24 h von Le Mans

24h Le Mans 2018: BMW erhält Zugeständnisse für den M8 GTE

BMW ist als Hersteller zurück in Le Mans. Die bisherigen Resultate mit dem M8 GTE waren eher verhalten. Vor dem Rennen heute erfolgt eine Anpassung.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Die Forderungen wurden erhört: BMW erhält bei den 24 Stunden von Le Mans eine weitere Anpassung der Balance of Performance. Vor dem Rennstart heute (15:00 Uhr, Eurosport und im Live-Ticker auf Motorsport-Magazin.com) dürfen die beiden BMW M8 GTE 10 Kilo ausladen.

Die bislang starken Porsche müssen hingegen 10 Kilo draufpacken, auch Ford bekommt 8 Kilo Zusatzgewicht. Aston Martin, bislang ebenso in Schwierigkeiten wie BMW, darf ebenfalls 10 Kilo Gewicht einsparen und erhält etwas mehr Ladedruck für den Turbomotor.

Reichen BMW die Anpassungen, um beim Comeback in Le Mans eine Chance auf den Sieg zu haben? Danach hatte es im Qualifying nicht ausgesehen. Die beiden M8 qualifizierten sich in der GTE Pro-Klasse nur auf den Plätzen 12 und 14. Der besser platzierte #82 BMW mit Augusto Farfus, Antonio Felix Da Costa und Alex Sims hatte gar 2,6 Sekunden Rückstand auf den Pole-Ferrari von AF Corse.

Die BMW-Fahrer blieben am Freitag zwar verhalten optimistisch, machten aber kein großes Geheimnis aus den Schwierigkeiten. "Natürlich ist es ärgerlich, wenn man auf der Geraden einfach überholt wird, ohne eine wirkliche Chance zu haben, jemanden hinter sich zu halten - geschweige denn, überholen zu können", sagte der frühere DTM-Champion Martin Tomczyk zu Motorsport-Magazin.com.

Und Teamkollege Philipp Eng sagte zu Motorsport-Magazin.com: "Die Aston Martin sind noch langsamer als wir auf den Geraden. Ich glaube aber gar nicht, dass es bei uns nur der Topspeed ist, vielleicht eher unten raus aus den Kurven." Man sieht: Es hakt offenbar an mehreren Stellen bei BMW, das nach einiger Auszeit werksseitig an die Sarthe zurückkehrt.

Porsche gilt als klarer Favorit auf den Gruppensieg, auch Ford und Ferrari werden gute Chancen eingeräumt. Von BMW bislang keine Rede. BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt am Freitag zu Motorsport-Magazin.com: "Das wird ein hartes Rennen. Wir können nur kämpfen, pushen und alles probieren. Es geht hier darum, konstant zu sein und keine Fehler zu machen. In dieser Hinsicht haben wir bislang gut gearbeitet."

Trotz der bisherigen Nachteile darf BMW nicht schon abgeschrieben werden - obwohl vieles gegen einen Klassensieg spricht. Engs Hoffnungsschimmer: "Die Fahrbarkeit ist extrem gut. Wir haben eine sehr gute Balance im Auto und noch Schritte gemacht. Mit dem Auto sind wir happy und jetzt beginnt der normale Wahnsinn eines 24-Stunden-Rennens. Es geht zweimal um die Uhr, da kann viel passieren."


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