Gabriele Tarquini hat das zweite Saison-Rennen der WTCC in Curitiba gewonnen. Als Grundlage diente dem Italiener ein guter Start und ein Freundschaftsdienst von Jordi Gene. Der amtierende Weltmeister teilt sich die Gesamtführung nun mit Yvan Muller, der hinter Alain Menu Vierter wurde.

Das zweite Rennen begann gleich mit einem Paukenschlag. Andy Priaulx bekam noch auf der Start-Ziel-Geraden einen Schlag von Tarquini ab, wodurch seine rechte Vorderradaufhängung Schaden nahm. Auch Tom Coronel kam nicht weit - er wurde nach der ersten Kurve von Rob Huff von der Strecke gekegelt und schlug in die Streckenbegrenzung ein.

An der Spitze führte zunächst Jordi Gene, der zu Beginn der dritten Runde aber seine Teamkollegen Gabriele Tarquini passieren ließ. Hinter dem Seat-Duo tauchte bereits nach wenigen Kilometern das erfolgreiche Chevrolet-Trio auf - diesmal mit Alain Menu an der Spitze.

Der Abstand zwischen den gelben und blauen Boliden war allerdings schon nach vier Runden so groß, dass Tarquini und Gene keine Gefahr mehr zu befürchten hatten. Sie fuhren die gesamten 14 Rennrunden ungefährdet in Richtung Ziel und hatten am Ende fünf Sekunden Vorsprung auf Alain Menu.

Yvan Muller belegte hinter dem Podium den vierten Platz und teilt sich damit nach zwei Rennen die Gesamtführung mit seinem ehemaligen Teamkollegen Gabriele Tarquini. Hinter Rob Huff reichte es für Augusto Farfus lediglich für den sechsten Rang, hinter dem Lokalmatador landeten mit Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Norbert Michelisz drei weitere Seat-Fahrer.

Den Sieg in der Privatfahrerwertung und einen Punkt für die WTCC-Gesamtwertung sicherte sich Sergio Hernandez mit Platz zehn. Er war nur 0,399 Sekunden schneller unterwegs als Franz Engstler, der einzige deutsche Starter im Fahrerfeld.