Der chinesische Entwickler Momenta hat vom Kraftfahrt-Bundesamt eine deutschlandweite Genehmigung für Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen der Stufe 4 erhalten. Damit darf das Unternehmen seine Robotaxi-Technik auf öffentlichen Straßen in Deutschland erproben. Im Fokus steht München, wo Momenta gemeinsam mit Uber erste Tests plant.
Die Genehmigung ist ein wichtiger Schritt, aber noch kein Startschuss für einen regulären Fahrdienst. Bevor Fahrgäste ohne Fahrer einsteigen können, braucht es weitere Betriebsfreigaben und klar definierte Einsatzgebiete.

Was Level 4 bedeutet und welche Rolle die KI dabei spielt
Das Kürzel bezeichnet, dass das Fahrzeug in einem festgelegten Bereich selbstständig fahren kann. Außerhalb dieser Bedingungen gilt die Freigabe nicht automatisch.
Im Stadtverkehr ist das besonders anspruchsvoll, weil Fußgänger, Radfahrer, Baustellen und falsch parkende Autos schnelle und vorausschauende Entscheidungen verlangen.

Momenta setzt dafür auf ein sogenanntes „World Model“. Die KI soll nicht nur Objekte erkennen, sondern ganze Verkehrssituationen bewerten und mögliche Entwicklungen vorausberechnen.
München als Testfeld
Momenta und Uber hatten bereits 2025 angekündigt, ab 2026 Robotaxi-Tests in München starten zu wollen. Die Stadt eignet sich als europäisches Schaufenster: dichter Verkehr, Radwege, Baustellen und komplexe Kreuzungen zeigen schnell, wie alltagstauglich die Technik ist.
Der Standort ist auch aus Industriesicht interessant. Momenta arbeitet mit deutschen Herstellern zusammen, BMW zählt zu den strategischen Investoren.

Frisches Kapital hat Momenta ebenfalls: Nach dem Börsengang in Hongkong im Juli 2026 soll ein Teil der Einnahmen in den Ausbau des Robotaxi-Geschäfts fließen.
Noch kein Fahrdienst für Kunden
Bis zum kommerziellen Start bleibt der Weg lang. Momenta nennt noch keinen Termin, doch die KBA-Genehmigung macht Deutschland zu einem wichtigen Testfeld im europäischen Robotaxi-Wettbewerb.

diese Auto Nachricht