Formel 1 - Massa: Immer noch vom Unfall genervt

Zu aggressiv

Felipa Massa ist genervt. Von Kevin Magnussen, von der Rennleitung und Fragen der Journalisten. Der Williams-Pilot spricht noch mal über den Hockenheim-Unfall.
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Motorsport-Magazin.com - Der Zweite Erstrundenausfall nagt noch an Felipe Massa. Nach seinem Crash mit Kevin Magnussen in Hockenheim ist der Williams-Pilot noch immer der Meinung, dass sein junger McLaren-Rivale Schuld an dem spektakulären Unfall hatte, in den dessen Folge sich Massa in Kurve eins überschlagen hatte und ausgefallen war. "Er war ein bisschen zu aggressiv", meinte Massa nun in Budapest. "Er hätte gar nicht versuchen müssen, die Kurve so schnell zu nehmen. Ich war sehr vorsichtig, aber von meinem Blickwinkel war es unmöglich, das andere Auto sehen."

Nach dem Deutschland Grand Prix war herausgekommen, dass lediglich Massa zu den Stewards zitiert wurde. Eine Strafe kassierte er allerdings nicht, die Rennleitung wertete den Zwischenfall als Rennunfall. "Daran sieht man, dass es auch bei der FIA noch viel zu verbessern gibt", sagte Massa mit einem Grinsen im Gesicht.

Foto: Sutton

Massa genervt

Auf Nachfragen reagierte der Formel-1-Veteran leicht angesäuert. Auf keinen Fall wollte er sich eine Schuld an dem Unfall anhängen lassen. "Du denkst also, dass es meine Schuld war", blaffte er einen Journalisten während der Medienrunde an. "Klar, und beim ersten Rennen in Australien war es wohl auch meine Schuld..." Damit spielte Massa auf den Unfall mit Kamui Kobayashi in Melbourne an, der beide Piloten früh aus dem Rennen katapultiert hatte.

Zurück zur Gegenwart und zu Magnussen. Massa in die Runde: "Bei wie vielen Rennen hat er in der ersten Runde für Probleme gesorgt? Ach, egal... Es bringt mir nichts, jetzt über Vergangenes nachzudenken. Daran kann ich sowieso nichts ändern. Wir müssen auf die Gegenwart und die Zukunft schauen." Eine Aussprache mit Magnussen gab es noch nicht. Massa nur dazu: "Man darf nicht nur an sich denken, sondern muss auch auf die anderen achten."

Foto: Sutton

Wer hat Schuld?

Wer nun Schuld an dem fatalen Runde-1-Crash in Hockenheim hatte, wollte im Fahrerlager niemand so recht bewerten. Sergio Perez sparte sich auf Nachfrage öffentliche Schuldzuweisungen. "Ich denke, Kevin hat alles getan, um Felipe nicht zu treffen, aber am Ende berührten sie sich und es war ein schlimmer Unfall für Felipe", so der Mexikaner. "Schwer zu sagen, wer Schuld hat."

Ähnlich bewertete auch Kobayashi die Situation, wenngleich er etwas in Richtung Massa als Schuldigen tendierte. "Es sah aus als würde Felipe etwas zu sehr auf seiner Linie beharren", meinte der Caterham-Japaner. "Wenn er ein bisschen mehr Platz gelassen hätte, wäre es vielleicht nicht zum Unfall gekommen. Für mich war es schwierig vorherzusagen, was Felipe macht. Es sah aus, als ob er plötzlich in die Kurve stechen würde."

Foto: Sutton

Magnussen hätte den Unfall laut Kobayashi mit einem harten Bremsmanöver möglicherweise verhindern können. "Aber das war kurz nach dem Start, und wenn du da bremst, verlierst du viele Plätze. Das größte Problem ist aber, dass Felipe nichts in seinen Spiegeln sehen konnte."

Ein Problem für Massa jetzt in Ungarn: Er muss die ältere Version eines Unterbodens benutzen, weil das letzte Teil in Hockenheim einen Schaden genommen hatte. "Wir haben nur einen Unterboden, deshalb muss ich einen alten benutzen", bestätigte er. "Dadurch werde ich wohl ein bisschen was verlieren."


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