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Fernando Alonso - Reloaded

Diskussionsforum über Fahrer in der Formel 1.
Beitrag Mittwoch 22. Juli 2015, 10:53

Beiträge: 4967
Daniel B. hat geschrieben:
Dafür war es ein sehr mutiger Schritt von Alonso!


Das sehe ich auch so!

Beitrag Mittwoch 22. Juli 2015, 13:01

Beiträge: 20140
Daniel B. hat geschrieben:
Dafür war es ein sehr mutiger Schritt von Alonso!


Mutig, naiv....es gibt viele adjektive, die man in diesem Fall als zutreffend bezeichnen kann. Es ist ja letztlich auch eine Frage der persönlichen Entscheidung: gehe ich für geschätzte 10 Mio. Euro mehr Gehalt hohes Risiko ein am Ende des Feldes zu fahren oder nehme ich lieber "nur" die rund 20-25 Mio. und fahre dafür zumindest relativ sicher ab und zu aufs Podium.

Vor allem aber hat Alonso sich in einigen Punkten selbst widersprochen.

Seinen Abgang bei Ferrari hat er ja damit gerechtfertigt, dass er nicht in 2-3 Jahren wieder WM werden möchte, sondern sofort. Was natürlich auch impliziert, dass er erwartete mit McLaren sofort um Siege zu fahren.

Irgendwann kurz vor oder nach Saisonbeginn kamen dann aber schon Aussagen nach dem Motto "bei McLaren-Honda braucht es Zeit" und andere Durchhalteparolen.

So ganz passt Alonsos Argumentation da nicht.

Und deshalb stehe ich zu meiner Meinung: 2015 hätte er bei Ferrari bleiben und sich die Entwicklung bei McLaren anschauen sollen, für 2016 hätte er dann eine bessere Entscheidungsbasis gehabt.
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Beitrag Mittwoch 22. Juli 2015, 23:03

Beiträge: 1199
Ich sehe es als mutigen Schritt.
Der Motor war eine Wundertüte.
Als Alonso den Vertrag unterschrieb hätte alles passieren können. Der Übermotor oder die Flopmaschine.
Jetzt weiß man dass es eine Flopmaschine im Augenblick ist. Aber Honda war und ist sehr ehrgeizig was das angeht.
Von daher ist der Mut schon hervorzuheben.
Das du dich genüsslich an der geposten Ausage aufge.i.l.s.t war auch klar.
Diskutiere niemals mit Idioten!
Erst ziehen sich dich auf ihr Niveau
und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.

(c) by Mark Twain

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 10:30

Beiträge: 40485
formelchen hat geschrieben:
Mutig, naiv....es gibt viele adjektive, die man in diesem Fall als zutreffend bezeichnen kann. Es ist ja letztlich auch eine Frage der persönlichen Entscheidung: gehe ich für geschätzte 10 Mio. Euro mehr Gehalt hohes Risiko ein am Ende des Feldes zu fahren oder nehme ich lieber "nur" die rund 20-25 Mio. und fahre dafür zumindest relativ sicher ab und zu aufs Podium.


Vettel mag das ja ganz toll finden, jedes Rennen die Chance auf Platz drei zu haben, dafür aber bei Mama Rosella Spaghetti essen, die auch Schumi schon gegessen hat. Alonso aber wollte noch ein drittes Mal Weltmeister werden. Bei Ferrari wusste er, das wird da erstmal nichts, bei McLaren war die Chance da.

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 10:46

Beiträge: 4967
Ich schreibe Honda und Alonso noch nicht ab. Daniel B. hat von mir aus gesehen recht, das Pendel hätte auch in die andere Richtung schlagen können, kann es übrigens immer noch.....

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 16:20

Beiträge: 20140
Wenn man sich die Honda Performance von ca. 2001-2008 anschaut - egal ob Chassis oder Motor - verstehe ich nicht wie man so naiv sein kann zu glauben, dass die mit einem völlig neuen Motor in die F1 kommen und gleich die überlegenen Mercedes schlagen - oder überhaupt podestfähig sind.

Dazu noch vor dem Hintergrund, dass sich selbst Ferrari und Renault 2014 sehr schwer getan haben - trotz langer Vorbereitung.
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Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 16:25

Beiträge: 20140
MichaelZ hat geschrieben:
Vettel mag das ja ganz toll finden, jedes Rennen die Chance auf Platz drei zu haben, dafür aber bei Mama Rosella Spaghetti essen, die auch Schumi schon gegessen hat. Alonso aber wollte noch ein drittes Mal Weltmeister werden. Bei Ferrari wusste er, das wird da erstmal nichts, bei McLaren war die Chance da.


Wie wir ja wissen hatte auch Vettel die Wahl zwischen McLaren und Ferrari (und Red Bull).

Vettel hat definitiv die beste Wahl getroffen. :wink:

Und was ihr vergesst: Bei Ferrari wurde 2014 viel umstrukturiert. Also waren Änderungen bei der Performance durchaus möglich - und sind auch eingetroffen.
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Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 19:31

Beiträge: 4967
formelchen hat geschrieben:
Wenn man sich die Honda Performance von ca. 2001-2008 anschaut - egal ob Chassis oder Motor - verstehe ich nicht wie man so naiv sein kann zu glauben, dass die mit einem völlig neuen Motor in die F1 kommen und gleich die überlegenen Mercedes schlagen - oder überhaupt podestfähig sind.

Dazu noch vor dem Hintergrund, dass sich selbst Ferrari und Renault 2014 sehr schwer getan haben - trotz langer Vorbereitung.


Bitte teile hier anderen Usern nicht Naivität aus, danke.

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 19:33

Beiträge: 4967
torino hat geschrieben:
formelchen hat geschrieben:
Wenn man sich die Honda Performance von ca. 2001-2008 anschaut - egal ob Chassis oder Motor - verstehe ich nicht wie man so naiv sein kann zu glauben, dass die mit einem völlig neuen Motor in die F1 kommen und gleich die überlegenen Mercedes schlagen - oder überhaupt podestfähig sind.

Dazu noch vor dem Hintergrund, dass sich selbst Ferrari und Renault 2014 sehr schwer getan haben - trotz langer Vorbereitung.


Bitte teile hier anderen Usern nicht Naivität aus, danke.



Uebrigens was war 2009 mit dem Brawn Chassis?

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 20:58

Beiträge: 20140
torino hat geschrieben:
Uebrigens was war 2009 mit dem Brawn Chassis?


Das mit der Naivität war weniger auf User bezogen, sondern eher auf Alonso. :wink:

Oder fühlst du dich angesprochen? Letztlich ist es in der Sache doch richtig: Honda hat lange Zeit nichts gerissen, erst als Motorenlieferant bei BAR und dann mit demWerksteam, trotz Megabudget. Daher habe ich die ganzen Vorschusslorbeeren vor dieser Saison und auch jetzt von einigen Leuten nie verstanden. Klar hat Honda auch eine tolle Vergangenheit in der F1 mit McLaren zusammen. Aber das ist Jahrzehnte her und die Zeiten haben sich geändert.

Tja und das mit dem 2009er Chassis war ja bekanntlich auf Brawns "Mist" gewachsen. Nicht dass er ihn entworfen hätte, aber er hat die mutige Entscheidung getroffen das Ding ans Auto zu bauen, obwohl dieser reglementechnisch umstritten war. Das hätte nach dem Protest der Konkurrenten durchaus auch nach hinten losgehen können, aber offenbar war Brawn sich seiner Sache sehr sicher.

Die Verpflichtung von Brawn war die einzige geniale Entscheidung von Honda. Dummerweise zog man genau zu dem Zeitpunkt den Stecker, als diese Entscheidung begann ihre Wirkungen zu zeigen.
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Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 21:24

Beiträge: 4967
formelchen hat geschrieben:
torino hat geschrieben:
Uebrigens was war 2009 mit dem Brawn Chassis?


Das mit der Naivität war weniger auf User bezogen, sondern eher auf Alonso. :wink:

Oder fühlst du dich angesprochen? Letztlich ist es in der Sache doch richtig: Honda hat lange Zeit nichts gerissen, erst als Motorenlieferant bei BAR und dann mit demWerksteam, trotz Megabudget. Daher habe ich die ganzen Vorschusslorbeeren vor dieser Saison und auch jetzt von einigen Leuten nie verstanden. Klar hat Honda auch eine tolle Vergangenheit in der F1 mit McLaren zusammen. Aber das ist Jahrzehnte her und die Zeiten haben sich geändert.

Tja und das mit dem 2009er Chassis war ja bekanntlich auf Brawns "Mist" gewachsen. Nicht dass er ihn entworfen hätte, aber er hat die mutige Entscheidung getroffen das Ding ans Auto zu bauen, obwohl dieser reglementechnisch umstritten war. Das hätte nach dem Protest der Konkurrenten durchaus auch nach hinten losgehen können, aber offenbar war Brawn sich seiner Sache sehr sicher.

Die Verpflichtung von Brawn war die einzige geniale Entscheidung von Honda. Dummerweise zog man genau zu dem Zeitpunkt den Stecker, als diese Entscheidung begann ihre Wirkungen zu zeigen.


Ich bin neutral, ich muss einfach Sorge hier zu den Leuten tragen.

Nun zu Brawn, von Jörg Zander und Loïc Bigois halte ich sehr viel, beide waren eine Zeit lang auch bei Williams.
Zander stellte den BMW Sauber auf die Räder. Jetzt ist er soviel ich weiss beim Le Mans Projekt von Audi.

Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, was wohl geschehen wäre, wenn Honda anstatt Mercedes die Motoren für 2009 geliefert hätte, also nicht ausgestiegen wäre, ich glaube, es hätte sicher auch geklappt.

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 21:32

Beiträge: 8365
formelchen hat geschrieben:
Tja und das mit dem 2009er Chassis war ja bekanntlich auf Brawns "Mist" gewachsen. Nicht dass er ihn entworfen hätte, aber er hat die mutige Entscheidung getroffen das Ding ans Auto zu bauen, obwohl dieser reglementechnisch umstritten war. Das hätte nach dem Protest der Konkurrenten durchaus auch nach hinten losgehen können, aber offenbar war Brawn sich seiner Sache sehr sicher. .

Bekanntlich war es nicht "mutig" sondern hinterfot.zig seine Funktion als Technik-Ansprechpartner der Teams dazu zu missbrauchen mit der FIA auszuhandeln was erlaubt wäre und dabei auch gleich noch abzusprechen wie man ähnliche Denkansätze der Konkurrenz gleich mal als illegal einstufen kann... Für eine solche Frechheit hätte er eigentlich zum Teufel gejagt werden müssen!

Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 21:37

Beiträge: 20140
torino hat geschrieben:
Ich habe mich schon ein paar Mal gefragt, was wohl geschehen wäre, wenn Honda anstatt Mercedes die Motoren für 2009 geliefert hätte, also nicht ausgestiegen wäre, ich glaube, es hätte sicher auch geklappt.


Das habe ich mich auch oft gefragt. Es gibt da Argumente in beide Richtungen.

Einerseits war der Honda-Motor 2007 und 2008 wohl der Schwächste im Feld und das wäre 2009 auch nicht anders gewesen.

Andererseits musste Brawn nach dem Abgang von Honda Kompromisse eingehen, um den Mercedes-Motor ins Auto bauen zu können. Das Auto war im Anfangsstadium für den Honda-Motor entwickelt worden. Meines Wissens hatte der Honda-Motor auch einen geringeren Kühlbedarf als der Mercedes. Ich erinnere ich an einige Rennen, in denen BrawnGP bei der Kühlung am Limit war und sich Brawn nach den Rennen bei Haug bedankte dafür, dass die Motoren trotz mangelhafter Kühlung gehalten haben.

Zuguterletzt darf man nicht vergessen, dass man 2009 ohne Honda-Ausstieg nicht nur mit dem Honda-Motor gefahren wäre, sondern auch mit dem KERS. Angeblich soll das Honda-KERS sehr vielversprechend gewesen sein. Wir wissen aber ja auch, dass KERS 2009 für fast alle Teams, die damit fuhren, eher ein Nachteil war. Die zwei erfolgreichsten Teams in der WM waren jedenfalls ohne KERS unterwegs.

Es ist natürlich alles spekulativ und wir werden es nie erfahren. Aber ich persönlich habe Zweifel, dass BrawnGP 2009 mit Honda-Motoren die WM gewonnen hätte. Zum einen wegen der schwachen Leistung der Motoren, zum Anderen aber auch wegen des KERS und dem damit verbundenen Gewichtsnachteil etc. Ein paar Rennen hätte man aber sicher trotzdem gewonnen, vor allem in der Anfangsphase der Saison, als der Doppeldiffusor noch ein großer Vorteil war, weil die anderen Teams ihn noch nicht hatten.
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Beitrag Donnerstag 23. Juli 2015, 21:41

Beiträge: 20140
Mav05 hat geschrieben:
formelchen hat geschrieben:
Tja und das mit dem 2009er Chassis war ja bekanntlich auf Brawns "Mist" gewachsen. Nicht dass er ihn entworfen hätte, aber er hat die mutige Entscheidung getroffen das Ding ans Auto zu bauen, obwohl dieser reglementechnisch umstritten war. Das hätte nach dem Protest der Konkurrenten durchaus auch nach hinten losgehen können, aber offenbar war Brawn sich seiner Sache sehr sicher. .

Bekanntlich war es nicht "mutig" sondern hinterfot.zig seine Funktion als Technik-Ansprechpartner der Teams dazu zu missbrauchen mit der FIA auszuhandeln was erlaubt wäre und dabei auch gleich noch abzusprechen wie man ähnliche Denkansätze der Konkurrenz gleich mal als illegal einstufen kann... Für eine solche Frechheit hätte er eigentlich zum Teufel gejagt werden müssen!


Jaja ist klar. :lol:

Es sind halt immer die gleichen Leute, die auf Brawn eindreschen. Aber die Erfolge sprechen für sich.

By the way fuhren auch Williams und Toyota 2009 von Anfang an oder zumindest nach wenigen Rennen mit einem Doppeldiffusor, wenngleich sie ihn nicht so kompromisslos und effizient umgesetzt hatten. :wink:
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Beitrag Freitag 24. Juli 2015, 09:54

Beiträge: 40485
formelchen hat geschrieben:
Wenn man sich die Honda Performance von ca. 2001-2008 anschaut - egal ob Chassis oder Motor - verstehe ich nicht wie man so naiv sein kann zu glauben, dass die mit einem völlig neuen Motor in die F1 kommen und gleich die überlegenen Mercedes schlagen - oder überhaupt podestfähig sind.


Was ist das denn bitte für ein Argument? Wenn ich mir die Honda-Performance Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre anschaue, dann sieht das schon wieder anders aus. Nur was bringt's? Sowohl in den 80er, als auch zuletzt 2008 und eben jetzt herrscht ein jeweils anderes Reglement: Honda war mal hui, mal pfui - das Vergangenheits-Argument zählt also nicht. Welche Motoren den aktuellen näher kommen - die aus den 80er oder die bis 2008 - mag ich außerdem auch nicht zu beurteilen.

Das Chassis ist völlig egal, weil das ja eh McLaren baut. Honda hat schon gute Chassis gebaut, nämlich das, das dann 2009 als Brawn eingesetzt wurde. Da widerspricht sich übrigens auch deine Argumentation: Ja, das lag natürlich auch - aber längst nicht nur - am Doppeldiffusor, aber auf der anderen Seite erkennst du ja selbst, dass der auch von anderen Teams eingesetzt wurde, aber eben nicht so erfolgreich. Aber wie gesagt, der Aspekt ist erst recht nebensächlich, weil die Chassis jetzt ja eh McLaren und nicht Honda baut.

Beitrag Freitag 24. Juli 2015, 23:10

Beiträge: 20140
MichaelZ hat geschrieben:
Was ist das denn bitte für ein Argument? Wenn ich mir die Honda-Performance Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre anschaue, dann sieht das schon wieder anders aus. Nur was bringt's? Sowohl in den 80er, als auch zuletzt 2008 und eben jetzt herrscht ein jeweils anderes Reglement: Honda war mal hui, mal pfui - das Vergangenheits-Argument zählt also nicht. Welche Motoren den aktuellen näher kommen - die aus den 80er oder die bis 2008 - mag ich außerdem auch nicht zu beurteilen.


Was Anfang der 90er passierte ist heute weiter weg als das was vor 8-9 Jahren passierte. Klar sind die Motoren heute ganz andere als 2001-2008.

Was sich aber in diesem kürzeren Zeitraum weniger geändert haben dürfte ist die Einstellung zum Rennsport, der kulturelle Faktor usw.

Wir hören doch immer wieder aus dem Umfeld von McLaren, dass die Honda-Leute stur sind, sich nicht helfen lassen wollen und bei der Zielfindung Umwege gehen, obwohl man ihnen seitens McLaren sagt dass bestimmte Dinge nicht funktionieren und man eine Menge Zeit sparen könnte ohne diese unnötigen Versuche.




MichaelZ hat geschrieben:
Das Chassis ist völlig egal, weil das ja eh McLaren baut. Honda hat schon gute Chassis gebaut, nämlich das, das dann 2009 als Brawn eingesetzt wurde. Da widerspricht sich übrigens auch deine Argumentation: Ja, das lag natürlich auch - aber längst nicht nur - am Doppeldiffusor, aber auf der anderen Seite erkennst du ja selbst, dass der auch von anderen Teams eingesetzt wurde, aber eben nicht so erfolgreich. Aber wie gesagt, der Aspekt ist erst recht nebensächlich, weil die Chassis jetzt ja eh McLaren und nicht Honda baut.


Habe ja nie gesagt, dass Honda heute Chassis baut, das bezog sich allgemein auf Honda in den letzten 15 Jahren F1. Wenn man offiziell welche gebaut hat, waren die meistens Müll, siehe 2007 und 2008. Zu 2009 ist eigentlich alles gesagt: der DD hat alles rausgerissen. Ohne diesen hätte das Team nicht viel gewonnen. Als 2009 in der zweiten Saisonhälfte die anderen Teams so langsam den DD kopierten, wurde Brawn ja schon zunehmen aufgeschnupft.

Und zu den Honda-Motoren in den letzten 15 Jahren muss man auch nicht viel sagen. Der V8 war Mist, Honda brauchte 2006/2007 genauso eine Extrawurst wie Renault, um den Anschluss an Mercedes, BMW oder Ferrari nicht zu verlieren.

Die aktuelle Unit ist ebenso Mist - zumindest was die bisherige Zuverlässigkeit angeht. Das tatsächliche Leistungspotential kann man eigentlich noch nicht so recht beurteilen, weil Honda bisher offenbar nicht ans Limit gehen konnte und erstmal die Zuverlässigkeitsprobleme aussortieren muss.
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Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 09:41

Beiträge: 8365
formelchen hat geschrieben:
Was sich aber in diesem kürzeren Zeitraum weniger geändert haben dürfte ist die Einstellung zum Rennsport, der kulturelle Faktor usw.
Wir hören doch immer wieder aus dem Umfeld von McLaren, dass die Honda-Leute stur sind, sich nicht helfen lassen wollen und bei der Zielfindung Umwege gehen, obwohl man ihnen seitens McLaren sagt dass bestimmte Dinge nicht funktionieren und man eine Menge Zeit sparen könnte ohne diese unnötigen Versuche.

Der "kulturelle Faktor", die "Einstellung zum Rennsport" sind Teil der Mentalität - und diese hat sich wohl schon seit den 80ern kaum geändert! Sie mag auch für uns nicht immer verständlich sein und wohl auch nicht immer den effizientesten Weg gehen - trotzdem hat sie sowohl wirtschaftlich wie auch im Rennsport schon zu herausragenden Leistungen geführt - wie auch die Mentalität der Deiner Meinung nach chaotischen Italiener und faulen Franzosen...

Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 18:13

Beiträge: 20140
Mav05 hat geschrieben:
Der "kulturelle Faktor", die "Einstellung zum Rennsport" sind Teil der Mentalität - und diese hat sich wohl schon seit den 80ern kaum geändert! Sie mag auch für uns nicht immer verständlich sein und wohl auch nicht immer den effizientesten Weg gehen - trotzdem hat sie sowohl wirtschaftlich wie auch im Rennsport schon zu herausragenden Leistungen geführt - wie auch die Mentalität der Deiner Meinung nach chaotischen Italiener und faulen Franzosen...


Nur sind die letzten großen Erfolge halt schon mehr als 20 Jahre her.

Warst du nicht derjenige der während Schumachers Mercedes-Zeit immer wieder drauf hingewiesen hat, dass man sich für Erfolge aus der Vergangenheit nichts kaufen könne? :lol: :lol: :lol:
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Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 19:43

Beiträge: 40485
formelchen hat geschrieben:
Was Anfang der 90er passierte ist heute weiter weg als das was vor 8-9 Jahren passierte. Klar sind die Motoren heute ganz andere als 2001-2008.

Was sich aber in diesem kürzeren Zeitraum weniger geändert haben dürfte ist die Einstellung zum Rennsport, der kulturelle Faktor usw.


Deine Argumentation ist sowas von widersprüchlich. Mav05 hat dazu schon alles gesagt: Natürlich war die Mentalität etc in den 80er Jahren dieselbe wie heute. Das Vergangenheits-Argument zieht nicht.


formelchen hat geschrieben:
Habe ja nie gesagt, dass Honda heute Chassis baut, das bezog sich allgemein auf Honda in den letzten 15 Jahren F1. Wenn man offiziell welche gebaut hat, waren die meistens Müll, siehe 2007 und 2008. Zu 2009 ist eigentlich alles gesagt: der DD hat alles rausgerissen. Ohne diesen hätte das Team nicht viel gewonnen. Als 2009 in der zweiten Saisonhälfte die anderen Teams so langsam den DD kopierten, wurde Brawn ja schon zunehmen aufgeschnupft.


Auch das ist einfach nur falsch. Der Doppeldiffusor war sicherlich nicht der einzige Aspekt, der Brawn so stark gemacht hat. Das Auto war einfach durch die Bank richtig gut. Das zeigt schon alleine die Tatsache, dass man auch besser als alle anderen Teams mit Doppeldiffusoren war. Und dass Brawn im Lauife der Saison aufgeschnupft wurde, lag daran, dass man kaum mehr Weiterentwicklung betrieb, weil verglichen mit anderen Teams wenig bis kaum Geld vorhanden war. Auch heute wird ein Team durchgereicht, wenn es nicht mehr weiterentwickelt.

Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 20:15

Beiträge: 8365
formelchen hat geschrieben:
Warst du nicht derjenige der während Schumachers Mercedes-Zeit immer wieder drauf hingewiesen hat, dass man sich für Erfolge aus der Vergangenheit nichts kaufen könne? :lol: :lol: :lol:

Stimmt - nur unterschlägst Du mal wieder ein paar wesentliche Aspekte! Zum einen gilt dieses Prinzip für einen alternden Rennfahrer natürlich wesentlich mehr als für die technische Kompetenz einer Firma oder gar einer Nation. Und zum anderen wirst Du recht lange suchen müssen bis Du von mir eine Aussage darüber finden wirst dass die längst vergangenen Honda-Erfolge sie auch zwangsläufig in der Neuzeit zum erfolgreichen Motorenbauer machen...
Ich habe selbst so einige Probleme mit der japanischen Herangehensweise - und es ist ja auch aus vielen Storys überliefert dass diese für uns Europäer nicht immer als effektiv und zielführend erscheint... Ob Honda in dieser Beziehung auch noch japanischer als andere Japaner ist - keine Ahnung, vielleicht kann Mina ja mal was dazu sagen.

Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 21:23

Beiträge: 20140
MichaelZ hat geschrieben:
Auch das ist einfach nur falsch. Der Doppeldiffusor war sicherlich nicht der einzige Aspekt, der Brawn so stark gemacht hat. Das Auto war einfach durch die Bank richtig gut. Das zeigt schon alleine die Tatsache, dass man auch besser als alle anderen Teams mit Doppeldiffusoren war. Und dass Brawn im Lauife der Saison aufgeschnupft wurde, lag daran, dass man kaum mehr Weiterentwicklung betrieb, weil verglichen mit anderen Teams wenig bis kaum Geld vorhanden war. Auch heute wird ein Team durchgereicht, wenn es nicht mehr weiterentwickelt.


Natürlich spielen immer eine Vielzahl an Faktoren eine Rolle. 2009 war der Doppeldiffusor aber DER Vorteil für BrawnGP.

Vielleicht auch der Punkt, dass man ohne KERS fuhr, was unter den größeren Team ja sonst nur bei Red Bull der Fall war. Das Budget im Laufe der Saison spielte natürlich ebenfalls eine Rolle. Aber nunmal auch das Nachrüsten der anderen Teams mit Doppeldiffusoren.
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Beitrag Samstag 25. Juli 2015, 21:43

Beiträge: 20140
Mav05 hat geschrieben:
Stimmt - nur unterschlägst Du mal wieder ein paar wesentliche Aspekte! Zum einen gilt dieses Prinzip für einen alternden Rennfahrer natürlich wesentlich mehr als für die technische Kompetenz einer Firma oder gar einer Nation.


Sorry aber das ist falsch und dafür gibts zahlreiche Beispiele.

Wo war Audi bei der Qualität seiner Fahrzeuge vor 25 Jahren?
Wo war Porsche vor 25 Jahren?

Wie überlegen waren die Renault-F1-Motoren Mitte der 90er und wo sind sie heute?
Wo waren die Mercedes-F1-Motoren vor 20 Jahren und wo sind sie heute?

Oder back to Honda: wo war die technische Kompetenz, als man das Werksteam hatte??


Mav05 hat geschrieben:
Und zum anderen wirst Du recht lange suchen müssen bis Du von mir eine Aussage darüber finden wirst dass die längst vergangenen Honda-Erfolge sie auch zwangsläufig in der Neuzeit zum erfolgreichen Motorenbauer machen...
Ich habe selbst so einige Probleme mit der japanischen Herangehensweise - und es ist ja auch aus vielen Storys überliefert dass diese für uns Europäer nicht immer als effektiv und zielführend erscheint... Ob Honda in dieser Beziehung auch noch japanischer als andere Japaner ist - keine Ahnung, vielleicht kann Mina ja mal was dazu sagen.



Noch etwas beratungsresistenter und eigenwilliger als Honda waren die Leute bei Toyota, die ja meinten sie müssten Milliarden rauspumpen, mit einer grünen Wiese anfangen und würden ruckzuck alles dominieren.

Honda halte ich ja noch zugute, dass sie ein bestehendes Team "gerettet" haben und dass sie irgendwann eingesehen haben, dass man einen klugen und erfahrenen Kopf wie Brawn benötigt. Das hat sich ja auch als richtig erwiesen - dummerweise ein Jahr zu spät. Toyota hätte eigentlich auch jemanden wie Brawn, Newey oder vielleicht auch Briatore gebraucht.
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Beitrag Sonntag 26. Juli 2015, 12:03

Beiträge: 8365
formelchen hat geschrieben:
Sorry aber das ist falsch und dafür gibts zahlreiche Beispiele.
Wo war Audi bei der Qualität seiner Fahrzeuge vor 25 Jahren?
Wo war Porsche vor 25 Jahren?
Wie überlegen waren die Renault-F1-Motoren Mitte der 90er und wo sind sie heute?
Wo waren die Mercedes-F1-Motoren vor 20 Jahren und wo sind sie heute?
Oder back to Honda: wo war die technische Kompetenz, als man das Werksteam hatte??

Nachweislich falsch ist wie immer lediglich Deine Argumentationskette... Dass man einen alternden Rennfahrer über dem Zenit nicht damit besser reden kann dass er vor Jahren mal bessere Leistungen abgeliefert hat obwohl er das im hier und jetzt offensichtlich nicht mehr kann läßt sich vollkommen logisch und nachvollziehbar mit der ablaufenden biologischen Uhr erklären... Dass man aber einem Technologiekonzern der schon "geliefert" hat eine gewisse Kernkompetenz zusprechen darf ist durchaus üblich. Renault kam nach dem Turbo-Ausstieg mehrmals zurück, wurde sowohl in den 90ern wie auch 2005/06 wieder erfolgreich. Es gibt keine Garantie (das hat auch niemand behauptet), aber gewiss eine hohe Wahrscheinlichkeit. Wenn Nokia oder Siemens heute erklären würde wieder Handys bauen zu wollen würde ich dem auch eher positiv entgegensehen - wenn Vorwerk oder Miele diese Aussage bringt wäre ich eher skeptisch...

formelchen hat geschrieben:
Noch etwas beratungsresistenter und eigenwilliger als Honda waren die Leute bei Toyota, die ja meinten sie müssten Milliarden rauspumpen, mit einer grünen Wiese anfangen und würden ruckzuck alles dominieren.
Honda halte ich ja noch zugute, dass sie ein bestehendes Team "gerettet" haben und dass sie irgendwann eingesehen haben, dass man einen klugen und erfahrenen Kopf wie Brawn benötigt. Das hat sich ja auch als richtig erwiesen - dummerweise ein Jahr zu spät. Toyota hätte eigentlich auch jemanden wie Brawn, Newey oder vielleicht auch Briatore gebraucht.

Dass eine Technologiefirma in der F1 eine gewisse Eigenkompetenz zeigen möchte ist durchaus legitim, muß ja nicht jeder Scheckheftracing betreiben. Die Frage ist ob und wie schnell man damit erfolgreich wird. Wie gesagt, ich zweifle auch an der "japanischen Methode" - ich zweifle momentan allerdings an der Herangehensweise aller Hersteller außer Mercedes...

Beitrag Samstag 26. September 2015, 21:36

Beiträge: 20140
Amüsant wie Alonso sich seinen Teamwechsel immer noch schön redet und gerade nach einem Ferrari-Sieg stänkert wie unglücklich er in seinen 5 Jahren bei rot doch war.

Mal sehen ob er bei McLaren auch 5 Jahre durchhält, wenn er ohne Titel bleibt. :lol:
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Beitrag Sonntag 27. September 2015, 14:30

Beiträge: 3346
formelchen hat geschrieben:
Amüsant wie Alonso sich seinen Teamwechsel immer noch schön redet und gerade nach einem Ferrari-Sieg stänkert wie unglücklich er in seinen 5 Jahren bei rot doch war.

Mal sehen ob er bei McLaren auch 5 Jahre durchhält, wenn er ohne Titel bleibt. :lol:
Heute gab es ja eine harte Abrechnung mit Honda im Boxenfunk, als Alonso den Motor mit einem GP2-Fahrzeug verglich. Mal sehen, ob der überhaupt ein Jahr ohne Titel oder Podium verkraften wird... :wink:
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