WTCC

Chevrolets auf Zwei und Drei - Coronel hat die Nase vorn

Tom Coronel zeigte, dass Chevrolet doch nicht der einzige WTCC-Titelfavorit in dieser Saison ist und beherrschte den Test am Freitag in Curitiba.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Tom Coronell, der nach fünft Seat-Jahren zu Roal Motosport BMW gewechselt ist, fuhr am Freitag in Brasilien eine Bestzeit von 1:23.090 und war damit sieben Zehntel schneller als das Führerduo von Chevrolet mit Rob Huff und Weltmeister Yvan Muller an zweiter und dritter Position.

"Ich habe mich im Shakedown am Morgen wie ein Rodeo-Fahrer gefühlt", gab Coronel zu. Der Niederländer fügte hinzu: "Das Auto fühlt sich jetzt komplett anders an und ich blockiere die Bremsen jetzt nicht mehr. Ich möchte nichts schlechtes über das Auto fahren mit dem ich letztes Jahr gefahren bin, aber wieder mit Hinterradantrieb zu fahren ist schon das, was ich gewohnt bin. Ich habe das gleiche Gefühl wie in der japanischen F3 und Nippon. Die Rundenzeit war komplett sauber. Ich habe die erste Kurve geschnitten und in der nächsten Runde (Kristian) Poulsen und (Alain) Menu überholt."

Motor schonen

Der schweizer Pilot Fredy Barth führte bei Seat auf Rang vier. Er erklärte: "Es ist das erste Mal seit meinem Macau-Unfall im letzten Jahr, dass ich das Auto fahre. Um ehrlich zu sein weiß ich (hinsichtlich dem Wettbewerb) nicht wirklich wo wir im Moment stehen. Ich habe am Ende ein neues Reifenset aufgezogen, aber die waren nicht brandneu." Sein Teamkollege Gabriele Tarquini wurde Fünfter. Der Italiener hatte jedoch nicht am Shakedown am Morgen teilgenommen. "Wir wollen den Motor schonen, denn der der muss drei Rennen halten", erklärte Tarquini.

Das Schwesternauto von Aleksei Dudukalo war nach dem Unfall im Shakedown so beschädigt, dass er am Nachmittag nicht auf die Strecke konnte. Der dreifache brasilianische Stock Car Champion Carlos Bueno wurde bei seinem Gastauftritt im Chevrolet Sechster.

Kristian Poulsen drehte sich im Kies von Esse da Alta und löste damit eine rote Flagge aus, testete aber weiter und wurde vor seinem Teamkollegen Franz Engstler Siebter. Alain Menu kam nur auf den zwölften Rang. "Ich ärgere mich nicht. Ich habe mit vielen Dingen herumexperimentiert, zum Beispiel mit dem Renn-Setup, aber ich habe es nicht geschafft neue Reifen aufzuziehen", erklärte der Schweizer.

Die Ergebnisse:

1. Tom Coronel ROAL BMW 1:23.090
2. Rob Huff Chevrolet 1:23.713 +0.623
3. Yvan Muller Chevrolet 1:23.796 +0.706
4. Fredy Barth SUNRED SEAT 1:23.864 +0.774
5. Gabriele Tarquini SUNRED SEAT 1:24.003 +0.913
6. Carlos Bueno Chevrolet 1:24.338 +1.248
7. Kristian Poulsen Engstler BMW 1:24.369 +1.279
8. Franz Engstler Engstler BMW 1:24.373 +1.283
9. Robert Dahlgren Polestar Volvo 1:24.379 +1.289
10. Tiago Monteiro SUNRED SEAT 1:24.474 +1.384
11. Michel Nykjaer SUNRED SEAT 1:24.678 +1.588
12. Alain Menu Chevrolet 1:24.691 +1.601
13. Pepe Oriola SUNRED SEAT 1:24.881 +1.791
14. Darryl O'Young bamboo Chevrolet 1:25.230 +2.140
15. Mehdi Bennani Proteam BMW 1:25.503 +2.413
16. Marchy Lee KK BMW 1:25.562 +2.472
17. Yukinori Taniguchi bamboo Chevrolet 1:26.745 +3.655
18. Fabio Fabiani Proteam BMW 1:31.591 +8.501


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