Hyundai schreibt das nächste Kapitel seiner Hochleistungsgeschichte: Beim Goodwood Festival of Speed feierte der neue IONIQ 6 N Weltpremiere. Damit erweitert die südkoreanische Marke ihr N-Portfolio um eine weitere elektrische Speerspitze, die Motorsport-Performance und Alltagstauglichkeit vereinen soll.

Der IONIQ 6 N ist weit mehr als ein aufgepumpter Ableger der bekannten Elektrolimousine. Mit bis zu 650 PS (478 kW) im N Grin Boost-Modus, einem Drehmoment von 770 Nm und einer Beschleunigung von 0-100 km/h in nur 3,2 Sekunden setzt Hyundai ein selbstbewusstes Ausrufezeichen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei sportwagentauglichen 257 km/h.

Hyundai, Ioniq 6 N
Foto: Hyundai

Optisch betont der IONIQ 6 N seine Ambitionen mit verbreiterten Kotflügeln, einem markanten Schwanenhals-Spoiler und exklusiven Details wie der neuen Farbe Performance Blue Pearl, die dem Fahrzeug mit ihrem Perlmutt-Finish zusätzliche Tiefe verleiht. Unter der Haube steckt jedoch nicht nur rohe Gewalt, sondern auch technische Raffinesse.

Technik für die Rennstrecke

Die Ingenieure haben dem IONIQ 6 N ein völlig neu entwickeltes Fahrwerk verpasst, inklusive tiefergelegtem Rollzentrum und elektronisch gesteuerten Dämpfern (ECS). Hubsensoren ermöglichen dabei eine besonders präzise Dämpfungssteuerung, je nach Fahrmodus von alltagstauglich komfortabel bis kompromisslos sportlich.

Hyundai, Ioniq 6 N
Foto: Hyundai

Für das passende Sounderlebnis sorgt N Active Sound +, das zwischen motorsportlichem „Ignition“-Klang, traditionellem EV-Sound und futuristischen Sci-Fi-Tönen („Lightspeed“) wechseln lässt. Hinzu kommt N e-Shift, ein System, das Schaltvorgänge von Verbrenner-Sportwagen simuliert – inklusive fühlbarem Ruck für ein authentischeres Fahrgefühl.

Die 84 kWh große Batterie lässt sich an einer 350-kW-Schnellladesäule in rund 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden (unter optimalen Bedingungen). Zudem wurde das Thermomanagement für längere Performance-Fahrten optimiert. Fahrmodi wie N Launch Control, N Drift Optimizer und N Grin Boost (maximale Leistung für 10 Sekunden) runden das Performance-Paket ab.

Innenraum: Cockpit mit Lichtshow

Auch im Interieur setzt Hyundai auf Rennsportanleihen: Schwarze Sitze mit Performance Blue-Akzenten, Ambientebeleuchtung mit Gangwechselanzeige (N Ambient Shift Light) und der N Track Manager, der Ghost-Car-Visualisierungen und Streckenanalysen bietet, machen den IONIQ 6 N zu einem rollenden Rennsimulator.

Hyundai, Ioniq 6 N
Foto: Hyundai

Abmessungen und Bremsen

Mit einer Länge von 4,94 Meter, Breite von 1,94 Meter und Höhe von 1,50 Meter bleibt er eine stattliche Limousine, während der exklusive Pirelli P Zero 5 (275/35R20) und eine Bremsanlage mit 400 mm Scheiben vorn und 360 mm hinten für Verzögerungswerte sorgen, die auch ambitionierte Trackday-Piloten zufriedenstellen dürften.

Hyundai, Ioniq 6 N
Foto: Hyundai

Fazit

Der Hyundai IONIQ 6 N zeigt eindrucksvoll, wie die Marke N ihre Motorsport-DNA elektrifiziert. Von der Schaltvorgangs-Simulation bis zur Driftsteuerung steckt das Fahrzeug voller technischer Spielereien, die Enthusiasten ansprechen. Damit untermauert Hyundai seinen Anspruch, die Elektrifizierung emotionaler Hochleistungsmodelle nicht nur anzuführen, sondern auch erlebbar zu machen. Preise und ein Datum für den Marktstart hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben.