WTCR

WTCR 2018: News-Ticker zum Rennwochenende auf der Nordschleife

Die FIA WTCR bestreitet in Deutschland ihr drittes Rennwochenende. Alle Infos zu den Sessions auf der Nordschleife gibt es im News-Ticker.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Die WTCR ist die offizielle Nachfolgeserie der WTCC und der TCR International Series. Das Rennwochenende in Deutschland ist das dritte von zehn im Laufe der Saison. Insgesamt treten elf Teams mit 26 Fahrern in sieben verschiedenen Fahrzeugen gegeneinander an. Darunter die amtierenden Champions aus WTCC, Thed Björk und der TCR International Series, Jean-Karl Vernay.

Zeitplan für das Ungarn-Wochenende

Donnerstag:
11:30 Training 1
12:30 Training 2
15:30 Qualifikation 1
19:45 Rennen 1 (3 Runden)

Freitag:
17:35 Qualifikation 2

Samstag:
11:00 Rennen 2 (3 Runden)
12:20 Rennen 3 (3 Runden)

Session: Rennen 3
Björk gewinnt - Muller übernimmt Meisterschaftsführung
Im dritten Rennen auf der Nordschleife wurde es erneut spannend. Von der Pole Position konnte Thed Björk die Führung in die ersten Kurven halten und sich den Angriffen von Frederic Vervisch erwehren. Norbert Michelisz musste hingegen einen Platz an Yvan Muller abgeben und wurde im weiteren Verlauf von Esteban Guerrieri in Aremberg rausgeschoben, was dem Argentinier eine 10-Sekunden-Zeitstrafe einbrachte.

In der zweiten Runde bereitete sich das Feld auf den Angriff in der letzten Runde vor. Vervisch attackierte Björk noch einmal und ging Seite an Seite mit ihm durch einige Kurven, doch er schaffte es nicht am Schweden vorbeizugehen. Huff kämpfte derweil mit Problemen an seinem VW. Er verlor langsam Pace und musste Erst Guerrieri, dann Lessennes und Vernay vorbeilassen.

Michelisz war der nächste Pilot, der auf den Briten auflief, doch der Ungar verschätzte sich und kollidierte mit Huff, was für beide das Aus bedeutete. Björk sicherte sich den Sieg, knapp eine Sekunde vor Verwisch und Muller komplettierte das Podium. Mullers nächste Podestplätzierung bedeutet, dass er die Meisterschaftsführung von Gabriele Tarquini übernimmt, der das dritte Rennen nach dem Schaden im zweiten Lauf nicht einmal antreten konnte.

Session: Rennen 2
Guerrieri mit erstem WTCR-Sieg
Von der Pole Position ging Pepe Oriola ins Rennen, doch Esteban Guerrieri konnte bereits auf der GP-Strecke die Führung übernehmen. Für Rene Rast und Rob Huff war das Rennen schon vorbei, bevor sie überhaupt auf die Nordschleife kamen. Gabriele Tarquini schied auch im zweiten Rennen der WTCR auf der Nordschleife aus. Er geriet mit Gordon Shedden aneinander und schlug heftig in die Leitplanke ein.

Pepe Oriola konnte das Rennen an der Spitze kontrollieren, auch wenn Pepe Oriola, Frederic Vervisch, Yvan Muller und Yann Ehrlacher nicht weit entfernt waren. Auch Thed Björk, Fabrizio Giovanardi, John Filippi, Benjamin Lessennes und Zsolt Szabo konnten das Rennen nicht ohne Probleme beenden.

Guerrieri gewann das Rennen vor Oriola und Vervisch. Yvan Muller, Norbert Michelisz, Ehrlacher, Vernay Shedden, Nathanael Berthon und Tom Coronel komplettierten die Top-Ten. Für Guerrieri ist es der erste Sieg in der WTCR.

Session: Qualifikation 2
Björk holt auch die zweite Pole auf der Nordschleife
Auch in der zweiten Qualifikation war WTCC-Champion Thed Björk unschlagbar. Der Schwede setzte in der letzten Runde eine Zeit von 8:55.085 Minuten, was den alten Streckenrekord für TCR-Boliden erneut um fast vier Sekunden verbesserte. Stark war jedoch auch Frederic Vervisch, der ebenso wie Rene Rast an diesem Wochenende mit einer Doppelbelastung kämpft, da beide Piloten sowohl in der WTCR als auch beim 24-Stunden-Rennen an den Start gehen.

Mit Norbert Michelisz, Yvan Muller und Yann Ehrlacher rundeten drei bekannte Namen die Top-Fünf in einer Qualifikation ab, die anders als in den anderen zweiten Qualifikation nicht als dreigeteilte Session ausgetragen wurde. Rene Rast qualifizierte sich für das dritte Rennen nur für Startposition neun, hat aber im zweiten Lauf durch Startplatz zwei gute Chancen auf den Sieg. Der Meisterschaftsführende Gabriele Tarquini kämpfte erneut mit seinem Hyundai und wird die Rennen nur von Startplatz 14 beginnen.

Session: Rennen 1
Muller gewinnt vor Björk und Huff
Schon vor dem Rennen lief es nicht gut für Zsolt Szabo. Das Auto des Ungarn konnte nicht rechtzeitig repariert werden, sodass er das erste Rennen auf der Nordschleife aussetzen musste. Sein Teamkollege Norbert Nagy konnte immerhin das Rennen starten, wenn auch nur auf Startplatz 25. Vor dem Rennen erwischte es auch Rast noch hart. Der DTM-Champion bekam eine Strafe von 10 Plätzen und musste von Rang 15 ins Rennen gehen.

Schon beim Start musste sich Thed Björk seinem Teamkollegen Yvan Muller geschlagen geben. Für den Franzosen war es der erste Sieg seit Japan 2016. Björk und Huff komplettierten das Podium. Das Rennen selbst war von einigen Zwischenfällen geprägt. Tom Coronel und Benjamin Lessennes hatten einen leichten Kontakt, Lessennes musste weit fahren und beim zurückkommen drückte er Ehrlacher in einen halben Dreher.

Auch Meisterschafts-Spitzenreiter Gabriele Tarquini hatte wenig Glück. Nach einem Kontakt zwischen ihm und Esteban Guerrieri war für den Argentinier das Rennen früh vorbei. Doch auch Tarquini fuhr nicht mehr lange weiter. Seite an Seite ging es mit Frederic Vervisch über die Döttinger Höhe, an dessen Ende er einen Fehler machte und sich in die Streckenbegrenzung verabschiedete.

Vervisch selbst kam wegen eines technischen Problems auch nur eine halbe Runde weiter. Derweil tobte an der Spitze ein heißer Kampf zwischen Muller, Björk, Huff und Norbert Michelisz. Trotz einiger Attacken veränderte sich an der Reihenfolge allerdings nichts mehr. Rene Rast, der nach einer Strafversetzung von Rang 15 starten musste, wurde am Ende noch Sechster.

Session: Qualifikation 1
Björk fährt mit Rundenrekord zur Pole
Hyundai hat nochmal deutlichen zulegen können. Auf der legendären Nordschleife war besonders das Team von Yvan Muller stark. Allerdings hatte nicht der Franzose die Nase vorn, sondern wurde von seinem Teamkollegen Thed Björk zur Pole für das erste Rennen geschlagen. Norbert Michelisz komplettierte für die Marke eine Dreifachspitze in der Qualifikation. Mit 8:58.700 setzte Björk dabei einen neuen Rekord für TCR-Boliden auf der längsten Rennstrecke der Welt.

Nach zwei enorm starken Qualifikationssessions konnte sich Rene Rast nur die sechste Startposition hinter dem Hyundai-Trio, Esteban Guerrieri und Rob Huff sichern. Der Meisterschaftsführende Gabriele Tarquini wird nur von Startplatz sieben ins Rennen gehen. Gleich zwei Fahrer beschädigten sich in der Qualifikation ihre Autos.

Aurelien Panis überstand auf seiner schnellsten Runde die Hatzenbach-Passage nicht ohne Schaden, während Norbert Nagy im zweiten Zengö Cupra am Ende der Session einen Unfall hatte. Für das ungarische Team steht damit besonders viel Arbeit bevor, denn sie hatten das Auto von Zsolt Szabo noch nicht einmal rechtzeitig zur Qualifikation fertig bekommen.

Session: Training 2
Rast erneut an der Spitze
Auch die finale Trainingssession wurde von Rene Rast an der Spitze beendet. Mit einer Zeit von 10:19.761 Minuten setzte der amtierende DTM-Champion im Audi die schnellste Zeit. Allerdings war es diesmal deutlich enger. Thed Björk lag im Hyundai i30 N TCR nur zwei Zehntelsekunden hinter dem Deutschen. Jean-Karl Vernay, Yann Ehrlacher und Norbert Michelisz rundeten die Top-Fünf ab. Bei abtrocknender Strecke attackierten die Piloten aber noch nicht besonders hart und so gab es auch keine weiteren Zwischenfälle.

Session: Training 1
Rast dominiert bei einsetzendem Regen
Im ersten Training hatten es die 28 Piloten des WTCR-Wochenendes in Deutschland nicht einfach, denn zum Beginn der der 40-Minütigen Trainingssession auf der Nordschleife begann der Regen. Daher war die erste Runde, die gesetzt wurde, auch die Schnellste. Rene Rast eröffnete das Training mit einer Zeit von 9:29.163 Minuten.

Aufgrund des doch starken Regens wurden die folgenden Zeiten aber bis zu zwei Minuten langsamer, sodass es keinen echten Vergleich gab. Den ersten Zwischenfall gab es auch schon im ersten Training, als Zsolt Szabo zehn Minuten vor Schluss seinen Zengö Cupra TCR auf der hohen Acht verlor und sich die linke Fahrzeugseite stark beschädigte.


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