ADAC GT Masters

Klasse Aufholjagd von Dennis Marschall auf dem Sachsenring

BMW Team Schnitzer-Pilot Dennis Marschall und sein Teamkollege Victor Bouveng machen im zweiten Rennen 16 Positionen gut.

Motorsport-Magazin.com - Dennis Marschall und sein BMW Team Schnitzer biegt allmählich ein auf die Zielgerade des ADAC GT Masters 2018. Die vorletzte Veranstaltung der Liga der Supersportwagen zog vergangenes Wochenende über 20.000 Fans an den Sachsenring. Geboten wurde gewohnte Rennaction und am Sonntag eines der kuriosesten Rennen in der Geschichte der Rennserie. Gemeinsam mit Teamkollege Victor Bouveng gelang Marschall im zweiten Lauf am Sonntag eine beeindruckende Aufholjagd von Startplatz 32 auf den 16. Rang. Am Samstag schied das Fahrerduo aus.

Am Freitag hatte das Team vor allem mit dem Wetter zu kämpfen. Regen hinderte Marschall und seine Mannschaft, den BMW M6 GT3 ideal für die Qualifyings und Rennen abzustimmen. Entsprechend schwer taten sich der Deutsche und sein schwedischer Teamkollege auf der technisch anspruchsvollen Strecke. Vor allem die schnellen Kurven bereiteten den beiden Junioren Kopfschmerzen.

Am Samstag bewiesen die 68 Piloten einmal mehr, weshalb das ADAC GT Masters zu den stärksten GT-Rennserien weltweit zählt. Im Qualifying sicherte Marschall Startplatz 20 mit knapp über sechs Zehntelsekunden Rückstand auf die Pole Position. Enger geht es kaum! Am Start kam der Deutsche mitten in den Pulk und musste stark abbremsen, um eine Berührung zu vermeiden. Entsprechend verlor er einige Positionen. Die Plätze machte Marschall jedoch wieder gut und übergab das Auto auf Platz zehn. Viel Pech folgte. Marschalls Teamkollege hatte einen Kontakt, was zu einer Kettenreaktion führte. Der daraus resultierende Reifenschaden zwang den BMW M6 GT3 mit der Startnummer 43 zum vorzeitigen Rennende.

Schlechte Voraussetzungen im zweiten Lauf am Sonntag: Von Startplatz 32 aus nahm Marschalls Teamkollege das Rennen auf. Es folgte ein chaotischer Start, aus dem sich der BMW Team Schnitzer-Pilot heraushielt. Der Lohn: Beim Re-Start ging es für den BMW M6 GT3 von Platz 20 ins Rennen. Pech hatte das Duo allerdings beim Fahrerwechsel. Gleich mehrere Autos verkeilten Marschalls Dienstwagen und hinderten ihn daran, rechtzeitig die Box zu verlassen. Dabei verlor das Duo viel Zeit und fiel zurück. Bei Rennende hatten die beiden eine beeindruckende Aufholjagd zu verbuchen und überquerten die Ziellinie als 16. Zudem sicherte sich Marschall weitere Punkte in der Junior-Wertung des ADAC GT Masters.

Nun gilt es für den Eggenfeld-Leopoldshafener, den Fokus auf das große Saisonfinale bei seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring (21. bis 23. September) zu lenken.

Dennis Marschall mit Setup-Problemen am Samstag auf dem Sachsenring - Foto: ADAC GT Masters

Dennis über...

... die starke Aufholjagd am Sonntag: "Es war ein unglaublich chaotisches Rennen. Es ging drunter und drüber. Letztlich war es reines Glück, wer mit der Boxenstrategie am besten durchgekommen ist. Beim Fahrerwechsel waren wir richtiggehend eingekeilt und kamen einfach nicht heraus. Deswegen waren wir drei Sekunden über der minimalen Standzeit. Bis dahin lief das Rennen gut. Wir sind vom Start weg top weggekommen, waren nach der ersten Runde bereits auf Platz 20. Wir hatten dann etwas Glück, dass sich einige Autos nach und nach aus dem Rennen verabschiedet haben. Am Ende sind wir 16. geworden, was angesichts der Ausgangslage schon richtig gut ist. Das Rennen war einfach extrem chaotisch. Es ist so viel Unvorhersehbares passiert, dass am Schluss jeder hätte gewinnen können. Schließlich holte das Auto, das vor dem Boxenstopp vor uns lag, den Sieg."

... Setup-Probleme am Samstag: "Wir hatten vom ersten Qualifying Probleme mit der Balance. Das begann allerdings schon am Freitag, weil wir aufgrund des Regens nicht wirklich viele Testmöglichkeiten hatten, um das Auto abzustimmen. Vor allem in den schnellen Kurven hatten wir mit starkem Untersteuern zu kämpfen. Alleine im zweiten Sektor haben wir deswegen über drei Zehntelsekunden verloren - und das im Grunde genommen in nur zwei Kurven."

... das große Finale beim Heimrennen: "Auf den Hockenheimring freue ich mich sehr. Ich kenne die Strecke sehr gut und fühle mich dort natürlich auch sehr wohl. Ich erwarte eine Menge Freunde vor Ort und meine Familie wird mich an der Strecke ebenfalls anfeuern. Das Layout sollte dem BMW auch ein bisschen mehr entgegen kommen als es auf dem Sachsenring der Fall gewesen ist. Es wird nicht so gut laufen wie auf dem Red Bull Ring, aber Punkte sollten durchaus möglich sein. Es wäre schön, die Saison unter den besten Zehn abzuschließen."


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