Im zweiten Training bei den 24 Stunden von Le Mans stiehlt Toyota auf den letzten Minuten die Schlagzeilen. Mit Ablauf der Zeit erbt der Toyota GR010 in den Händen von Ryo Hirakawa zunächst die Bestzeit und kollidiert kurze Zeit später mit einem GT3-Ferrari. Bittere Nachrichten für Porsche: Der 963 mit der #6 wird nach einem technischen Verstoß vom Qualifying disqualifiziert.
Das Ergebnis: Eine Rundenzeit von 3:26,156 reichte dem Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) für die Spitze. Zunächst hatte der #83-Ferrari (Kubica/Ye/Hanson) mit einer eigentlich eine Sekunde schnelleren Zeit die Spitze lange gehalten, jedoch wurde die Zeit aus dem Zeitentableau entfernt, wodurch das Fahrzeug auf P3 zurückfiel. Der #12-Cadillac von Jota (Stevens/Nato/Lynn) übernahm die zweite Position.
Die Top-5 komplettierten der #4-Porsche (Nasr/Tandy/Wehrlein) und der #50-Ferrari (Fuoco/Molina/Nielsen). Auf den weiteren Positionen folgte mit der bestplatzierte #15 BMW M Hybrid V8 (D. Vanthoor/Marciello/Magnussen) vor dem #5 Porsche 963 (Andlauer/Christensen/Jaminet) und dem #20er-BMW auf P8 (Rast/Frijns/S. van der Linde).
Der #38 Cadillac (Bamber/Bourdais/Button) und der #51-Ferrari (Giovinazzi/Pier Guidi/Calado) rundeten die Top 10 ab, gefolgt vom bestplatzierten Peugeot 9X8 in Form der #93 (di Resta/Jensen/Vergne). Der #36-Alpine rund um Mick Schumacher (Teamkollegen: Makowiecki/Gounon) trieb sich nur im Hinterfeld herum und landete auf der 18. Position. Reine Rundenzeiten genießen aber ohnehin In diesem Training keine hohe Priorität.
Le Mans 24h, 2. Training: Das Ergebnis
| Pos | Nr | Team | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 8 | Toyota | Buemi/Hartley/Hirakawa | 3:26.156 |
| 2 | 12 | JOTA-Cadillac | Stevens/Nato/Lynn | 3:26.607 |
| 3 | 83 | AF-Corse-Ferrari | Kubica/Ye/Hanson | 3:26.680 |
| 4 | 4 | Porsche | Nasr/Tandy/Wehrlein | 3:26.748 |
| 5 | 50 | Ferrari | Fuoco/Nielsen/Molina | 3:26.809 |
| 6 | 15 | BMW | D.Vanthoor/Marciello/Magnussen | 3:27.193 |
| 7 | 5 | Porsche | Andlauer/Christensen/Jaminet | 3:27.204 |
| 8 | 20 | BMW | Rast/Frijns/S. van der Linde | 3:27.254 |
| 9 | 38 | JOTA-Cadillac | Bamber/Bourdais/Buton | 3:27.285 |
| 10 | 51 | Ferrari | Pier Guidi/Giovinazzi/Calado | 3:27.332 |
| 11 | 93 | Peugeot | Di Resta/Jensen/Vergne | 3:27.364 |
| 12 | 35 | Alpine | Chatin/Habsburg/Milesi | 3:27.635 |
| 13 | 009 | Aston Martin | Riberas/Sorensen/De Angelis | 3:27.784 |
| 14 | 7 | Toyota | Conway/Kobayashi/De Vries | 3:27.790 |
| 15 | 311 | Whelen Cadillac | Aitken/Drugovich/Vesti | 3:27.974 |
| 16 | 99 | Proton Porsche | Jani/Pino/Varrone | 3:28.346 |
| 17 | 007 | Aston Martin | Tincknell/Gamble/Gunn | 3:28.400 |
| 18 | 36 | Alpine | Mick Schumacher/Makowiecki/Gounon | 3:28.451 |
| 19 | 94 | Peugeot | Duval/Jakobsen/Vandoorne | 3:28.530 |
| 20 | 101 | Cadillac-WTR | R.Taylor/J. Taylor/Albuquerque | 3:28.909 |
| 21 | 6 | Porsche | Estre/L. Vanthoor/Campbell | 3:29.542 |
Porsche disqualifiziert, Aston Martin in Hyperpole
Während dem zweiten Training gab es aber ein Drama auf der Technik-Seite. Denn die Stewards stellten einen Verstoß des Porsche #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell) gegen das Minimalgewicht von 1030 Kilogramm fest. Nachdem ein Teamvertreter vorgeladen wurde, sprachen die Rennkommissare um 23:27 Uhr offiziell die Disqualifikation des betroffenen Porsche 963 aus dem Qualifying aus.
Dadurch geht das Auto am Samstag nur von Platz 21 in das 24-Stunden-Rennen. Seinen Platz im Hyperpole-Qualifying nimmt stattdessen die Aston Martin Valkyrie #009 ein, die im Qualifying von Marco Sorensen gesteuert worden war. Es ist die erste Teilnahme der WEC-Neulinge dieser Saison an einer Hyperpole-Session.
Nach Trainingsende: Toyota kollidiert mit GT3-Ferrari
Zwei Autos konnten am zweiten Training überhaupt nicht teilnehmen. Dabei handelte es sich einerseits um den #63-Mercedes von Iron Lynx (S. Grove/B. Grove/Stolz), der im ersten Training am Nachmittag verunfallt war und bereits das Qualifying verpasst hatte. Andererseits drehte auch die Corvette #33 von TF Sport (Keating/Edgar/Juncadella) aufgrund von technischen Problemen keine einzige Runde.
Die einzige längere Gelbphase der Session blieb so etwas wie ein Mysterium. Zunächst wurde 49 Minuten vor Ablauf der Zeit eine Full-Course-Yellow-Phase ausgerufen, ehe sechs Minuten später eine rote Flagge geschwenkt wurde. Die Unterbrechung dauerte bis 30 Minuten vor Ablauf der Zeit an, wobei ein offensichtlicher Grund nicht kommuniziert wurde. Trümmerteile könnten für die Unterbrechung verantwortlich gewesen sein.
Nach dem Ablauf der Zeit kam es im letzten Sektor zu einem Zusammenstoß zwischen dem #8-Toyota mit Ryo Hirakawa (Teamkollegen: Buemi/Hartley) am Steuer und dem Kessel-Ferrari #57 (Kimura/Serra/Rigon). Beide hatten Schäden zu verzeichnen, wobei der Ferrari nicht mehr selbständig davonfahren konnte.



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