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Formel 1 - Monaco GP: Die Tops und Flops

Krieg der Sterne und Premieren-Punkte

Der prestigeträchtigste Grand Prix des Jahres ist Geschichte. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Tops und Flops aus Monaco.
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Motorsport-Magazin.com - Der Große Preis von Monaco lieferte zahlreiche Zwischenfälle und jede Menge Gesprächsstoff. Motorsport-Magazin.com präsentiert die Tops und Flops zum Glamour-Grand-Prix an der Côte d´Azur.

Top: Knisterndes Mercedes-Duell

Rosberg war sichtlich glücklicher als Hamilton - Foto: Sutton

Zugegeben, das Rennen sprühte nicht gerade vor Spannung, doch das war auf dem engen Straßenkurs von Monaco auch nicht zu erwarten. Dennoch gab es schon bei weitem langweiligere Rennwochenenden an der Côte d´Azur, wofür nicht zuletzt das Mercedes-Fahrergespann verantwortlich zeichnete. Nico Rosbergs umstrittener Verbremser im Qualifying und die giftigen Funksprüche des einäugigen Lewis Hamilton lassen darauf hoffen, dass zwischen den beiden Stallgefährten weiterhin die Funken fliegen, was uns als Beobachtern nur recht sein kann - denn die Konkurrenz scheint nicht in der Lage zu sein, die Silberpfeile zu stoppen. Und wie sagte Niki Lauda nicht? "Man muss ein Bastard sein, um in der Formel 1 zu gewinnen."

Top: Bianchi schreibt Geschichte

Bianchi ist am Ziel seiner Träume - Foto: Sutton

Fünf lange Jahre musste Marussia, vormals unter dem Namen Virgin bekannt, warten, um endlich die ersten Punkte einzufahren. Jules Bianchi hielt sich im Leitplankendschungel aus allen Schwierigkeiten heraus - wenn man vom Startplatz-Chaos absieht - und lenkte seinen Nachzüglerboliden auf den achten Rang. Dass daraus wegen einer Strafe der neunte Platz wurde, wird nur die wenigsten bei Marussia stören, denn die Zähler könnten am Ende der Saison Millionen wert sein, liegt man derzeit doch nicht nur vor Caterham, sondern konnte auch Sauber überholen. Es wird wohl nicht lange dauern, bis Bianchi wieder einmal mit Ferrari in Verbindung gebracht wird.

Top: Hülkenbergs Serie geht weiter

Hülkenberg schrieb auch im sechsten Rennen an - Foto: Sutton

Sechstes Rennen, zum sechsten Mal in den Punkten - Nico Hülkenberg lieferte auch in Monaco eine bravouröse Vorstellung ab und sah als Fünfter die Zielflagge. Der Deutsche musste sich jedoch mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die von hinten drückende Konkurrenz wehren, denn aufgrund eines frühen Boxenstopps waren seine superweichen Reifen am Ende des Rennens mehr als nur verschlissen. "Ich bin nur noch auf Stahl gefahren", grinste der Force-India-Pilot, der sich in der Weltmeisterschaft an Sebastian Vettel vorbeischob.

Top: Kimi spricht Klartext

Räikkönen: Ich hasse es hier in Monaco: (1:00 Min.)

Alle lieben Monaco. Nein, nicht alle, sondern einer tanzt natürlich aus der Reihe. Kimi Räikkönen hält so rein gar nichts vom Glamour-Grand-Grix und hat auch kein Problem, dies öffentlichkeitswirksam kundzutun. "Ich hasse es, aber wir fahren hier nun einmal. Es sind hier einfach zu viele Menschen. Niemand in der Formel 1 hat genug Platz, es ist ein dauerndes Gedränge", gab der Iceman zu Protokoll. "Es kommen einfach zu viele Leute mit ihren Booten hier her und ich bin einfach kein Fan von alledem." Wir sagen: Respekt vor so viel Ehrlichkeit - wenngleich Kimis Abneigung auch davon herrühren könnte, dass er mit seiner Vespa zunächst keinen Zugang zum Paddock erhielt...

Kimi Räikkönen vom Paddock ausgesperrt: (1:00 Min.)

Flop: Vettel-Frust beim Jubiläum

Viele Runden konnte Vettel nicht drehen - Foto: Sutton

Seinen 100. Grand Prix wird Sebastian Vettel sicherlich nicht in bester Erinnerung behalten. Lag der Red-Bull-Pilot nach einem starken Start noch auf dem dritten Platz, gab seine Suzy am Ende der ersten Safety-Car-Phase wieder einmal den Geist auf - diesmal war die Turboantriebswelle gebrochen. "Man fühlt sich einfach so hilflos im Auto. Es ist frustrierend, als Hindernis durch die Stadt zu fahren", ließ der nahezu schon entthronte Weltmeister seinem Unmut freien Lauf. Besonders bitter: Während Vettel verfrüht die Segel streichen musste, gelang seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo erneut der Sprung auf das Podium.

Flop: Pechvogel Räikkönen

Räikkönen wurde zu einem Notstopp gezwungen - Foto: Sutton

Nach Vettels Ausfall rangierte plötzlich Kimi Räikkönen auf dem dritten Platz und hatte somit das erste Podium seiner zweiten Ferrari-Amtszeit dicht vor Augen. Doch es sollte alles ganz anders kommen und der Iceman letztlich nicht einmal Punkte machen. Zunächst schlitzte ihm Max Chilton den Reifen auf, dann wäre er beinahe mit Kamui Kobayashi kollidiert und schlussendlich endete ein Überholversuch gegen Kevin Magnussen in der Loews-Haarnadel fast in der Leitplanke. Räikkönen wurde daraufhin zu den Stewards zitiert, die eine Verwarnung aussprachen. Spätestens seit diesem Rennen können wir verstehen, warum der Iceman Monaco so sehr hasst. Es war wohl doch nicht nur die mühsame Anreise per Vespa...

Flop: Sauber schmeißt die Punkte weg

Gutierrez drehte sich in Rascasse - Foto: Sutton

Während Marussia den größten Erfolg der Teamgeschichte feierte, gab es bei Sauber wieder einmal lange Gesichter und noch immer keine Punkte. Adrian Sutil bewies sich zunächst als Überholkönig, verlor seinen Wagen nach dem Tunnel jedoch und krachte in der Hafenschikane in die Mauern. Bis wenige Runden vor dem Fallen der Zielflagge lag sein Teamkollege Esteban Gutierrez auf Platz acht, doch auch der Mexikaner schmiss die Nerven weg, touchierte in Rascasse mit der Bande und brachte seine Teamchefin aufgrund des folgenden Drehers zur Weißglut. "Ich glaube nicht, dass man das Problem beim Auto suchen kann, das war absolut in Ordnung. Solche Fehler dürfen einfach nicht passieren", sprach Monisha Kaltenborn gegenüber Motorsport-Magazin.com Tacheles.

Flop: Comeback der Motorschäden

Für Bottas war vorzeitig Feierabend - Foto: Sutton

Williams spielte an diesem Sonntag lediglich eine Nebenrolle, dennoch muss der britische Traditionsrennstall an dieser Stelle Erwähnung finden. Zum ersten Mal in dieser Saison gelang es Valtteri Bottas nicht, Zählbares mitzunehmen, denn der Finne wurde von einem Motorschaden aus dem Rennen gerissen. Selbiges Schicksal erlitten auch die aus den Top-10 gestarteten Toro-Rosso-Piloten Daniil Kvyat und Jean-Eric Vergne. Dass zuletzt drei Aggregate in Schall und Rauch aufgingen, liegt schon einige Zeit zurück.


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