24 h Nürburgring

24h Nürburgring: Porsche dominiert Top-30-Qualifying

Im Top-30-Qualifying für das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife gingen die ersten drei Positionen an Porsche. Manthey auf der Pole Position.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Das Top-30-Qualifying für das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife stand ganz im Zeichen von Porsche: Der Hersteller verbuchte die ersten drei Plätze. Die Pole Position sicherte sich in 8:09.105 Minuten der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911. Laurens Vanthoor pilotierte den Boliden von Manthey Racing zu dieser starken Zeit.

"Das hier ist die geilste Strecke der Welt, nichts kommt dem nahe", schwärmte der Polesetter. "Im Top-30-Qualifying gibt es keinen Verkehr, das heißt, wir fahren wie irre, das ist völlig krank. Gleichzeitig ist es das Coolste, was ich jemals gemacht habe. Ein Puls von 197 sagt genug. Es gibt nichts Schöneres im Motorsport als das."

Vanthoor berichtete, dass er auf seiner ersten Runde ein paar Fehler hatte und dabei sogar leicht eine Mauer berührte. In der zweiten Runde habe er dann alles zusammengebracht. Platz zwei ergatterte Sven Müller im Falken-Porsche #44, der als Erster auf die Strecke durfte und mit 8:09.522 Minuten die erste Richtzeit gesetzt hatte.

"Das war die krasseste Runde, die ich je gefahren bin. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel gepusht", gestand Müller. "In der zweiten Runde konnte ich nicht mehr, weil ich in der ersten gefühlt nur zwei Mal geatmet habe. Wir waren nur vier Zehntel auseinander. Das zeigt, dass es am Limit war. Mehr geht nicht."

Zum möglichen Regen im Laufe des 24-Stunden-Rennens meinte Müller: "Auf der Nordschleife ist es mega schwer, das Limit im Nassen zu finden. Es gibt so viele verschiedene Asphaltwechsel, dazu gibt es viele Kurven mit starker Neigung. Manchmal bist du über dem Limit und manchmal denkst du, da wäre noch ein bisschen was gegangen. Im Regen hier zu fahren, ist noch um einiges schwerer. Da heißt es, bisschen rauszunehmen an Geschwindigkeit und das Auto sicher über die Runde zu bringen."

Auf Rang drei fuhr Norbert Siedler in der #31 des Frikadelli Racing Teams. Siedler war bereits nach seiner ersten Runde an die Box gefahren. "Es war nicht geplant, ich wollte schon zwei Runden fahren", erklärte er. "Die erste Runde war allerdings so gut und zudem habe ich auf dieser Runde schon Übersteuern bekommen. Deshalb habe ich entschieden, nach dieser Runde reinzukommen, denn ich hätte die Zeit nicht mehr verbessert", sagte er und fügte lachend hinzu: "Ich bin auch etwas älter als die beiden, sonst hätte ich länger fahren können."

Bester Nicht-Porsche war der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 4 (Black Falcon), pilotiert von Maro Engel. Nicki Thiim fuhr den Aston Martin Vantage GT3 #7 auf Platz fünf. Dahinter reihte sich der zweite Manthey-Porsche mit Fred Makowiecki am Steuer ein.

Die beiden Boliden des Mercedes-AMG Team MANN-Filter, mit Daniel Juncadella und Maximilian Götz am Steuer, kamen auf den Positionen sieben und acht über die Ziellinie. Die Top-10 komplettierten Yelmer Buurmann im Black Falcon-Mercedes #5 und Jesse Krohn im BMW M6 GT3 #99 (Rowe Racing).

Die 30 Piloten hatten mit einem Abstand von jeweils 30 Sekunden die Nordschleife unter die Räder genommen. Die Bedingungen waren mit Sonnenschein und ein paar Wolken gut. Der Start des 24-Stunden-Rennes erfolgt am Samstag um 15:30 Uhr. Zuvor gibt es um 09:10 Uhr noch ein Warm-Up.


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