am Mittwoch stehen 364 Kilometer an, an Donnerstag und Freitag jeweils über 400 und am Samstag folgt mit 527 gewerteten Kilometern schließlich die längste Etappe dieser Dakar-Auflage.

Ergebnis 2. Etappe Motorräder (Top-10)

Pos.FahrerMotorradZeit
1.Toby Price (AUS)KTM2:37:32
2.Paulo Goncalves (POR)Honda+0:03:51
3.Xavier De Soultrait (FRA)Yamaha+0:04:06
4.Sam Sunderland (GBR)KTM+0:04:19
5.Pablo Quintanilla (CHL)Husqvarna+0:04:48
6.Stefan Svitko (SVK)KTM+0:04:54
7.Ricky Brabec (USA)Honda+0:05:40
8.Alessandro Botturi (ITA)Yamaha+0:06:20
9.Joan Barreda Bort (ESP)Honda+0:06:25
10.Rodney Faggotter (AUS)Yamaha+0:07:50

Gesamtwertung nach 2/12 Etappen (Top-10)

Pos.FahrerMotorradZeit
1.Toby Price (AUS)KTM3:07:17
2.Paulo Goncalves (POR)Honda+0:02:54
3.Sam Sunderland (GBR)KTM+0:03:23
4.Xavier De Soultrait (FRA)Yamaha+0:03:41
5.Pablo Quintanilla (CHL)Husqvarna+0:04:26
6.Ricky Brabec (USA)Honda+0:04:29
7.Stefan Svitko (SVK)KTM+0:04:45
8.Joan Barreda Bort (ESP)Honda+0:05:23
9.Juan Pedrero Garcia (ESP)Sherco+0:06:46
10.Gerard Farres Guell (ESP)KTM+0:06:49

Die Stimmen zur 2. Etappe

Zudem wurde es auf der Strecke heute richtig verrückt, denn da waren an einigen Stellen Kühe.
Toby Price

Toby Price (KTM, Etappensieger): "Es war eine sehr schnelle Wertung, allerdings ohne echte Navigationspassagen. Bei 38 bis 40 Grad wurde es mit all der Ausrüstung auf dem Motorrad heute richtig heiß. Zudem wurde es auf der Strecke heute richtig verrückt, denn da waren an einigen Stellen Kühe. Zusammen mit dem vielen aufgewirbelten Staub, wurde ich von ein paar von diesen Tieren echt überrascht. Und auf einem Motorrad hat man eigentlich wirklich andere Sorgen als so etwas."

Paulo Goncalves (Honda, 3.): "Vor allem die ersten 80 Kilometer waren heute sehr gefährlich. Im Roadbook hatte das gar nicht so arg ausgesehen. Die größten Schwierigkeiten liegen aber allesamt noch vor uns. Die Gegner sehen wieder verdammt stark aus."

Joan Barreda (Honda, 10.): "Zu Beginn war die Strecke sehr gefährlich. Im zweiten Teil dieses Abschnitts habe ich mir dann gedacht: Bleib ruhig und gehe es langsam an. Daher bin ich mit meiner heutigen Leistung zufrieden. Wir sind noch immer in einer guten Position."


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