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Isle of Man TT 2017: Drei Todesfälle in 24 Stunden

Der Mittwoch wird als schwarzer Tag in die Geschichte der Isle of Man TT eingehen. Mit Alan Bonner verstarb ein dritter Fahrer innerhalb von 24 Stunden.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Drei Todesfälle innerhalb von 24 Stunden - so lautet die traurige Zwischenbilanz bei der Isle of Man Tourist Trophy 2017. Wie der Veranstalter am späten Mittwochabend bekanntgab, verstarb der irische Rennfahrer Alan Bonner. Nach einem Unfall während des Senior TT Qualifyings erlag der 33-Jährige seinen Verletzungen.

Bonner verletzte sich bei einem Zwischenfall auf Höhe des 33. Meilensteins während des Qualifyings. Die Session wurde daraufhin abgebrochen. Der Veranstalter ACU Events Ltd drückte seiner Partnerin Gemma und der Familie sein tiefstes Beileid aus. Bonner gab im Jahr 2014 sein Debüt bei der Tourist Trophy, 2015 erzielte er bei der Senior TT mit Platz 15 sein bestes Ergebnis.

Lambert stirbt am Dienstagabend

Beim Superstock-Rennen am Morgen vor seinem tödlichen Unfall belegte Bonner den 30. Platz. Das Superbike-Rennen am vergangenen Sonntag hatte er als 28. beendet. Im selben Lauf hatte sich Davey Lambert schwer verletzt.

Der 48-Jährige erlag am Dienstagabend in einem Liverpooler Krankenhaus ebenfalls seinen Verletzungen. "Er verließ diese Welt genauso wie er es gewollt hätte - indem er tat, was er liebte", teilte seine Familie mit. "Er war ein großer Mann mit einem noch größeren Herzen, der von vielen schmerzlich vermisst werden wird."

Zwei Todesfälle am Mittwoch

Lamberts Tod war der erste bei der diesjährigen TT-Ausgabe, den der Veranstalter vermelden musste. Nur wenige Stunden später verunfallte der Niederländer Jochem van den Hoek beim Superstock-Rennen am Mittwochmorgen. Der 28-Jährige zog sich am elften Milestone bei einem Crash auf der ersten von vier Rennrunden schwere Verletzungen zu. Van den Hoek wurde am Unfallort medizinisch behandelt, doch die Sanitäter konnten seinen Tod nicht verhindern.

Der Mittwoch wird als ein weiterer schwarzer Tag in die Geschichte der berüchtigten Tourist Trophy auf der Isle of Man eingehen. Im vergangenen Jahr starben vier Teilnehmer beim wohl gefährlichsten Motorrad-Rennen der Welt.

Seit 1911 ließen mehr als 250 Piloten ihr Leben auf dem Snaefell Mountain Course. Gefahren wird auf öffentlichen Straßen, die während der einzelnen Sessions gesperrt werden. Die Strecke auf der Insel inmitten der Irischen See ist rund 60 Kilometer lang.


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