Nissan erweitert seine europäische Modellpalette um einen bislang hierzulande unbekannten Namen. Der Kicks kommt endlich auch nach Europa und soll als kompaktes Crossover im B-Segment unterhalb des Qashqai positioniert werden.
Elektroantrieb ohne Ladekabel
Technisch interessant wird der Kicks vor allem durch seinen Antrieb. Nissan setzt auf die dritte Generation des e-Power-Systems. Anders als bei einem klassischen Hybrid ist der Verbrennungsmotor dabei nicht direkt mit den Rädern verbunden. Er dient ausschließlich zur Stromerzeugung, während ein Elektromotor den Vortrieb übernimmt.
Für den Fahrer soll sich der Kicks damit ähnlich wie ein Elektroauto anfühlen – mit einem entscheidenden Unterschied: Das Fahrzeug muss nicht an einer Ladesäule angeschlossen werden. Die Batterie wird während der Fahrt vom Verbrennungsmotor geladen, getankt wird weiterhin ganz klassisch Benzin.

Die aktuelle e-Power-Generation wurde laut Nissan vor allem bei Effizienz, Emissionen und Fahrkomfort weiterentwickelt. Zum Einsatz kommt sie bereits im Qashqai.
Kompakter Crossover für Europa
Beim Kicks handelt es sich bereits um die zweite Modellgeneration. Produziert wird sie derzeit unter anderem in Japan, Mexiko und Brasilien. Weltweit wurden laut Nissan bereits mehr als 1,8 Millionen Exemplare in über 70 Märkten verkauft.

Für Europa hält sich Nissan bei den technischen Details allerdings noch zurück. Angaben zu Leistung, Verbrauch, Preisen und dem genauen Marktstart fehlen bislang. Auch die konkrete europäische Auslegung des Antriebs wurde noch nicht vollständig bekannt gegeben.

Fest steht dagegen, dass der Kicks in Sunderland für die Märkte in Großbritannien, Europa und der Türkei gebaut wird. Damit nutzt Nissan die bestehende Fertigungskompetenz des Standorts für ein weiteres elektrifiziertes Modell.
Sunderland setzt auf Elektrifizierung
Für das Werk im Nordosten Englands ist der Kicks ein weiterer wichtiger Baustein. Seit dem Produktionsstart 1986 liefen dort unter anderem Bluebird, Primera, Micra, Almera, Note, Juke, Qashqai und Leaf vom Band.
Heute beschäftigt Nissan in Sunderland rund 6.000 Menschen. Weitere rund 30.000 Arbeitsplätze hängen nach Angaben des Herstellers in der Zulieferkette vom Standort ab. Insgesamt hat Nissan nach eigenen Angaben rund fünf Milliarden Pfund in seine britischen Aktivitäten investiert.

Mit Kicks, Qashqai, Juke und Leaf entsteht in Sunderland künftig ein breites Spektrum elektrifizierter Antriebe. Qashqai und Kicks setzen auf e-Power, während der Leaf und der kommende Juke rein elektrisch unterwegs sind.
Weitere neue Modelle geplant
Der Kicks ist nicht die einzige Neuheit, mit der Nissan seine europäische Modellpalette ausbaut. Erst kürzlich kündigte der Hersteller den neuen Pixo an. Das Elektroauto im A-Segment soll noch im September offiziell vorgestellt werden.
Auch beim Juke steht ein Generationswechsel bevor. Die nächste Generation des Crossovers soll erstmals ausschließlich elektrisch angeboten werden.
Damit verfolgt Nissan in Europa einen mehrgleisigen Elektrifizierungsansatz. Neben reinen Elektroautos bleibt e-Power eine Alternative für Kunden, die elektrisch fahren möchten, ohne ihr Fahrzeug regelmäßig extern laden zu müssen.



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