MotoGP - Valencia: Die Stimmen zum Qualifying

Lorenzo mit Hammerrunde auf Pole

Rundenrekord zerschmettert, einige Crashes und diverse Kabbeleien: Was die Fahrer zum actionreichen Qualifying von Valencia sagten:
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Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo (Yamaha, Platz 1): "Das Qualifying war beeindruckend. Ich war sehr motiviert und hatte sehr viel Vertrauen in den Reifen und den Asphalt. So konnte ich heute mein Toplevel riskieren und fuhr eine sehr gute Runde. Heute war ich inspiriert. Alles, was ich versuchte, funktionierte. Am Vormittag war es noch ziemlich kalt, aber am Nachmittag waren die Bedingungen für Reifen und Grip perfekt."

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 2): "Ich habe heute wirklich versucht, die Pole zu kriegen, aber Jorge war einfach schneller als ich. Ich wusste aber von vorn herein, dass es schwierig für mich werden würde, Schnellster zu sein. Morgen werde ich aber alles versuchen, ich habe ja nichts mehr zu verlieren. Ich erwarte ein tolles Rennen. Es wird eng, wenn es trocken wird, denn mein Rhythmus ist dem von Jorge ähnlich."

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 3): "In der ersten Reihe zu bleiben ist natürlich immer schön und wichtig. Dieses Mal sogar noch mehr, denn ich hatte auf dieser Strecke immer große Probleme. Wir müssen aber härter arbeiten, um uns in ein paar Bereichen und Details zu verbessern. Denn im Moment haben nicht nur Jorge und Marc eine bessere Pace, auch Maverick ist stärker als ich. Wenn ich um das Podium kämpfen möchte, dann müssen wir uns verbessern und versuchen, morgen stärker zu sein."

Maverick Vinales (Suzuki, Platz 4): "Das Qualifying lief nicht wie erwartet. Wir hatten das Potenzial für die erste Reihe, aber leider konnten wir uns nicht bestmöglich verkaufen. Wir beschlossen, eine neue Strategie zu probieren, mit drei Runs statt der üblichen zwei, aber ich brauche etwas Zeit, um den Reifen richtig aufzuwärmen, deshalb konnte ich mich beim letzten Versuch, als ich nur noch eine Runde hatte, nicht so verbessern, wie ich wollte. Trotzdem war der Tag positiv. Heute Morgen war ich schnell und dann im FP4 hatten wir eine sehr gute Pace."

Andrea Dovizioso startet als bester Ducati-Fahrer aus Reihe zwei - Foto: Tobias Linke

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 5): "Ich bin zufrieden mit der Arbeit heute. Vor allem: Im FP4 sind wir mit den gleichen Reifen gefahren wie am Morgen und haben einige nützliche Informationen zum Reifenverschleiß gesammelt. Meine Runde im Qualifying war gut, aber mit Sicherheit war es kein perfekter Run. Dennoch bin ich zufrieden, denn es war ganz wichtig, in den ersten beiden Reihen zu landen und das haben wir geschafft. Im Warm Up werden wir noch etwas feintunen und im Rennen wird dann ein guter Start wichtig sein."

Pol Espargaro (Tech 3, Platz 6): "Ich bin mit meiner Leistung im Qualifying sehr zufrieden. Wir wussten, dass wir einen guten Job machen würden. Es war aber sehr eng im QP2. Jeder Fahrer war heute in Valencia schnell, trotzdem haben wir das Wochenende mit einer guten Pace begonnen. Diese konnten wir heute weiterführen und ausbauen. Deshalb konnte ich mich so gut qualifizieren."

Andrea Iannone (Ducati, Platz 7): "Mit dem FP4 bin ich zufrieden und auch im Qualifying ist un sein weiterer Schritt gelungen. Aber das hat nicht gereicht, um mit den Top-Jungs mitzuhalten. Ich habe noch ein paar körperliche Probleme und kann deshalb meine Stärke in den Kurven nicht ausspielen. Ich kann die Kurven hier in Valencia nicht effizient fahren und das bestraft mich besonders."

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 8): "Der Tag heute war etwas schmerzvoller als gestern, aber ich habe trotzdem versucht, meine Zeit zu verbessern. Nach dem FP4 hatte ich allerdings damit zu kämpfen, mich fürs Qualifying wieder zu erholen. Ich habe alles gegeben, aber die Zeiten der Top-Jungs waren schon sehr schnell. Selbst dahinter gab es noch Fahrer, die tiefe 30er-Zeiten hinlegen konnten. Es war nicht leicht für mich, dieses Level zu erreichen."

Dani Pedrosa erkämpfte trotz Schmerzen Startplatz acht - Foto: Repsol

Aleix Espargaro (Suzuki, Platz 9): "Ich bin mit meinem Startplatz nicht zufrieden, aber insgesamt war der Tag positiv und mit meiner Pace fühle ich mich wohl. Im Qualifying hatte ich einen Crash und konnte die Zeiten nicht wirklich attackieren. Ich nutzte einen weichen Hinterreifen, der viel Grip bringt, der die Front beim Beschleunigen anschiebt, und damit fühle ich mich nicht sehr wohl. Deshalb habe ich schließlich bei einem schnellen Richtungswechsel mit Vollgas die Front verloren. Zum Glück bin ich unverletzt, aber das verhinderte einen besseren Startplatz."

Bradley Smith (Tech 3, Platz 10): "Es war toll, direkt ins QP2 einzuziehen, denn es ist schon einige Rennen her, dass ich das geschafft habe. Heute Nachmittag haben wir im FP4 am Renn-Setting gearbeitet, aber wir haben auch einige Dinge fürs Qualifying gelernt. Ich bin noch immer nicht zu 100 Prozent mit dem Handling des Bikes zufrieden, aber wir haben uns schon für unseren Rennreifen entschieden."

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 11): "Wir hätten in die zweite Reihe kommen können, aber ich bin mit kalten Reifen auf meiner Outlap gestürzt und das hat meine Chancen zerstört. Als ich in Kurve zehn war, war ich langsamer als in meinen vorherigen Runden, daher kann ich auch nicht wirklich verstehen, wieso ich gestürzt bin. Das müssen wir überprüfen. Ich habe einige Zeit an der Box verbracht, vielleicht ist dabei der Reifen zu sehr abgekühlt. Insgesamt ist meine Rennpace aber viel besser als Platz elf."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, Platz 12): "Es war ein gutes Qualifying. Ich bin froh, dass ich direkt ins QP2 gehen konnte, obwohl ich mit mehr gerechnet hätte. Leider habe ich alle Vorderreifen im QP1 verbracht und ich musste mit dem Reifen auf die Strecke gehen, mit dem ich schon zehn Runden gefahren bin. Ich habe versucht zu pushen, aber ich bin zweimal fast gestürzt. Wir sind nicht weit von den Top-10 entfernt, das ist mein Ziel für morgen."

Hector Barbera schrammte knapp am QP2 vorbei - Foto: Avintia

Hector Barbera (Avintia Racing, Platz 13): "Wir haben alles gegeben und das Maximum herausgeholt. Ich habe es zwar nicht in Q2 geschafft, aber wir haben in FP4 einen großartigen Job gemacht. Ich bin eine 1:30.8 gefahren, meine schnellste Runde überhaupt hier. Wir haben Q2 nur um ein paar Tausendstel gegen Petrucci verpasst und zu Crutchlow fehlten auch nur drei Zehntel. Wir haben ein gutes Renn-Setup, das wir im Warm Up noch etwas verfeinern müssen, aber ich hatte heute sehr viel Vertrauen ins Bike."

Scott Redding (Pramac Racing, Platz 14): "Es war schwer. Ich habe versucht, mit dem neuen Hinterreifen etwas Grip zu finden. Ich hatte viel Spinning, das war ein großes Problem am ganzen Wochenende. Ich habe mich im FP3 wirklich gut gefühlt, aber ich konnte nicht in den Top-10 bleiben. Warten wir auf das Rennen morgen, 30 Runden sind für alle Fahrer lang und unsere Pace ist nicht schlecht."

Jack Miller (Marc VDS, Platz 15): "Der Crash aus dem FP3 hat mein Selbstbewusstsein ein bisschen angeknackt, aber ich wollte sichergehen, dass ich eine gute Performance im Qualifying hinlege. Ich hatte in meinem ersten Run ein bisschen Verkehr, in meinem zweiten Outing ging es aber. Mein Hauptproblem ist der mittlere Sektor. Trotzdem bin ich aber zufrieden mit meiner Leistung auf dieser Strecke. Ich freue mich, dass ich meine Pace verbessern konnte und hoffe, dass ich am Ende der Session noch einmal stark sein kann."

Loris Baz (Avintia Racing, Platz 16): "Es lief nicht so schlecht im Vergleich zum restlichen Wochenende. Wir haben mehr Kilometer abgespult und das brauche ich, um Vertrauen zurückzugewinnen. Ich habe mich heute um sieben Zehntel gesteigert und habe meine Pace von den Wintertests erreicht. Diese Strecke ist hart für unser Bike und Hector hatte auch seine Probleme, auch wenn ihm im Qualifying ein großer Schritt nach vorne gelungen ist. Das war mein bestes trockenes Qualifying seit langer Zeit, daher bin ich glücklich."

Stefan Bradl geriet im QP1 Cal Crutchlow in die Quere - Foto: Aprilia

Stefan Bradl (Aprilia Gresini, Platz 17): "Heute lief es nicht besonders gut. Obwohl wir viel an der Balance des Bikes gearbeitet haben, konnten wir das Problem nicht ganz lösen. Das hat uns im Qualifying mehr getroffen, als wir gedacht hätten. Wir konnten uns nicht so verbessern, wie es die anderen getan haben. Auf der anderen Seite ist die Pace nicht schlecht. Wir konnten mit gebrauchten Reifen konstant fahren, aber die Fliegende Runde hat gefehlt. Ich denke aber, dass wir im Rennen einige Plätze gut machen können."

Alvaro Bautista (Aprilia Gresini, Platz 18): "Im FP3 und FP4 haben wir ein paar andere Settings ausprobiert und am Ende lief es gut mit ihnen. Wir sind in den tiefen 1:32er-Zeiten fahren und ich habe mich mit dem Bike gut gefühlt. So bin ich ins Qualifying gegangen, aber der erste Reifen hatte ein paar Vibrationen. Das hat mich davon abgehalten, zu pushen. Als ich gepusht habe, bin ich in Kurve fünf gefallen. Es ist schade, denn ich hätte sonst eine halbe Sekunde auf die Führenden aufholen können."

Eugene Laverty (Aspar, Platz 19): "Ich hatte einen kleinen Crash, aber es frustriert mich trotzdem, denn unser Potenzial war hoch. Ich war auf der ersten Runde vorsichtig und in der zweiten Runde bin ich dann in der Rechtskurve trotzdem gecrasht. Wir hatten die ganze Saison über Probleme mit kalten Reifen auf dieser Seite. Ich bin jetzt wieder gestürzt, deshalb ist es sehr frustrierend."

Der frischgebackene Vater Mika Kallio konnte sich auf der KTM deutlich steigern - Foto: KTM

Mika Kallio (KTM, Platz 20): "Zum Glück haben wir heute gezeigt, dass wir uns schon noch deutlich steigern können. Es ist gut, dass wir jetzt ein paar Fahrer hinter uns gelassen haben und mitten im Feld sind. Das ist das Wichtigste, denn nur so können wir sehen, wie sich unser Motorrad im Vergleich zu den anderen Bikes über eine volle Renndistanz verhält. Wir sind zwar bei den Testfahrten viele Runden und Rennsimulationen gefahren, aber das ist nochmal etwas anderes."

Tito Rabat (EG Marc VDS, Platz 21): "Es war ein bisschen frustrierend nicht in der Lage zu sein, unsere Gas-Probleme zu lösen. Wir müssen das Gas früher öffnen, um eine bessere Beschleunigung zu bekommen. Vor allem beim Bremsen und in Sachen Kurvengeschwindigkeit bin ich sehr stark. Wenn ich ans Gas gehe, habe ich Probleme und wir müssen verstehen, ob es ein Elektronikproblem oder etwas anderes ist. Ich verliere dadurch viel Zeit auf der Strecke. Ich freue mich, morgen meine Rookie-Saison so gut wie möglich beenden zu können."

Yonny Hernandez (Aspar, Platz 22): "Alles hat sich in ein schweres Wochenende verwandelt. Im FP4 hatte ich einen guten Rhythmus, vor allem nachdem wir aus der vorhergehenden Session einiges verändert haben. Dann haben wir den härten Reifen ausprobiert, da die Streckentemperatur höher war. Es war aber ein totales Desaster, denn auf meiner ersten Runde habe ich ohne Warnung die Front verloren. Es war unser Nummer-eins-Bike und wir hatten keine Zeit mehr, es zu reparieren. Die Motor-Charakteristik ist bei unseren Bikes unterschiedlich und ich konnte mich einfach nicht verbessern."


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