Im Dezember gab Honda bekannt, dass der Vertrag von Gabriele Tarquini nicht verlängert wird und es schien, als würde der 53-Jährige die WTCC verlassen. Als sein Nachfolger wird Rob Huff gehandelt, der die vergangenen beiden Saisons für Lada bestritt. Das ganze nimmt jetzt ein wenig ironische Züge an, da Tarquini als heißer Kandidat für das von Huff freigegebene Lada-Cockpit gehandelt wird.

Zusammen mit Hugo Valente, der seit 2012 in Privatteams immer wieder durch starke Manöver für Aufsehen sorgte, soll der Italiener das Lada-Trio rund um Nicky Catsburg komplettieren. Damit könnte es bei Lada von Beginn an ein harter Kampf zwischen den Teamkollegen werden, denn Valente und Tarquini sind nicht gerade als dicke Freunde bekannt. Nach einer Rempelei in der ersten Runde in Shanghai im Kampf um die Führung gerieten die Konkurrenten später aneinander.

Valente machte in der letzten Saison mehrfach auf sich aufmerksam -
Valente machte in der letzten Saison mehrfach auf sich aufmerksam -Foto: WTCC

Valente konnte seine Pläne für 2016 noch nicht preisgeben, verriet aber, dass es deutlich besser aussähe als noch ein paar Wochen zuvor. Nach seiner dritten Saison bei Campos Racing wird es für den Franzosen nicht gerade einfacher, die für die WTCC nötigen Gelder zu mobilisieren, daher stand er bereits verschiedenen Teams in der TCR International Series in Kontakt, bevor sich durch Tarquinis Weggang das Fahrerkarussell in der WTCC in Bewegung setzte.

Catsburg bleibt nach seinem starken WTCC-Debüt in der zweiten Saisonhälfte als einziger der letztjährigen Lada-Piloten beim russischen Team. Der Niederländer bestreitet neben der Tourenwagenweltmeisterschaft zusätzlich auch für Black Swan Racing einige Rennen in der United SportsCar Championship.