Die Motorsport-Welt trauert um Juha Miettinen. Der Pilot des BMW 325i von Keeevin Motorsport mit der Startnummer 121 verstarb an den Folgen eines schweren Unfalls während des für Samstagabend angesetzten ersten von zwei Vier-Stunden-Rennen bei den 24h Qualifiers auf der Nürburgring Nordschleife.

Der Unfall trug sich ungefähr 25 Minuten nach dem Start des Rennens um 17:55 Uhr am Ende des Streckenabschnitts Klostertal zu. Sieben Autos schlugen dort im Bereich Steilstrecke in die Absperrung ein. Mehrere Fahrer wurden dabei verletzt. Die Rennleitung brach das Rennen sofort mit der Roten Flagge ab.

24h Qualifier Rennen am Samstag auf dem Nürburgring
Der BMW des tödlich verunfallten Juha Miettinen, Foto: IMAGO / speedshot

Die Rettungskräfte trafen sofort am Unfall ein. Miettinen wurde aus dem Auto befreit und ins Medical Center überstellt, wo er jedoch leider verstarb, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben. Um 20:00 Uhr Ortszeit bestätigten die Veranstalter dies mit einer offiziellen Stellungnahme. Miettinen, ein langjähriger NLS-Teilnehmer, wurde 66 Jahre alt.

Die anderen sechs am Unfall beteiligten Fahrer wurden ins Medical Center beziehungsweise in umliegende Krankenhäuser überstellt. Von ihnen ist allerdings niemand lebensgefährlich verletzt. Das Rennen am Samstag wird nicht wieder aufgenommen.

Der zweite Teil der Veranstaltung am Sonntag findet statt. Vor dem Start um 13:00 Uhr ist eine Schweigeminute für den verstorbenen Juha Miettinen angesetzt. Die Redaktion von Motorsport-Magazin.com spricht den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

Beileidsbekundungen aus dem Nürburgring-Fahrerlager

"Wir haben ein Mitglied der BMW-Rennfamilie unter tragischen Umständen verloren, und unsere Gedanken sind mit seiner Familie und Freunde", ließ BMW wissen. Der verstorbene Miettinen war in einem BMW 325i angetreten. Vom Automobil-Weltverband FIA hieß es: "Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen am Event Beteiligten."

Und auch der vierfache Weltmeister Max Verstappen meldete sich am Abend noch zu Wort: "Ich bin geschockt von dem, was heute passiert ist. Motorsport ist etwas, das wir alle lieben, aber in Zeiten wie diesen werden wir daran erinnert, wie gefährlich er sein kann. Mein aufrichtiges Beileid für Juhas Familie und Freunde."

Mit #992 war einer der Manthey-Porsche auch in den Unfall verwickelt gewesen. Glücklicherweise bestätigte Manthey am Abend bald, dass ihr Fahrer Björn Griesemann unverletzt geblieben war. "Die Gedanken von Manthey, der Griesemann Gruppe und der Porsche Endurance Trophy Nürburgring sind mit der Familie des heute verstorbenen Fahrers", ließ man im Anschluss wissen.