Audi schickt den neuen SQ5 TFSI S tronic ins Rennen, um das Beste aus zwei Welten zu vereinen: souveräne Dynamik und angenehmen Luxus. Unsere Testfahrt im Süden Europas führte uns über lange Autobahnen, kurvige Landstraßen und schlechte Schotterwege. Ein ideales Szenario, um herauszufinden, wie viel „S“ im Alltag wirklich drinsteckt.

Technik, die begeistert und kostet

Unser Testwagen kommt in der Farbe „Ultrablau Metallic“ (950 Euro) – ein echter Hingucker, vor allem im Sonnenlicht. Aber der heimliche Superstar der Ausstattung war das Fahrwerk. Das adaptive S-Luftfederfahrwerk (1.660 Euro) ist jeden Cent wert. Schlechte Straßen, Schotter oder Speedbumps sind dann für den Ingolstädter wahrlich kein Problem mehr. Einfach hochpumpen und weiter geht es. Ein Aufsetzen im normalen Gelände und in Alltagssituationen ist damit nahezu ausgeschlossen. Dazu gibt es ein Interieur, das nicht nur wertig wirkt, sondern sich auch exakt so anfühlt. Platz ist reichlich vorhanden, egal ob für Familie oder Urlaubsgepäck.

Audi, SQ5
Foto: Simninja

Technik-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Mit dem MMI experience pro-Paket (2.280 Euro) und dem Tech pro-Paket (5.630 Euro) fährt der SQ5 ganz vorne mit, wenn es um Konnektivität, Assistenzsysteme und digitale Show geht. Dann gibt es auch das zusätzliche Beifahrerdisplay.

Sound innen besser als außen

Die Soundanlage ist ein echtes Highlight: sauber, kraftvoll und bassstark und das ganz ohne störendes Geklapper in den Verkleidungen. Das macht Spaß, gerade auf langen Strecken.

Audi, SQ5
Foto: Simninja

Der 3.0 TFSI liefert seine 380 PS angenehm souverän ab. Der Klang passt, wirkt aber weniger spektakulär, als man bei einem „S“ vielleicht erwartet. Dafür sind echte Endrohre montiert und keine Plastik-Fakes.

Masse trifft Ruppigkeit

Bei hoher Geschwindigkeit zeigen sich kleinere Schwächen: Die Bremse dürfte einen Tick mehr Biss haben. Und mit rund 2,4 Tonnen spürt man die Masse in flotten Kurven deutlich.

Audi, SQ5
Foto: Simninja

Deutlich störender: der Spurhalteassistent. Der greift so ruppig ein, dass man auf engen Straßen lieber beide Hände gut am Lenkrad lassen sollte. Andere Audi-Modelle (S6 etron oder der neue A6) können das deutlich sanfter und vorhersehbarer.

Design: stark – bis auf die neuen Ringe

Sportliche Linien, eine starke Front und durchgängige Scheinwerfer machen den SQ5 zu einem attraktiven SUV. Die neuen, dunklen Audi-Ringe hingegen bleiben Geschmacksache. Irgendwie wirkt es wie, wenn die Ringe auf dem Weg ihr Chrome verloren hätten. Und dann wären da noch die Lenkradtasten: seit Jahren ein Kritikpunkt. Audi ist aber derzeit am Umschwenken und passt jetzt die ersten Innerräume der Modelle A5, A6, Q5 sowie der Stromer A6 e-tron und Q6 e-tron an.

Audi, SQ5
Foto: Simninja

Verbrauch und Preis

Mit einem Durchschnitt von 8,9 Litern und entspannter Fahrweise schlägt sich der V6 anständig. Wer öfter den rechten Fuß fordert, wird jedoch logischerweise zweistellig unterwegs sein. Weniger logisch erscheint der Preis: Unser Testwagen kam mit allen Extras auf stolze 100.215 Euro. Und damit kratzt der SQ5 schon an Regionen, in denen SUVs nochmal größer, stärker oder auch elektrischer ausfallen.

Audi, SQ5
Foto: Simninja

Fazit: Ein daily Hero mit Luxusanspruch

Der Audi SQ5 ist im Grunde genau das, was viele sich wünschen: Ein Allround-SUV, der Komfort, Luxus und Dynamik clever kombiniert. Er bringt dich souverän überall hin – egal, wie schlecht die Straße ist. Und er macht dabei richtig Spaß. Aber: Wer dieses Rundum-Sorglos-Paket will, muss bereit sein, dafür zu bezahlen.

Alle weiteren Bilder zu unserer Testfahrt gibt es hier: