Motorsport-Magazin.com Plus
Auto

Das ist Stellantis: Neuer Megakonzern aus Fiat Chrysler und PSA

Aus Fiat Chrysler und PSA wird Stellantis: Alfa, Maserati, Jeep, Peugeot, Opel und neun weitere Autohersteller werden zum Mega-Konzern.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Die Fusion zweier der größten Automobilkonzerne der Welt ist perfekt: Fiat Chrysler und die PSA Gruppe schließen sich zu Stellantis zusammen. Bereits im Dezember wurde eine verbindliche Vereinbarung der beiden Konzerne geschlossen, am Montag wurde schließlich der Handel an den Börsen in Paris, Mailand und New York aufgenommen.

Zuvor musste die Fusion von diversen Behörden genehmigt werden. Zusammen kamen beide Konzerne im Jahr 2019 auf einen Umsatz von 167 Milliarden Euro. Das macht Stellantis hinter Volkswagen, Toyota und Daimler zum viertgrößten Automobilkonzern der Welt.

Insgesamt versammeln sich nun 14 Autohersteller unter einem Dach. Fiat Chrysler bringt Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Maserati, Abarth, Chrysler, Dodge, Ram, Jeep, Opel und Vauxhall mit in die Ehe. Von PSA kommen Peugeot, Citroen und DS hinzu.

Zuvor sah es lange Zeit nach einer Fusion zwischen Fiat Chrysler und dem PSA-Hauptkonkurrenten, der Renault Gruppe aus. Allerdings zog Fiat Chrysler den Stecker, nachdem die französische Regierung Probleme bereitete.

Ferrari-Präsident Elkann leitet Verwaltungsrat

Geschäftsführer von Stellantis ist Carlos Tavares, der zuvor auch schon PSA führte und dort für die Übernahme von Opel zuständig war. Der Verwaltungsrat wird von Chairman John Elkann geleitet.

Elkann, Angehöriger der Agnelli-Familie, war seit 2010 Fiat-Präsident und direkter Nachfolger von Luca di Montezemolo. 2018 übernahm der in den USA geborene Italiener zudem als Ferrari-Präsident von Sergio Marchionne. Ferrari wurde 2015 durch einen Börsengang aus der Fiat Chrysler Gruppe ausgegliedert.

Fiat Chrysler und PSA erhoffen sich durch die Fusion erhebliches Einsparpotential. Durch Synergien sollen jährlich fünf Milliarden Euro eingespart werden. Investitionen in die Elektrifizierung der Fahrzeugflotten machen den Schritt nötig. So können die enormen Forschungs- und Entwicklungskosten auf mehrere Schultern verteilt werden.

Werke sollen dafür nicht geschlossen werden, Arbeitsplätze sollen durch die Fusion gesichert werden. "Sie ist ein Schutzschild", erklärt Tavares. Ohne die Synergien, so der Konzernboss zwischen den Zeilen, wären beide nicht mehr konkurrenzfähig. "So gibt es weniger Druck auf die Jobs", verspricht der Portugiese. Insgesamt beschäftigt Stellantis rund 400.000 Mitarbeiter.