24 h Nürburgring

Top-5: Racing-Dynastien bei den 24h Nürburgring

Dem Rennsport-Virus erliegen manchmal ganze Familien. Die fünf bekanntesten Racing-Dynastien beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Motorsport ist oftmals auch Familiensache. So auch beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Ein Rennen, an dem oftmals ganze Familien teilnehmen. Sei es als fahrendes Personal hinter dem Steuer oder sei es in leitender Funktion am Kommandostand, schon viele Dynastien haben an der Hatz durch die Grüne Hölle teilgenommen und die Geschichte teilweise sogar mit geprägt. Die fünf bekanntesten Racing-Familien beim 24h-Rennen:

Stuck

Das Projekt Stuck³ sorgte 2011 für viele Schlagzeilen - Foto: ADAC GT Masters

Es gilt wohl als das Familienprojekt, das in der Geschichte der 24h am Nürburgring das größte mediale Echo hervorrief: Stuck³. Hans-Joachim Stuck und seine Söhne Johannes und Ferdinand gingen nämlich 2011 gemeinsam auf einem Lamborghini Gallardo von Reiter Engineering an den Start. Das Rennen markierte den Schlussstrich unter die jahrzehntelange Rennfahrer-Karriere von Strietzel. Das Nordschleifen-Urgestein gewann bereits die Premiere des 24h-Rennens im Jahr 1970 und legte 1998 und 2004 zwei weitere Gesamtsiege nach. Zum Abschluss mit den Söhnen sowie Dennis Rosteck sprang Gesamtplatz 15 heraus.

Strycek

Volker Strycek startete 2016 zusammen mit Sohn und Tochter - Foto: Opel-Blog

Strietzel Stuck hat den Helm an den Nagel gehängt, doch Volker Strycek gibt noch immer auf der Nordschleife Gas. Strycek wurde 1984 der erste Champion in der Geschichte der DTM und holte 2003 den ersten und bisher einzigen Gesamtsieg für Opel beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Seit Jahren pilotiert er zudem den legendären Fuchsschwanz-Manta, der inzwischen längst Kultstatus unter den Fans genießt. Ähnlich wie die Stucks 2011, spannte Strycek 2016 mit seinem Nachwuchs zusammen. Mit Sohn Robin und Tochter Lena setzte man einen Opel Astra J OPC in der Klasse V2T ein. Das Ziel erreichte man damit auf der 61. Gesamtposition, in der eigenen Klasse reichte es für Platz zwei.

Hahne

Armin Hahne (rechts) und seine Brüder starteten oft beim 24h-Rennen - Foto: Jan Brucke/VLN

Zu den bekanntesten Dynastien auf der Nürburgring-Nordschleife zählen auch die Hahnes. Armin Hahne und seine vier Brüder Bernd, Hubert, Norbert und Wilhelm gingen bei zahlreichen Ausgaben der 24h am Nürburgring zwischen 1970 und 2012 an den Start. Den größten Erfolg konnte dabei erwartungsgemäß Armin Hahne einfahren, als er zusammen mit Joachim Winkelhock und Kris Nissen den Gesamtsieg holte. Armin Hahne ist zudem mit 16 Starts auch der familieninterne Rekordmann. Wilhelm Hahne kommt auf elf Teilnahmen zwischen 1970 und 1995, Bernd (4), Norbert (3) und Hubert (2) starteten weniger als fünf Mal beim Rennen.

Fritzsche

Die Fritzsche-Brüder Heinz-Otto und Jürgen starteten zuletzt stets mit Opel - Foto: Jan Brucke/VLN

Die Fritzsche-Brüder Heinz-Otto und Jürgen sind ebenfalls Routiniers auf der Nordschleife. Im Tandem wurden die Fritzsches bereits 1990 und 1991 Gesamtsieger der VLN und wiederholten dies in den Jahren 2003 und 2007. Beim 24h-Rennen startete Heinz-Otto insgesamt 18 Mal, Bruder Jürgen stand 17 Mal in der Starterliste. Gemeinsam bestritten sie dabei zwischen den Jahren 1984 und 2013 elf Rennen. Das beste Gesamtergebnis ist für das Brüderpaar die zweite Position aus dem Jahr 1994, zudem konnten sie insgesamt sechs Klassensiege feiern, fünf davon zusammen.

Bonk

Bonk Motorsport setzt seit Jahren vorrangig auf Modelle aus dem Hause BMW - Foto: Patrick Funk

Bonk Motorsport ist inzwischen eine Institution am Nürburgring, unter anderem gewann man beim 24h-Rennen 2016 die Kl.-Cup-Klasse. Gegründet wurde die Mannschaft im Jahre 1998, doch die Ursprünge reichen noch viel weiter zurück. Der heutige Teamchef Michael Bonk startete erstmals 1986 bei der 24h-Hatz durch die Grüne Hölle, wenige Jahre später schloss er sich mit Bruder Ralf Peter und Vater Jürgen zusammen. 1992 erreichte das Bonk-Dreigestirn mit einem BMW M3 den siebten Platz in ihrer Klasse, insgesamt reichte es zu Rang 46. Die Truppe wurde zudem vier Mal (2002, 2006, 2010 und 2016) Gesamtsieger in der VLN.


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