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ADAC GT Masters

ADAC GT Masters Lausitzring 2: Schubert Motorsport in Top-10

Punkte für den BMW M6 GT3 #10 beim vorletzten Event des ADAC GT Masters 2020. DTM-Pilot Sheldon van der Linde überzeugt als Edelreservist für Nick Yelloly.

Motorsport-Magazin.com - Das vorletzte Wochenende im ADAC GT Masters 2020 stellte Schubert Motorsport in vielerlei Hinsicht auf eine harte Probe. Das Team aus Oschersleben musste bei der Rückkehr an den Lausitzring auf Red-Bull-Ring-Sieger Nick Yelloly verzichten. Der BMW-Werksfahrer war krankheitsbedingt ausgefallen und wurde durch Markenkollege Sheldon van der Linde ersetzt. Der Edelreservist aus der DTM erwies sich als würdige Vertretung des Briten. Er überzeugte hinter dem Steuer des BMW M6 GT3 bei schwierigsten Bedingungen und eroberte mit Henric Skoog ein weiteres Top-10-Resultat im Feld der 30 GT3-Boliden.

Ursprünglich war für die sechste Station im ADAC GT Masters ein Gastspiel in Zandvoort vorgesehen, doch die Coronavirus-Situation verhinderte den Ausflug in die Niederlande. Stattdessen kam die 4,534 km lange Variante des Lausitzrings zum Einsatz, welche Team und Fahrer von Freitag an mit Regen vor eine besonders schwierige Herausforderung stellte. Joel Eriksson und Aidan Read unterstrichen mit den Positionen vier und elf in den Trainings die starke Form des Teams bei nassen Bedingungen, während van der Linde die Zeit nutzte, um sich mit dem BMW M6 GT3 vertraut zu machen.

Im ersten Qualifying lag es bei Read und Skoog, das Potential im Regen umzusetzen. Während der Schwede die Startnummer 10 als bester BMW im Feld auf der 16. Startposition qualifizierte, haderte Read im Schwesterauto mit der Balance und wurde nur 27. Im Rennen lag Skoog auf Punktekurs, bis er im ersten Stint von einem Konkurrenten gedreht wurde und sich auf Position 26 wiederfand. Im weiteren Verlauf erkämpften er und van der Linde den 16. Platz. Nach dem Rennen wurden jedoch 14 der 25 gewerteten Autos von den Stewards mit Strafen belegt. Skoog und van der Linde fielen auf die 19. Position zurück. Read und Eriksson traf dasselbe Schicksal, was Platz 20 statt 18 bedeutete.

Der Sonntag begann mit einem starken Qualifying von Eriksson und van der Linde vielversprechend. Der Schwede und sein südafrikanischer BMW-Kollege eroberten die Startplätze sieben und zehn für das zweite Rennen. Im nassen ersten Stint behauptete sich das Duo souverän in den Top-10. Mit dem Fahrerwechsel zur Rennhalbzeit klarte der Himmel auf. Skoog meisterte die Mischbedingungen auf abtrocknender Strecke und überquerte die Ziellinie nach einer Stunde Rennzeit als Zehnter. Read war ebenfalls auf dem Weg in die Punkte, als er im Zweikampf touchiert wurde und durch einen Dreher ans Ende des Feldes zurückfiel. Die Startnummer 9 musste sich daraufhin mit Platz 24 begnügen.

Teamchef André Schubert: "Ich bin mir nicht sicher, ob uns die nassen Bedingungen letztendlich lieber als Sonnenschein waren. Wir hätten auf dem Lausitzring gerne herausgefunden, welche Fortschritte wir seit dem Saisonauftakt auf dieser Strecke mit dem Setup gemacht haben. Bei dem Regenroulette war es leider nicht möglich, einen direkten Vergleich zu ziehen. Unter dem Strich können wir mit der Performance sehr zufrieden sein. Die Crew hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Wir haben von Samstag auf Sonntag einen guten Schritt gemacht, um den BMW auf die Mischbedingungen einzustellen. Das Top-10-Resultat war bei diesen Verhältnissen ein schöner Erfolg. Sheldon hat als Ersatz für Nick einen tollen Job gemacht. Leider hatten wir das Rennglück nicht auf unserer Seite. Ohne die unverschuldeten Kollisionen wäre noch mehr für uns drin gewesen."

Henric Skoog: "Mit Platz zehn bin ich letztendlich sehr glücklich. Die Bedingungen waren extrem schwierig und ich hatte im Regen noch nicht allzu viel Erfahrung mit dem BMW. Ich habe mich aber von Anfang an gut gefühlt und im Verlauf des Wochenendes immer mehr Vertrauen in das Auto gewonnen. Die Pace war konkurrenzfähig und Sheldon hat einen super Job gemacht. Schade war nur, dass ich im ersten Rennen abgeschossen wurde. Ohne diesen Zwischenfall wäre an beiden Tagen ein Punkteresultat drin gewesen."

Joel Eriksson: "Unsere Pace war deutlich besser als die Resultate. Wir haben in den Trainings unser Potential gezeigt, aber leider konnten wir es in den Rennen nicht zeigen. Einerseits haben wir uns dort schwerer getan, andererseits hatten wir mit dem Rennverlauf einfach Pech. Aber es bleibt keine Zeit für Frust und wir schauen lieber nach vorne. Ich würde mich freuen, die Saison beim Heimrennen des Teams in Oschersleben auf einem Hoch zu beenden."

Aidan Read: "Insgesamt war es ein hartes Wochenende für uns. Wir hatten in beiden Rennen keinen optimalen Boxenstopp und auf der Strecke hatten wir auch noch Pech. Es ist wichtig, das schnell abzuhaken. Vor uns liegt ein wichtiges Rennen. Oschersleben ist das Heimrennen von Schubert Motorsport und ich freue mich sehr darauf. Ich werde mein allerbestes geben, um die Saison mit einem starken Wochenende abzuschließen."


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