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24 h Le Mans

Le Mans 24h 2021: Toyota-Doppelpole und Porsche-Crash

Toyota gelingt in der ersten Hypercar-Saison die Pole Position für das 24 Stunden-Rennen von Le Mans. Ein Porsche-Crash sorgt für eine rote Flagge.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Kamui Kobayashi sichert Toyota beim Qualifying zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans die Pole Position. Daneben startet der zweite Toyota GR010 aus der ersten Startreihe. Alpine und Glickenhaus können die Pace der Hybrid-Prototypen in der zweiten Austragung des Hyperpole-Formats in Le Mans nicht mitgehen.

Porsche-Unfall verhindert frühe GT-Zeitenjagd

Die Session wurde stark von einer roten Flagge beeinflusst. Auf der ersten fliegenden Runde verlor Kevin Estre im GTE-Pro Porsche (#92, Christensen/Jani) in der Indianapolis-Kurve sein Heck und schlug hart in die Streckenbegrenzung ein. Aufgrund der Unterbrechung konnte kein einziger GT-Wagen bis dahin eine Rundenzeit setzen.

Sämtliche Hypercars sowie vier LMP2-Boliden hatten allerdings schon ihre erste gezeitete Runde absolviert. Mit Runden von Kamui Kobayashi (#7) und Brendon Hartley (#8) hatte Toyota zu diesem Zeitpunkt bereits die Kontrolle über die Session übernommen.

Im weiteren Verlauf der Session kristallisierte sich der erwartungsgemäß klare Vorsprung von Toyota heraus. Die Entscheidung fiel demnach zwischen der #7 und der #8. Obwohl dem Toyota #7 nach dem Restart keine Verbesserung mehr gelang, reichte die Rundenzeiten von 3:23.900 von Kobayashi (Teamkollegen: Lopez/Conway) rund um den 13,626-Kilometer langen Circuit de la Sarthe für die Pole Position.

Brendon Hartley verpasste im zweiten Toyota GR010 (#8, Hartley/Buemi/Nakajima) die Pole nur um weniger als drei Zehntel. Den dritten Startplatz sicherte sich wenig überraschend Alpine (#36, Lapierre/Vaxiviere/Negrao). Nicolas Lapierre umrundete die Strecke 1,671 Sekunden langsamer als der Polesetter.

Das Glickenhaus-Duo startet beim Le-Mans-Debüt vom Ende des Hypercar-Feldes. Der Bolide mit der #708 (Pla/Derani/Mailleux ) ließ dabei sein Schwesterauto mit der #709 (Dumas/Briscoe/Westbrook ) mit über 1,6 Sekunden Abstand klar hinter sich.

24 Stunden von Le Mans, Hypercars Hyperpole

Platzierung Team Fahrer Zeit/Rückstand
1 Toyota Conway/Kobayashi/Lopez 3:23.900
2 Toyota Buemi/Nakajima/Hartley 0.295
3 Alpine Negrao/Lapierre/Vaxiviere 1.674
4 Glickenhaus Derani/Mailleux/Pla 1.739
5 Glickenhaus Briscoe/Westbrook/Dumas 3.756

LMP2: Topfavorit JOTA vorne

Wie bereits in den Trainings-Sessions und im gestrigen Qualifying war es erneut der JOTA-Oreca mit der Nummer 38, der die LMP2-Klasse anführte. Ex-Formel-E-Champion Antonio Felix da Costa umrundete die Strecke in 3:27.950 (Teamkollegen: Gonzalez/Davidson) und verdrängte den Team-WRT-Boliden (#41, Kubica/Deletraz/Ye) und Panis Racing (#65 Stevens/Allen/Canal) auf P2 und P3.

24 Stunden von Le Mans, LMP2 Hyperpole

Platzierung Team Fahrer Zeit/Rückstand
1 JOTA Da Costa/Gonzalez/Davidson 3:27.950
2 Team WRT Kubica/Deletraz/Ye 0.520
3 Panis Racing Allen/Canal/Stevens 0.636
4 G-Drive Racing Colapinto/Rusinov/De Vries 0.993
5 United Autosports Aberdein/Jamin/Maldonado 1.128
6 United Autosport Di Resta/Lynn/Boyd

Trotz des verunfallten Porsche, ging die Pole Position in der GTE-Pro-Klasse an einen 911 RSR. Der Hub-Auto-Einsatzwagen (#72, Vanthoor/Parente/Martin) sicherte sich die Pole vor dem AF-Corse-Ferrari #52 (Serra/Molina/Bird) und der Corvette C8.R, die ihr Le-Mans-Debüt feiert des Werksteams (Tandy/Milner/Sims). Die Amateur-GTE-Klasse war eine eindeutige Angelegenheit für Porsche. Der Dempsey-Proton-Porsche (#88, Andlauer/Bastien/Arnold) führte einen Dreierpack von 911ern an.

24 Stunden von Le Mans, LMGTE Pro Hyperpole

Platzierung Team Fahrer Zeit/Rückstand
1 Hub Auto Racing Martin/Parente/Vanthoor 3:46.882
2 AF Corse Ferrari Bird/Serra/Molina 0.181
3 Corvette Tandy/Milner/Sims 0.211
4 AF Corse Ferrari Calado/Guidi/Ledogar 0.365
5 Porsche GT Team Bruni/Lietz/Makowiecki 0.768
6 Porsche GT Team Jani/Estre/Christensen Unfall

24 Stunden von Le Mans, LMGTE Am Hyperpole

Platzierung Team Fahrer Zeit/Rückstand
1 Dempsey Proton Porsche Andlauer/Bastien/Arnold 3:47.987
2 GR Racing Porsche Wainwright/Barker/Gamble 0.573
3 Team Project 1 Porsche Cairoli/Pera/Perfetti 0.889
4 Cetilar Racing Ferrari Fuoco/Lacorte/Sernagiotto 1.400
5 Inception Racing Ferrari Barnicoat/Iribe/Millroy 1.490
6 Inception Racing Ferrari Fraga/Keating/Pereira 1.689

In allen Klassen wurden von Platz 7 absteigend sämtliche Positionen bereits in der allgemeinen Qualifying-Session am Mittwoch besetzt. Der Österreicher Ferdinand Habsburg startet mit Team WRT (Habsburg/Frijns/Milesi) in der LMP2-Klasse aus der 16. Position. Sophia Flörsch geht im reinen Damen-Entry von Richard Mille Racing (#1 mit Visser/Calderon) von Startplatz 23 ins Rennen.


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